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Chmelnyzkyj

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Proskuriw)

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Chmelnyzkyj
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Wappen von Chmelnyzkyj
Chmelnyzkyj (Ukraine)
Chmelnyzkyj (Ukraine)
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Chmelnyzkyj ohne Koordinaten
Basisdaten
Staat: Ukraine[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Ukraine
Oblast: Oblast Chmelnyzkyj
Rajon: Rajon Chmelnyzkyj
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Fläche: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1.686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) km²
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Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 23 Dörfer, 1 Ansiedlung
Verwaltung
Adresse: 29000, м. Хмельницький,
вул. Героїв Маріуполя, 3
Website: www.khmelnytsky.com
Chmelnyzkyj (Oblast Chmelnyzkyj)
Chmelnyzkyj (Oblast Chmelnyzkyj)
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Chmelnyzkyj ohne Koordinaten
i1

Chmelnyzkyj ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) <phonos file="Uk-Хмельницький.oga">anhören</phonos>/?; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); ursprünglich Плоскиривцы / Ploskiriwzy. 18. Jahrhundert bis 1954 ukrainisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), russisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast in der Ukraine mit gut 270.000 Einwohnern, Industriestadt, kultureller Mittelpunkt der Oblast mit Theater, Philharmonie, Hochschule und Fachschulen.

Geographie

Die Stadt wird vom Oberlauf des Südlichen Bugs durchflossen und liegt an der Eisenbahnhauptstrecke Lwiw–Odessa bzw. – Kiew. In der Stadt kreuzen sich die Fernstraßen M 12 und N 03. Nach dem nordöstlich gelegenen Kiew sind es 278 Kilometer (Luftlinie) und nach Lwiw im Westen sind es 217 Kilometer.

Geschichte

Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1431, als sie auf Ukrainisch Ploskyriw und auf Russisch Ploskurow hieß. Damals war sie ein kleines Dorf, aber schon im 16. Jahrhundert ein respektierter befestigter Ort, der im Chmelnyzkyj-Aufstand eine wichtige Rolle spielte.

Datei:Proskurov Aleksandrovskaya 01.jpg
Postkarte der Aleksandrovskaya-Straße im frühen 20. Jahrhundert

Sie gehörte bis zur 2. Teilung Polens 1793 innerhalb der Adelsrepublik Polen zur Woiwodschaft Podolien.<ref>Rizzi Zannoni, Karta Podola, znaczney części Wołynia, płynienie Dniestru od Uścia, aż do Chocima y Ładowa, Bogu od swego zrzodła, aż do Ładyczyna, pogranicze Mołdawy, Woiewodztw Bełzkiego, Ruskiego, Kiiowskiego y Bracławskiego.; 1772</ref> Danach kam sie zum Russischen Reich und wurde in das Gouvernement Podolien eingegliedert.

Datei:Proskurov (Khmelnytskyi), jewish quarter.jpg
Ein Bild aus dem jüdischen Viertel (ca. 1900–1925)

Die Stadt entwickelte sich seit dem 17. Jahrhundert bis zum Holocaust zu einem großen jüdischen Zentrum. Um 1900 betrug der jüdische Bevölkerungsanteil rund 49 %.<ref>P. R. Magocsi: Historical Atlas of Central Europe. University of Washington Press, Seattle 2002, S. 109.</ref> 1939 waren es 39 %.<ref name=":2">Memorialmuseums. Abgerufen am 25. Juni 2025.</ref>

Datei:Proskurov Great Synagogue.jpg
Die große Synagoge der Stadt (ca. 1938)

1901 zählte man 23.961 Einwohner.<ref>Meyers Konversationslexikon, 6. Auflage Leipzig – Wien 1908, Band 16, Stichwort „Proskurow“</ref> Die Stadt hatte vor dem Ersten Weltkrieg das 46. russische Linien-Infanterieregiment und das 12. russische Ulanen-Regiment in Garnison.

Datei:T-34-76 Khmelnytskyi 2011 G2.jpg
Ein als Denkmal aufgestellter T-34 erinnert an die Befreiung von den Deutschen am 25. März 1944

Während des Russischen Bürgerkriegs wurden bei Pogromen in der Stadt 1600 Juden ermordet.<ref name=":2" />

Ab Ende 1922 gehörte die Stadt im Bestand der Ukrainischen SSR zur Sowjetunion. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 8. Juli 1941 durch deutsche Truppen erobert und fast vollständig zerstört. Sie wurde im Zuge der Proskurow-Czernowitzer Operation am 25. März 1944 durch die Rote Armee zurückerobert und nach Kriegsende wieder aufgebaut.

Von 1780 bis 1954 hieß die Stadt auf Ukrainisch Proskuriw und auf Russisch Proskurow. Am 16. Januar 1954, dem 300. Jahrestag der von Moskau sog. Wiedervereinigung der Ukraine mit Russland, wurde Proskuriw zu Ehren von Bohdan Chmelnyzkyj (1595–1657), einem Ataman der Ukraine, Staatsmann, Truppenführer und Diplomaten, in Chmelnyzkyj umbenannt.

Ende des 19. Jahrhunderts diente dort der bekannte russische Schriftsteller Alexander Iwanowitsch Kuprin (1870–1938) im 46. Dnepr-Infanterieregiment als Unteroffizier. Die damals gesammelten Eindrücke und Beobachtungen lieferten ihm den Stoff für seine Erzählung Das Duell. Chmelnyzkyj ist als Proskurow einer der beiden Schauplätze der Kriegserzählung Unruhige Nacht von Albrecht Goes aus dem Jahr 1950.

Datei:Об'єднаний банк (домовласник Ніренберг), Хмельницький вул. Проскурівська, 47.JPG
Gebäude an der Hauptstraße im Zentrum der Stadt

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Stadt typische Provinz ohne Wasserleitung und Kanalisation. Während des Russischen Bürgerkriegs, am 15. und 16. Februar 1919,<ref name=":0">Jean-Jacques Marie: Pogrome im Russischen Bürgerkrieg. In: Barbara Bauer Dororthee d’Aprile (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 12/25. TAZ/WOZ, Dezember 2019, ISSN 1434-2561, S. 20 f. (übersetzt von Andreas Bredenfeld; Jean-Jacques Marie ist Autor des Buches L'Antisémitisme en Russie. De Catherine II à Poutine. Éditions Tallandier, Paris 2009; in diesem Artikel zitiert Jean-Jacques Marie insbesondere auch weiter: Lidia Miliakova, Nicolas Werth (Hrsg.): Le Livre des pogroms. Antichambre d'un génocide: Ukraine, Russie, Biélorussie – 1917–1922. Éditions Calmann-Lévy/Mémorial de la Shoah, Paris 2010).</ref> massakrierte die ukrainische Armee unter Führung von Symon Petljura<ref name=":0" /> und unter dem lokalen Kommando von Iwan Semessenko<ref name=":1">Andreas Kappeler: Kleine Geschichte der Ukraine. In: Beck’sche Reihe. 3. Auflage. Nr. 1059. Verlag C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-58780-1, S. 182 f.</ref> während ihres Rückzugs vor der Roten Armee in einem Pogrom innerhalb einiger Stunden bis zu 2000<ref name=":1" /> Juden in Proskurow.

Im 20. Jahrhundert begann sich in der Stadt eine Industrie zu entwickeln. In großem Umfang entstanden vor allem nach Ende des Zweiten Weltkriegs Industriebetriebe und Wohnhäuser, Lehranstalten und Kulturstätten. In Chmelnyzkyj befindet sich einer der größten Märkte der Ukraine, auf dem fast alles von Kleidung bis Elektronik erhältlich ist. Dort verdienen viele Einwohner ihren Lebensunterhalt. Die meistgesprochene Sprache ist Ukrainisch, wobei der Einfluss der Russischen auf den Wortschatz deutlich zu erkennen ist.

Auf dem Bahnhofsplatz wurde ein Denkmal Bohdan Chmelnyzkyjs errichtet.

Die Stadt erhielt am 15. April 2021 den Europapreis des Europarates für ihre herausragenden Bemühungen um den europäischen Einigungsgedanken.<ref>Committee on Social Affairs, Health and Sustainable Development, Sub-Committee on the Europe Prize: Winners of the Europe Prize, the Plaque of Honour, The Flag of Honour and the European Diploma for 2021. (PDF; 166 kB) In: coe.int. Parlamentarische Versammlung des Europarats, 21. April 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2021; abgerufen am 30. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Während des Ukrainekriegs ereigneten sich am 13. Mai 2023 zwei gewaltige Explosionen in der Stadt, über der ein riesiger Feuerball emporstieg, der einen kilometerhohen Rauchpilz bildete. Beobachtern zufolge wurde ein Munitionsdepot von russischen Kampfdrohnen getroffen. Nach Angaben des Bürgermeisters, Oleksandr Symtschyschhyn, gab es durch die Druckwelle etwa 30 Verletzte.<ref>Mega-Explosion in Chmelnyzkyj: 30 Opfer nach Drohnenangriff aus Russland. In: News.de. 14. Mai 2023, abgerufen am 28. Mai 2023.</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Chmelnyzkyj (Хмельницька міська громада Chmelnyzka miska hromada). Zu dieser zählen auch die 23 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer sowie die Ansiedlung Bohdaniwzi;<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 727-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Хмельницької області"</ref> bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Chmelnyzkyj (Хмельницька міська рада Chmelnyzka miska rada) im Zentrum des Rajons Chmelnyzkyj.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Chmelnyzkyj Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Bachmatiwzi Бахматівці Бахматовцы (Bachmatowzy)
Beresowe Березове Берёзовое (Berjosowoje)
Bohdaniwzi Богданівці Богдановцы (Bogdanowzy)
Bohdaniwzi Богданівці Богдановцы (Bogdanowzy)
Dawydkiwzi Давидківці Давыдковцы (Dawydkowzy)
Iwankiwzi Іванківці Иванковцы (Iwankowzy)
Iwaschkiwzi Івашківці Ивашковцы (Iwaschkowzy)
Klymkiwzi Климківці Климковцы (Klimkowzy)
Kolyban Колибань Колыбань
Kopystyn Копистин Копыстин (Kopystin)
Mala Kolyban Мала Колибань Малая Колыбань (Malaja Kolyban)
Malaschiwzi Малашівці Малашевцы (Malaschewzy)
Massiwzi Масівці Богдановцы (Bogdanowzy)
Mazkiwzi Мацьківці Масевцы (Massewzy)
Oleschyn Олешин Олешин (Oleschin)
Parchomiwzi Пархомівці Пархомовцы (Parchomowzy)
Pyrohiwzi Пирогівці Пироговцы (Pirogowzy)
Prybuske Прибузьке Прибугское (Pribugskoje)
Scharowetschka Шаровечка Шаровечка (Scharowetschka)
Tscherepiwka Черепівка Череповка (Tscherepowka)
Tscherepowa Черепова Череповая (Tscherepowaja)
Welyka Kalyniwka Велика Калинівка Великая Калиновка (Welikaja Kalinowka)
Wodytschky Водички Водички (Woditschki)
Wolyzja Волиця Волица (Woliza)

Partnerstädte

Partnerschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen bestehen zwischen Chmelnyzkyj und folgenden Städten:<ref>Website der Stadt – Cooperation programs (englisch), abgerufen am 11. Oktober 2018.</ref>

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Söhne und Töchter der Stadt

Datei:Pogrom in proskurov.jpg
Pogrom-Denkmal

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Siehe auch

Literatur

  • Proskurov. In: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Yad Vashem, Jerusalem 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 613 f.

Weblinks

Commons: Chmelnyzkyj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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