Preševo
| {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Preševo {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | ||||||
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Blick über Preševo | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Serbia.svg Serbien | |||||
| Provinz: | Zentralserbien | |||||
| Okrug: | Pčinja | |||||
| Koordinaten: | 42° 19′ N, 21° 39′ O
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| Höhe: | 510 m. i. J. | |||||
| Einwohner: | 13.426 (2011 Vorlage:AccessibleTooltip) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+381) 017 | |||||
| Postleitzahl: | 17523 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | VR | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2016) | ||||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||||
| Bürgermeister: | Ardita Sinani (PVD) | |||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Preševo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); albanisch indefinit Preshevë, definit Presheva) ist eine Kleinstadt mit etwa 13.500 Einwohnern im äußersten Süden Serbiens nahe der Grenze zu Nordmazedonien und dem Kosovo. Der Verwaltungssitz der Opština Preševo liegt im Flusstal der Südlichen Morava und beherbergt einen Grenzbahnhof. Die meisten Bewohner sind Albaner.
Geographie
Die Stadt Preševo liegt am Eingang eines kleinen Flusstales, woraus von Westen ein kleiner Nebenfluss der Südlichen Morava entspringt. Die Stadtfläche erstreckt sich in das Preševo-Tal nach Osten. Die bebaute Fläche grenzt im Norden nahtlos an das Siedlungsgebiet von Oraovica/Rahovica und im Süden ebenfalls nahtlos an das bebaute Gebiet von Norča an, die Agglomeration hat also rund 19.000 Einwohner. Im Westen und Osten ist dieses Tal von Bergzügen umgeben. Nord- und südwärts setzt sich die Ebene fort. Die Grenze zu Kosovo bei Mučibaba/Muçibaba ist rund 14 und diejenige zu Mazedonien bei Tabanovce rund 15 Kilometer entfernt.
Es herrscht ein Kontinentalklima. Die Sommer sind trocken und warm, während die Winter kalt und schneereich sind.
Bevölkerung
Die mehrheitlich albanische Bevölkerung der Region ist von Diskriminierung betroffen,<ref>Ulf Brunnbauer: Die vergessenen Albaner Serbiens: Zur Lage der ethnischen Albaner in Südserbien außerhalb des Kosovo (Gemeinden Preševo, Bujanovac und Medvedja). In: Südosteuropa – Zeitschrift für Gegenwartsforschung. 48. Jahrgang, Nr. 7-8/1999.</ref><ref>Ohne Meldeadresse - Wie Serbien seine Albaner diskriminiert. In: dw.com. Deutsche Welle, 9. Juli 2024, abgerufen am 19. April 2025.</ref> wobei eine Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften gezielte Maßnahmen zur Schaffung einer serbischen Mehrheit dokumentiert.<ref>Flora Ferati-Sachsenmaier: Serbia’s Passivization Policy towards the Albanian Minority: How Southern Serbia is being turned ethnically Serbian. Hrsg.: Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. 2023 (mpg.de [PDF]).</ref> Einige Analysten beschrieben den Zustand als eine Form von Apartheid und einer „ethnischen Säuberung“.<ref>Eric Matt: „Ethnische Säuberung“ in Südserbien?: Auf den Spuren der albanischen Bevölkerung des Presevo-Tals. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 8. September 2023, abgerufen am 19. April 2025.</ref> In der Vergangenheit kam es in Preševo während albanischen Aufständen zwischen 1999 und 2001 zu einem bewaffnetem Konflikt, welcher sich gegen die serbischen Behörden richtete und scheiterte.
Geschichte
Vorlage:Hinweisbaustein Mit der Völkerwanderung der Awaren siedelten sich im 6. und 7. Jahrhundert Slawen in der Region an. Die Gründung von Preševo liegt zeitlich danach. Unter den Dejanovići wird Preševo (zusammen mit Bujanovac) 1381 als Dorf erwähnt.
Neuzeit
Teile der albanischen Bevölkerung von Preševo waren an der Liga von Prizren beteiligt, die sich für eine Autonomie der Albaner innerhalb des Osmanischen Reiches einsetzte. Zwischen 1840 und 1912 flüchteten viele Albaner aus dem Okrug Toplica sowie Surdulica, nordöstlich von Vranje gelegen, ins Preševo-Tal. Einige Ortschaften werden noch heute von ihren Nachfahren bewohnt. Nach den Balkankriegen von 1912/13, wurde Preševo Teil des Königreichs Serbien und ab 1918 Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, des späteren Königreichs Jugoslawien. Während des Zweiten Weltkrieges gehörte das Preševo-Tal zu denjenigen Teilen Jugoslawiens, die 1941 bis 1944 von bulgarischen Truppen besetzt und von Bulgarien annektiert waren.<ref name=":0">Vgl. Enciklopedija Jugoslavije, 2. Auflage. Bd. 6, Zagreb 1990, S. 282 (Karte: Podjela Jugoslavije na okupaciona područja 1941.).</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Gebiet wieder zu Jugoslawien zurück. Preševo lag dabei innerhalb der Sozialistischen Republik Serbien. Nach den Jugoslawienkriegen kam die Stadt 2006 zu Serbien.
Albanische Aufstände 2000/2001
Nach Beendigung des Kosovokriegs entstanden in Südserbien und Mazedonien Nachfolgeorganisationen der UÇK, die in mehrheitlich albanisch bewohnten Regionen den bewaffneten Kampf fortsetzten. Im Jahr 2001 kam es vor allem im Nordwesten Mazedoniens zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, als albanische Guerilla-Kämpfer einige Dörfer militärisch besetzten und sich Kämpfe mit Polizei und Armee lieferten. Der Konflikt schwappte auch in das Preševo-Tal. So gerieten Preševo, zusammen mit der benachbarten Stadt Bujanovac und dem etwas nördlicher gelegenen Medveđa, 2000 und 2001 in die Schlagzeilen, als die UÇPMB, eine Organisation militanter, nationalistischer Albaner aus der Region und dem benachbarten Kosovo, in einem bewaffneten Aufstand versuchte, diese drei Gemeinden an das Kosovo anzuschließen. Die UÇPMB formierte sich in einer fünf Kilometer breiten und mehrere Kilometer langen Zone, welche direkt nach dem Kosovokrieg zwischen der Provinz und Zentralserbien eingerichtet wurde, um die KFOR und die serbischen Truppen voneinander fernzuhalten. Als der Konflikt in Preševo, Bujanovac und Medveđa (zusammen oft auch als das Preševo-Tal, alb. Lugina e Preshevës, serb. Preševska dolina) zu eskalieren drohte, genehmigte die NATO der serbischen Armee die Rückkehr in die Sicherheitszone. Die UÇPMB zog sich aus der Zone in den Kosovo zurück, wo sie von der KFOR entwaffnet wurde. Damit konnte der albanische Aufstand gewaltlos aufgelöst werden.<ref name="ICG">Serbia: Maintaining Peace in the Presevo Valley. International Crisis Group, 16. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2013; abgerufen am 20. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die gesellschaftliche Lage der Albaner in Serbien hat sich seitdem kontinuierlich verbessert. So findet man seit den späten 2000er Jahren vermehrt albanische Polizeibeamte und auch im Verwaltungswesen wird Albanisch neben Serbisch offiziell benutzt.
Stelen-Konflikt 2012/13
Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein Ab dem 21. November 2012 verschärfte sich die politische Lage in Preševo abermals, weil die Stadtverwaltung eine Stele zu Ehren der Gefallenen der UÇPMB während des Aufstands im Stadtzentrum errichtete. Der serbische Ministerpräsident Ivica Dačić bezeichnete dies als „unnötige Provokation und das es am besten sei, dass sie (die Stadtverwaltung) sie selbst entfernen“, da „nirgendwo sonst in Europa Stelen für Terroristen aufgestellt seien“.<ref name=":1">PM: Government will react to provocation in Preševo. B92, 21. November 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Februar 2013; abgerufen am 8. Januar 2013.</ref><ref>Dačić: Ponašaćemo se evropski, uklonićemo spomenik u Preševu. B92, 30. Dezember 2012, abgerufen am 8. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Er forderte die Entfernung der Stele bis zum 17. Januar; daraufhin reagierten verschiedene albanische Politiker und Organisationen mit scharfer Kritik. So verteidigte am 12. Januar die Versammlung der albanischen Räte (Kuvendi i Këshilltarëve Shqiptar) das Recht der Albaner Serbiens auf Symbole, welche die nationale albanische Identität ausdrücken.<ref name=":2">Reagojnë shqiptarët e Preshevës. Top Channel, 12. Januar 2013, abgerufen am 14. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Und auch vorher kritisierten der Vorsitzende der größten albanischen Partei in Mazedonien, Ali Ahmeti (BDI), und der stellvertretende Ministerpräsident des Kosovo, Hajredin Kuçi (PDK), scharf die Forderung der serbischen Regierung.<ref name=":3">Lapidari i dëshmorëve të UÇPMB-së. Top Channel, 8. Januar 2013, abgerufen am 14. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Bürgermeister der Stadt, Ragmi Mustafa, drohte seinerseits, die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit den serbischen Behörden, falls die Stele entfernt werde. Sie sei für die Identität der Albaner in der Region von großer Bedeutung.<ref>Mustafa: Ako sklone spomenik nema saradnje sa Srbijom. Blic, 12. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref>
Der serbische Verteidigungsminister Aleksandar Vučić verkündete am 13. Januar, dass bald innerhalb des Gesetzes im Zusammenhang mit der umstrittenen Stele gehandelt werde, und dass niemand gegen die für alle Ethnien gleich geltende Verfassung Serbiens handeln dürfe, und dabei versucht, den Grund in der ethnischen Herkunft zu suchen.<ref name=":4">Vučić najavio uklanjanje spomenika OVPMB u Preševu. Blic, 13. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref> Er fügte hinzu, dass Serbien den Frieden wolle, jedoch auf Provokationen reagieren müsse.<ref name=":5">Vučić najavio uklanjanje spomenika OVPMB u Preševu. Blic, 13. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref> Am 15. Januar drohten die zwei Abgeordneten des kosovarischen Parlaments, Rexhep Selimi und Nait Hasani, ein ehemaliges Mitglied der UÇK, mit einem bewaffneten Konflikt, falls die Stele entfernt werden sollte.<ref>Poslanici skupštine Kosova: Mogući oružani sukobi zbog spomenika u Preševu. B92, 15. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref> Der ehemalige US-Diplomat und früherer regionaler UN-Vertreter, Gerard Gallucci, erklärte am 15. Januar, dass Serbien nicht auf „Provokationen wie diese reinfallen solle“.<ref>Galuči: Srbi, ne nasedajte na provokacije u Preševu. Blic, 15. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref> Am 16. Januar erklärte der Präsident der Nationalversammlung von Serbien, Nebojša Stefanović, dass dieses Problem kein ethnischer Konflikt sei beziehungsweise keinen ethnischen Hintergrund habe, sondern viel mehr das Problem sei, dass eine Stele für diejenigen in Serbien errichtet werde, die Serben getötet hätten.<ref>Stefanović: Neprihvatljiv spomenik teroristima u Srbiji. Blic, 16. Januar 2013, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref>
Die Stele wurde schließlich durch Dutzende von serbischen Spezialeinheiten der Gendarmerie mit einem Bulldozer um 05:00 Uhr früh am 20. Januar 2013 unbeschadet entfernt. Trotz Drohungen aus verschiedenen albanischen nationalistischen Organisationen gab es keine Zwischenfälle während der Entfernung. Als erste Reaktion darauf, machte der ehemalige Kommandant der UÇPMB, Orhan Rexhepi, die separatistische Aussage, dass dies ein „historischer Tag“ sei, weil „Bujanovac und Preševo ein Teil des Kosovo sein werden“.<ref name="gendarmes">Gendarmes remove controversial monument. B92, 20. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Oktober 2013; abgerufen am 20. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Preševos Bürgermeister Ragmi Mustafa bestätigte kurz darauf, dass die Albaner eine Vereinigung mit dem Kosovo seit langem wünschen.<ref>Ragmi Mustafa: Nije novina da želimo pripajanje Kosovu. Blic, 20. Januar 2013, abgerufen am 20. Januar 2013.</ref> Der ehemalige Präsident des Nationalrats für die Zusammenarbeit mit dem Haager Tribunal, der amtierende serbische Minister des In- und Außenhandels und der Telekommunikation, sowie amtierender Präsident der Sozialdemokratischen Partei Serbiens (SDP), der Bosniake Rasim Ljajić, reagierte und sagte, dass das Preševo-Tal nicht Teil des Kosovo werden wird bzw. kann, weil die albanischen Vertreter aus Südserbien nicht die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft hätten; zudem warnte er vor einer Instrumentalisierung der Situation seitens der Albaner.<ref>Ljajić: Jug Srbije neće, niti može biti deo Kosova. Blic, 20. Januar 2013, abgerufen am 20. Januar 2013.</ref> Die Operation der serbischen Gendarmerie löste in der örtlichen Bevölkerung Entsetzen und Aufruhr aus. Während des Tages versammelten sich an der Stelle der Stele mehrere Hundert Menschen und legten Blumen und Kerzen zur Erinnerung an die Gefallenen der UÇPMB nieder.<ref>Xhandarmëria serbe hoqi përmendoren e UÇPMB-së në Preshevë (Die serbische Gendarmerie entfernte das Denkmal der UÇPMB in Preševo). Alsat-M, 20. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2013; abgerufen am 20. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha bekundete, dass „die albanische Regierung die internationalen Institutionen aufruft, den albanophoben Sturm aufzuhalten, welcher ständig in der Region auftaucht und dessen Frieden und Stabilität bedroht“, obwohl die USA bereits zuvor verkündete, dass dies eine innere Angelegenheit Serbiens sei, die ihre gewählten Vertreter lösen sollte.<ref>Stav SAD nepromenjen: Spomenik u Preševu unutrašnja stvar Srbije. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Auch die albanischen Nationalisten unter Kreshnik Spahiu (Allianz Rot und Schwarz) erklärten, dass dieser Einsatz von der „provozierenden und rassistischen Politik Slobodan Miloševićs herrührt und welcher in den hohen Führungsorganen Serbiens weiter lebendig ist“.<ref>Tirana: Millosheviqi është ende gjallë (Tirana: Milošević ist noch am Leben). Alsat-M, 20. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2013; abgerufen am 20. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am Abend des 20. Januar versammelte sich in Djakovica eine Gruppe von Albanern, die gegen die Entfernung des Stele protestierten.<ref>Demonstracije u Đakovici, pokušaj napada na manastir. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Ein Teil von ihnen versuchte in das serbische Kloster der Heiligen Jungfrau, in dem noch mehrere Nonnen leben, gewaltsam einzudringen.<ref>Demonstracije u Đakovici, pokušaj napada na manastir. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Den Angriff verhinderten starke Verbände der KFOR und Kosovo-Polizei.<ref>Demonstracije u Đakovici, pokušaj napada na manastir. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> In der Nacht zum 21. Januar kam es zu weiteren Übergriffen, so wurden in der serbischen Enklave Goraždevac die Denkmäler für die serbischen Opfer des NATO-Bombardements im Jahr 1999, sowie die der serbischen Kinder, die am Fluss Bistrica während des Badens im Jahr 2003 von Albanern erschossen wurden,<ref>Pomen ubijenoj deci u Goraždevcu. Blic, 13. August 2012, abgerufen am 21. Januar 2013.</ref> geschändet bzw. zerstört.<ref>Oskrnavljena groblja i spomenik ubijenoj srpskoj deci u Goraždevcu. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Am 21. Januar demonstrierten Tausende Menschen in den Straßen der Innenstadt Preševos, um ihre Entrüstung über die Entfernung der Stele auszudrücken.<ref>Protesta e shqiptarëve në Preshevë (Die Proteste der Albaner Preševos). Top Channel, 21. Januar 2013, abgerufen am 21. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Serbiens Ministerpräsident Ivica Dačić sagte, es gäbe keinen Grund für irgendeine Art von Protest, da die unerlaubte Stele weder zerstört, noch Gewalt angewendet wurde. Er fügte hinzu, dass er „nicht glaubt, dass in den USA Al-Qaida-Veteranen oder diejenigen, die verschiedene Terroranschläge in London oder Paris durchgeführt haben, entscheiden würden, ob ein Denkmal errichtet werden sollte“.<ref>PM: No reason for Albanians in south to protest. B92, 21. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Januar 2013; abgerufen am 22. Januar 2013.</ref>
Der albanische Ministerpräsident Sali Berisha teilte während einer Medienkonferenz in Tirana mit, dass Albanien seine Beziehungen mit Serbien überprüfen werde, falls dies nötig sei. Er erklärte auch, dass der albanische Staat in den internationalen Organisationen alles in seiner Macht stehende tun werde, um den Albanern Serbiens zu helfen. Albin Kurti, Führer der albanischen Organisation Vetëvendosje, sagte hingegen, dass die Hauptverantwortlichen für diese Situation eher die Regierung Hashim Thaçis im Kosovo sei.<ref>Nekoliko hiljada Albanaca protestovalo u Preševu zbog uklanjanja spomenika. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Als Reaktion auf die Entfernung der Stele in Preševo reagierten Dutzende Albaner unter der Führung von UÇK-Veteranen in Vitia mit der Zerstörung eines Denkmals aus dem Zweiten Weltkrieg, das an den Kampf der Serben erinnert. Dies wurde von der anwesenden Kosovo-Polizei nicht verhindert.<ref>Pogledajte: Albanci bagerom srušili spomenik antifašističkoj borbi u Vitini, policija Kosova samo gledala. Blic, 22. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref><ref>Viti, rrënohet përmendorja e LNÇ-së (Vitia, Denkmal des Nationalen Befreiungskrieges wird entfernt). Alsat-M, 21. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2013; abgerufen am 22. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis zum Abend des 21. Januar wurden im ganzen Kosovo über 140 serbische Grabsteine zerstört<ref>OEBS, Euleks i Kfor osuđuju skrnavljenja groblja. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> sowie eine Kapelle und mehrere Kreuze verbrannt.<ref>Oskrnavljena groblja i spomenik ubijenoj srpskoj deci u Goraždevcu. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Daraufhin reagierten Vertreter Serbiens, der USA und der EU, sowie die KFOR, OSZE, und EULEX, und verurteilten die Zerstörung der serbischen Denkmäler und Gräber aufs schärfste.<ref>Oskrnavljena groblja i spomenik ubijenoj srpskoj deci u Goraždevcu. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref><ref>OEBS, Euleks i Kfor osuđuju skrnavljenja groblja. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref> Sie fügten hinzu, dass es für diese Gewalt keine Rechtfertigung gäbe, womit diese Aktionen völlig inakzeptabel seien.<ref>Oskrnavljena groblja i spomenik ubijenoj srpskoj deci u Goraždevcu. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref><ref>OEBS, Euleks i Kfor osuđuju skrnavljenja groblja. Blic, 21. Januar 2013, abgerufen am 22. Januar 2013.</ref><ref>OSCE condemns "repeated desecration of Orthodox graveyards". B92, 21. Januar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2014; abgerufen am 22. Januar 2013.</ref>
Verkehr
Preševo liegt an der Transitstrecke Belgrad–Athen. Wirtschaftlich ist sie vor allem für Serbien, Nordmazedonien, Kosovo und Griechenland von großer Bedeutung. Hier verlaufen Straße und Eisenbahn parallel durch das Tal und folgen dem Lauf des Morava-Nebenflusses. Die Europastraße 75 ist hier als Autobahn A1 gekennzeichnet. Gleichzeitig ist sie der Paneuropäische Verkehrskorridor X. Die Železnice Srbije unterhält in Preševo einen Durchgangsbahnhof, jedoch außerhalb der Stadt im Osten in der Industriezone Tasian. Die erste Eisenbahnlinie von Niš nach Skopje wurde schon im 19. Jahrhundert von den Osmanen erbaut.
Medien
Für die ethnischen Albaner Serbiens spielt die Stadt eine wichtige Rolle in der Nachrichtenübermittlung. Hier befinden sich die Hauptsitze der Zeitung Presheva Jonë (Unser Preševo), des Radio Televizioni i Preshevës, von Aldi TV und von Radio Presheva.<ref>Homepage von Presheva Jonë. Abgerufen am 17. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Politik
Seit 2012 sind die Albaner Serbiens mit einem Sitz in der serbischen Nationalversammlung vertreten. Die Koalition der Albaner des Preševo-Tals ist eine Wahlgruppierung, der mehrere Parteien angehören.
Gesundheitswesen
In Preševo existieren einige Arztpraxen. Das nächstgelegene Krankenhaus befindet sich in Vranje.
Obwohl bereits für Ende März 2014 angekündigt,<ref>Materniteti i Preshevës. In: Top Channel. 31. Januar 2014, abgerufen am 1. Februar 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> eröffnete eine wieder errichtete Geburtsklinik erst im Sommer 2015. Knappe 26 Jahre lang mussten die Frauen aus der Stadt und Umgebung im etwa 50 Kilometer entfernten Vranje entbinden.<ref>Hapja e maternitetit në Preshevë në fund të muajit. In: kt.gov.rs. Trupi Koordinues për komunat Bujanoc, Preshevë dhe Medvegjë, 23. April 2015, abgerufen am 27. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Pas 26 vjetësh, lind fëmija i parë në maternitetin e Preshevës. In: gazetaexpress.com. Gazeta Express, 28. Juli 2015, abgerufen am 27. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für das Projekt stifteten die Regierungen Albaniens und Kosovos 2014 gemeinsam 100.000 Euro an die Gemeinde Preševo, um die albanische Minderheit in Südserbien gezielt zu unterstützen.<ref>Ilir Vata: Qeveria e Kosovës, 50 mijë euro për maternitetin e Preshevës. In: ata.gov.al. Agjencia Telegrafike Shqiptare, 14. März 2014, abgerufen am 27. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Persönlichkeiten
- Rexhep Ismajli (* 1947), Linguist, geboren in Preševo
- Riza Halimi (* 1947), Politiker, geboren in Preševo
- Arta Selimi (* 1984), Schauspielerin, geboren in Preševo
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
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