Natriumstannat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| 2 Natriumion Stannation | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Natriumstannat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel |
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| Kurzbeschreibung |
weißer geruchloser Feststoff<ref name="alfa" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 212,67 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
140 °C (Zers.)<ref name="alfa" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Natriumstannat ist ein Natrium-Salz der Zinnsäure. Es tritt in verschiedenen Spezies auf.
Gewinnung und Darstellung
Natriumstannat gewinnt man durch Auflösung von Zinn(IV)-oxid in überschüssiger, konzentrierter und etwa 100 °C heißer Natronlauge, wobei das Trihydrat entsteht.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1771.</ref> Durch direktes Schmelzen von Zinn(IV)-oxid und Natriumhydroxid entsteht das Anhydrat.<ref name="Erwin Riedel, Christoph Janiak">Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. Walter de Gruyter, 2011, ISBN 978-3-11-022566-2, S. 552 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <math>\mathrm{SnO_2 + 2 \ NaOH \longrightarrow Na_2SnO_3 + H_2O}</math>
Auf ähnliche Weise kann Natriumstannat durch Reaktion von Zinn oder Zinn(IV)-sulfid mit heißer Natronlauge gewonnen werden.<ref name="Ananya Ganguly">Ananya Ganguly: Fundamentals of Inorganic Chemistry for Competitive Examinations. ISBN 81-317-7622-0, S. 9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Anil Kumar De">Anil Kumar De: A Text Book of Inorganic Chemistry. New Age International, 2007, ISBN 978-81-224-1384-7, S. 379 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
- <math>\mathrm{Sn + 2 \ NaOH + H_2O \longrightarrow Na_2SnO_3 + 2 \ H_2}</math>
- <math>\mathrm{3 \ SnS_2 + 6 \ NaOH \longrightarrow Na_2SnO_3 + 2 \ Na_2SnS_3 + 3 \ H_2O}</math>
Es bildet sich auch bei der Reaktion von Natriumstannit mit Luftsauerstoff.<ref name="Ananya Ganguly" />
Effektive industrielle Methoden erfolgen zum Beispiel durch Reaktion von Natriumcarbonat und Zinn(IV)-oxid aus Cassiterit bei etwa 850 °C.<ref name="DOI10.1016/j.hydromet.2014.03.008">Yuanbo Zhang, Zijian Su, Bingbing Liu, Zhixiong You, Guang Yang, Guanghui Li, Tao Jiang: Sodium stannate preparation from stannic oxide by a novel soda roasting–leaching process. In: Hydrometallurgy. 146, 2014, S. 82, doi:10.1016/j.hydromet.2014.03.008.</ref>
- <math>\mathrm{Na_2CO_3 + SnO_2 \longrightarrow Na_2SnO_3 + CO_2 }</math>
Eigenschaften
Natriumstannat-Trihydrat ist ein farbloses kristallines Pulver (dünne, sechsseitige Plättchen), das in Wasser sehr leicht löslich ist, wobei die Löslichkeit mit steigender Temperatur stark abnimmt. Es enthält stets geringe Mengen von Natriumhydroxid adsorbiert und ist sehr empfindlich gegen Kohlendioxid. Es besitzt eine rhomboedrische Kristallstruktur mit der Raumgruppe R3 (Raumgruppen-Nr. 148) (a = 5,84 Å, a = 61,2°) mit einer Überstruktur des Cadmium(II)-iodid-Typs.<ref name="brauer" /> Das Trihydrat kann nicht in das Anhydrat überführt werden<ref name="Bernard Moody">Bernard Moody: Comparative Inorganic Chemistry. Elsevier, 2013, ISBN 978-1-4832-8008-0, S. 332 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und zersetzt sich bei 140 °C.<ref name="William M. Haynes">William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 94th Edition. CRC Press, 2013, ISBN 978-1-4665-7115-0, S. 91 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Verwendung
Natriumstannat wird verwendet:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EChinaChem ( vom 28. September 2007 im Internet Archive)</ref>
- als Gelbildner
- zur Herstellung von reinem Zinn, anderen Stannaten und Zinnverbindungen
- als Bestandteil von Elektrolyten zur Verzinnung
- als Beschichtungsmaterial (Papier)
Das hauptsächlich verwendete Hexahydroxo-Salz Na2[Sn(OH)6]<ref name="buch">Hans P. Latscha,Helmut A. Klein: Anorganische Chemie: Chemie-Basiswissen I. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-69863-0 (Seite 327 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> wird auch als Natriumhexahydrostannat, Natriumhexahydroxostannat, Präpariersalz oder Grundiersalz bezeichnet.<ref>wissen.de: Präpariersalz, abgerufen am 6. August 2021.</ref><ref></ref> Es kann aber auch als das Trihydrat des einfachen Natriumstannates aufgefasst werden: Na2SnO3·3 H2O.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Natriumverbindung
- Zinnverbindung
- Oxosäuresalz