Plättchenaktivierender Faktor
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Struktur von PAF (1-O-alkyl-2-azetyl-sn-glyzero-3-phosphocholin) | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Plättchenaktivierender Faktor | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C26H54NO7P | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 523,68 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="Sigma" /> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Plättchenaktivierender Faktor ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), abgekürzt PAF, ist der Trivialname für das Phospholipid mit der chemischen Bezeichnung 1-O-alkyl-2-acetyl-sn-glycero-3-phosphocholin. Den Trivialnamen erhielt diese Substanz, weil sie die Fähigkeit besitzt eine Thrombozytenaggregation auszulösen.<ref name="BUECHER">Karen Bücher: Nachweis des Platelet-activating factor (PAF) in der bovinen Plazenta anhand der Expression des PAF-Rezeptors und der zugehörigen PAF-Acetylhydrolasen. Justus-Liebig-Universität, Giessen 2005, S. 13 ff., urn:nbn:de:hebis:26-opus-24919 (Dissertation).</ref> Er wurde vom französischen Immunitätsforscher Jacques Benveniste 1970 entdeckt und ist das erste in der Literatur beschriebene Phospholipid mit Mediatoreigenschaften.<ref name="HUNGER">Thomas Hunger: Die Wirkung von plättchenaktivierendem Faktor (PAF) auf intrazelluläre Kalziumkonzentration und Kontraktilität isolierter adulter Kardiomyozyten der Ratte. Humboldt-Universität, Berlin 2001, S. 4 ff., urn:nbn:de:kobv:11-10013765 (Dissertation).</ref> Eine große Rolle spielt es im Zusammenwirken mit Blutbestandteilen und im Gefäßsystem.<ref name="BUECHER" /> Plättchenaktivierender Faktor wird durch PAF-Acetylhydrolase inaktiviert.
Synthese
Dieses Phospholipid-Analogon wird von verschiedenen Zellen (Endothelzellen, Fibroblasten, Leukozyten, Makrophagen, Thrombozyten) gebildet.<ref name="BUECHER" /> Grundsätzlich sind zwei enzymatische Synthesewege bekannt:
- PAF-De-Novo-Synthese: Bei dieser Synthese wird durch das Enzym Phosphocholintransferase eine Phosphocholingruppe auf die dritte Position eines Alkyl-Acetyl-Glycerins von Membranlipiden übertragen.<ref name="BUECHER" />
- PAF-Remodeling-Synthese: Hier kommt es über das Zwischenprodukt Lyso-PAF (2-Lysophospholipide) zur PAF-Synthese. Eine aktivierte Phospholipase der Gruppe A2 bewirkt zunächst, dass Phospholipide aus der Zellmembran hydrolysiert werden. Das entstehende Zwischenprodukt (Lyso-PAF) ist anschließend Substrat für eine Acetyltransferase, die eine Acetylgruppe an die freie zweite Position des Glycerins transferiert.<ref name="BUECHER" /> Das Zwischenprodukt Lyso-PAF kann auch aus PAF durch die PAF-Acetylhydrolase gebildet werden.<ref name="HUNGER" />
Medizinische Bedeutung
Bei Patienten mit Anaphylaxie ist plättchenaktivierender Faktor erhöht und korreliert mit der Schwere der Reaktion, PAF-Acetylhydrolase ist dagegen vermindert, insbesondere bei tödlich verlaufender Erdnussallergie. Diese Befunde werden dahingehend interpretiert, dass eine verminderte Inaktivierung von plättchenaktivierender Faktor durch PAF-Acetylhydrolase zum Schweregrad einer anaphylaktischen Reaktion beiträgt.<ref></ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
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