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Weiden-Klebsame

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(Weitergeleitet von Pittosporum phillyreoides)

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Weiden-Klebsame
Datei:Pittosporum phillyreoides 1.jpg

Weiden-Klebsame (Pittosporum phillyreoides)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Klebsamengewächse (Pittosporaceae)
Gattung: Klebsamen (Pittosporum)
Art: Weiden-Klebsame
Wissenschaftlicher Name
Pittosporum phillyreoides
DC.

Der Weiden-Klebsame (Pittosporum phillyreoides)<ref name="GRIN" />, auch Weinende Steinlinde genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klebsamen (Pittosporum) innerhalb der Familie der Klebsamengewächse (Pittosporaceae).<ref name="Cayzer2000" /><ref name="Cayzer2020" /> Sie kommt nur im australischen Bundesstaat Western Australia vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Cayzer2000" /><ref name="Cayzer2020" />

Beschreibung

Datei:Pittosporum Pittosporum phillyreoides taxobox.jpg
Blütenstand
Datei:Pittosporum phillyreoides 4.jpg
Zweig mit Laubblättern und Früchten

Vegetative Merkmale

Pittosporum phillyreoides wächst als immergrüner, kleiner Baum und erreicht Wuchshöhen von 4,5 bis zu 10 Metern.<ref name="Cayzer2000" /><ref name="Cayzer2020" /> Es wird eine runde Baumkrone gebildet. Die Rinde junger Zweige ist dicht anliegend mit grauen T-förmigen Trichomen behaart und sie verkahlt später. Bei den etwas kantigen Stämmen blättert die Borke ab.<ref name="Cayzer2000" /><ref name="Cayzer2020" />

Es liegt Heterophyllie vor. Bei den Laubblättern an mittelalten Exemplaren ist die Blattspreite bei einer Länge von 24 bis 25 Millimetern sowie einer Breite von 6 bis 10 Millimetern schmal-elliptisch mit stumpfem bis spitzem und stachelspitzigem oberen Ende<ref name="Cayzer2020" /> und ihr ganzer Blattrand ist relativ dick sowie flach.<ref name="Cayzer2000" /> Ihre Blattunterseite ist dicht silbrig-grau behaart<ref name="Cayzer2020" /> und die Oberseite ist kahl.<ref name="Cayzer2000" /> Ihr Blattstiel ist etwa 7 Millimeter lang,<ref name="Cayzer2000" /> Bei den ganzrandigen Laubblättern an alten Exemplaren ist die Blattspreite bei einer Länge von 36 bis 40 Millimetern sowie einer Breite von 15 bis 17 Millimetern elliptisch mit stumpfem bis spitzem und stachelspitzigem oberen Ende. Ihre Blattunterseite ist dicht silbrig behaart und manchmal verkahlend. Ihr Blattstiel ist 4 bis 6 Millimeter lang.<ref name="Cayzer2000" /><ref name="Cayzer2020" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt in Australien im Juli und September. Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit end- oder achselständig auf kantigen Blütenstandsschäften. Diese sind behaart und etwa 5–10 Millimeter lang, wenn sie endständig sind sie kürzer. An ihnen befinden sich zwei Reihen sich überlappender, abfallender Tragblätter und ein einzelnes 4 Millimeter langes Deckblatt.<ref name="Cayzer2020" />

Pittosporum phillyreoides ist funktional zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="Cayzer2020" /> Die funktional eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="Cayzer2020" /> Die fünf freien, bewimperten Kelchblätter sind mit einer Länge von 1 bis 2 Millimetern relativ klein, schmal-dreieckig und zurückgelegt.<ref name="Cayzer2020" /> Die fünf 6 bis 8 Millimeter langen, gelben, glockenförmig zusammenstehenden und schwach bewimperten Kronblätter überlappen sich unterseits knapp und sind oberseits ausladend.<ref name="Cayzer2000" /> Bei den männlichen Blüten ist ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die kahlen, dicken Staubfäden sind viel länger als die gelben Staubbeutel. Der Griffel der männlichen Blüten ist relativ schlank und etwa so lang wie der Pistillode.<ref name="Cayzer2020" /> Der dicke, oberständige und behaarte Fruchtknoten der weiblichen Blüten enthält wenige Samenanlagen in parietaler Plazentation. Der relativ kurze, haltbare Griffel endet in einer kopfigen Narbe. Die weiblichen Blüten besitzen kurze Staminodien.<ref name="Cayzer2020" /> Es sind Nektarien vorhanden.

Die Frucht ist bei einer Länge von etwa 13 Millimetern sowie einem Durchmesser von etwa 8 Millimetern ellipsoid mit mehr oder weniger gestutzter Basis. Die einkammerige, verdickte Frucht öffnet sich bei Reife und besitzt zwei oder drei braun-orangefarbene Fruchtklappen, die zur Basis hin mit T-förmigen Trichomen behaart sind. An der Spitze der Frucht ist der haltbare Griffel erkennbar. Je Fruchtblatt sind ein bis drei Samen vorhanden.<ref name="Cayzer2020" /> Die rot-braunen, klebrigen Samen sind bei einer Länge von bis zu 4 Millimetern eher kugelig als nierenförmig.<ref name="Cayzer2020" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="Cayzer2020" />

Vorkommen

Pittosporum phillyreoides gedeiht an isolierten Fundorten auf Inseln und auf der Kalkstein-Küstenebene nur im australischen Bundesstaat Western Australia nur südlich vom Dampier-Archipel bis Kalbarri.<ref name="Cayzer2000" /> Nach Cayzer et al. 2000 gehören die anderen Vorkommen, die auf manchen Herbarbelegen und in mancher Literatur angegeben wurden, zu anderen Arten.<ref name="Cayzer2000" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Pittosporum phillyreoides erfolgte 1824 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Augustin-Pyrame de Candolle (Hrsg.): Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis, 1, S. 347, dort „phylliraeoides“ geschrieben.<ref name="GRIN" /> Das Artepitheton phillyreoides bedeutet Phillyrea-ähnlich.<ref name="Cayzer2020" /> Synonyme für Pittosporum phillyreoides <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. sind: Pittosporum phylliraeoides var. phylliraeoides <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. orth. var., Pittosporum phillyreoides <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. var. phillyreoides, Pittosporum phillyraeoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth. orth. var., Pittosporum oleaefolium <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Cunn. ex Putt. orth. var., Pittosporum oleifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Cunn. ex Putt., Pittosporum phillyroides <templatestyles src="Person/styles.css" />F.Muell. orth. var., Pittosporum phylliraeoides <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. orth. var.<ref name="Cayzer2020" /><ref name="APNI" /> Eine Weile wurde Pittosporum angustifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Lodd. als Synonym von Pittosporum phillyreoides <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. bewertet, dies ist aber eine eigene Art.<ref name="APNI" /><ref name="Cayzer2000" />

Nutzung

Die Samen von Pittosporum phillyreoides werden getrocknet und zu Mehl verarbeitet, das sehr bitter ist. Pittosporum phillyreoides liefert ein gutes Harz, das an verletzten Zweigen gewonnen wird. Die medizinischen Wirkungen wurden untersucht.<ref name="PFAF" />

Inhaltsstoffe

Pittosporum phillyreoides enthält Saponine.<ref name="PFAF" />

Literatur

  • Lindy W. Cayzer, Michael D. Crisp, Ian R. H. Telford: Revision of Pittosporum (Pittosporaceae) in Australia. In: Australian Systematic Botany. Volume 13, Issue 6, 2000, S. 845–902, online auf researchgate.net, Pittosporum phillyreoides auf S. 878 f, doi:10.1071/SB99021.
  • Lindy W. Cayzer 2020: Pittosporum phillyreoides. In: Phillip G. Kodela (Hrsg.): Flora of Australia. Australian Biological Resources Study, Department of Agriculture, Water and the Environment: Canberra. Datenblatt in Flora of Australia.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="PFAF"> Pittosporum phillyreoides bei Plants For A Future. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="APNI"> Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. </ref> <ref name="Cayzer2000"> Lindy W. Cayzer, Michael D. Crisp, Ian R. H. Telford: Revision of Pittosporum (Pittosporaceae) in Australia. In: Australian Systematic Botany, Volume 13, Issue 6, 2000, S. 845–902, online auf researchgate.net, Pittosporum phillyreoides auf S. 878 f, doi:10.1071/SB99021. </ref> <ref name="Cayzer2020"> Lindy W. Cayzer 2020: Pittosporum phillyreoides. In: Phillip G. Kodela (Hrsg.): Flora of Australia. Australian Biological Resources Study, Department of Agriculture, Water and the Environment: Canberra. Datenblatt in Flora of Australia. </ref> </references>