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Pippin der Ältere

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(Weitergeleitet von Pippin von Landen)
Datei:Liège, Palais Provincial02, statues de Pepin de Landen et Saint Remacle.JPG
Pippin und sein Zeitgenosse Remaclus, Palais Provincial, Lüttich

Pippin der Ältere oder Pippin von Landen (* um 580; † 640) war ab 624/25 fränkischer Hausmeier in Austrien unter drei Merowinger-Königen. Er ist der Stammvater der Pippiniden und wurde durch seine Tochter Begga zum Vorfahren des späteren Herrschergeschlechts der Karolinger.

Leben

Vorlage:Hinweisbaustein Über Pippins Vorfahren ist so gut wie nichts bekannt. Gelegentlich wird Karlmann (von Landen-Austrasien) als Vater genannt.

Sein Weg zur Macht begann im Jahr 613, als er zusammen mit Bischof Arnulf von Metz und anderen austrasischen Adligen in einen inneren Machtkampf der Merowinger eingriff, indem er den neustrischen König Chlothar II. gegen die in Austrasien und Burgund herrschende Witwe Königs Sigiberts I., Brunichild, zu Hilfe rief. Nach ihrem Sturz herrschte Chlothar im ganzen Frankenreich, musste aber im Edictum Chlotharii die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen.

Ein weiteres Zugeständnis war im Jahr 623 die Ernennung von Chlothars 15-jährigem Sohn Dagobert I. zum Unterkönig in Austrasien. Dadurch erhielt das Teilreich, das von Pippin und Arnulf mit ihren Klienten dominiert wurde, eine gewisse Eigenständigkeit innerhalb des Merowingerreiches. Pippin erhielt gleichzeitig eine wichtige Beraterposition und übernahm spätestens 624/25 auch formal den Titel eines Hausmeiers, des wichtigsten Amtsträgers im Königreich.

Da Chlothar II. jedoch 629 starb und sein Sohn Dagobert I. nach Neustrien zog, um die Herrschaft im Gesamtreich zu übernehmen, konnte Pippin diese einflussreiche Position nicht auf Dauer behaupten, obwohl er den Titel eines austrasischen Hausmeiers behielt. Das Bündnis mit Arnulf stärkte Pippin, indem er um 635 seine Tochter Begga mit Arnulfs Sohn Ansegisel verheiratete.

Erst als auch Dagobert I. im Januar 639 starb, ohne Söhne im regierungsfähigen Alter zu hinterlassen, konnte Pippin mit Unterstützung des austrasischen Adels seine Führungsansprüche wieder geltend machen.

Pippin der Ältere starb allerdings selbst im Jahr 640. Sein Grabhügel befindet sich im Ortsteil Sinte-Gittersplein von Landen.

Im darauffolgenden Kampf um das Hausmeieramt setzte sich sein Sohn Grimoald der Ältere durch.

Pippin war mit Itta oder Iduberga von Nivelles/Nijvel verheiratet (* 592; † 8. Mai 652). Das Paar hatte vier Kinder:

Literatur

  • Rudolf Schieffer: Die Karolinger. 3. Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-016480-5, S. 14–18
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  • Margarete Weidemann: Adelsfamilien im Chlotharreich. In: Francia 15 (1987), 1988, S. 829–851
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