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Petrus de Crescentiis

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(Weitergeleitet von Pietro de Crescentzi)
Datei:Crescenzi calendar.jpg
Jahreszeitenkalender nach einer Handschrift von de Crescentiis im Museum Condé, Chantilly

Petrus de Crescentiis (italienisch Pietro de Cresanzi<ref>Margarete Zimmermann: Sages et prudentes mainagieres in Christine de Pizans »Livre des Trois Vertus« (1405). In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Mit einem Register von Ralf Nelles. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 193–206, hier: S. 200.</ref> oder Pier de’ Crescenzi; * 1230/1233; † 1320/1321 in Bologna) war ein italienischer Naturwissenschaftler und Jurist sowie Verfasser von Schriften zur Landwirtschaft und zur Botanik.

Leben und Wirken

Petrus de Crescentiis entstammte einer angesehenen Familie in Bologna. Er studierte Logik, Naturwissenschaften, Medizin und Recht an der Universität Bologna. Nach seinem Studium war er für mehrere Städte in Norditalien als Jurist tätig. Er zog sich 1299 auf sein Landgut zurück, um sich literarischen Studien zur Landwirtschaft und Botanik zu widmen. Sein Hauptwerk Ruralia commoda (französisch Livre des Prouffits Ruraux<ref>Margarete Zimmermann: Sages et prudentes mainagieres in Christine de Pizans »Livre des Trois Vertus« (1405). 1991, S. 200.</ref>) verfasste er bis etwa 1305. Das Werk behandelt hauptsächlich Landwirtschaft und Pflanzenkunde. Es war das erste nachrömische Werk über Agrikultur und wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erstmals ins Deutsche übersetzt, erschien 1471 erstmals in Augsburg. Ab 1493 erschien es in einer jüngeren Übersetzung, der bis 1531 vier Nachdrucke folgten. Es ist der einzige bekannte, deutschsprachige Traktat des Mittelalters, der die Verwendung der Saufeder erklärt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographische Daten Petrus de Crescentiis (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Mai 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hcs.osu.edu auf hcs.osu.edu (eingesehen am 29. November 2009)</ref>

Ehrentaxon

Carl von Linné benannte ihm zu Ehren die Gattung Crescentia der Pflanzenfamilie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae).<ref>Carl von Linné: Critica Botanica. Leiden 1737, S. 92; Carl von Linné: Genera Plantarum. Leiden 1742, S. 297.</ref>

Textausgaben und Übersetzungen

Siehe auch

Literatur

  • Bruno Andreolli: Petrus de Crescentiis. In: Lexikon des Mittelalters, Band 6, Artemis, München/Zürich 1993, ISBN 3-7608-8906-9, Sp. 1969–1970.
  • Doris Teichmann: Eine tschechisch-deutsche Rezepthandschrift vom Beginn des 17. Jahrhunderts. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 16, 1997, S. 233–260; hier nur S. 233 und 236.
  • Heinrich Grimm: Neue Beiträge zur „Fisch-Literatur“ des XV. bis XVII. Jahrhunderts und über deren Drucker und Buchführer. In: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel – Frankfurter Ausgabe. Nr. 89, 5. November 1968 (= Archiv für Geschichte des Buchwesens. Band 62), S. 2871–2887, hier: S. 2883.

Weblinks

Commons: Petrus de Crescentiis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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