Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Steinnusspalmen – Wikipedia Zum Inhalt springen

Steinnusspalmen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Phytelephas)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Steinnusspalmen
Datei:Phytelephas tenuicaulis (19601921838).jpg

Phytelephas tenuicaulis

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Palmenartige (Arecales)
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Unterfamilie: Ceroxyloideae
Gattung: Steinnusspalmen
Wissenschaftlicher Name
Phytelephas
Ruiz & Pav.

Die Steinnusspalmen oder Elfenbeinpalmen (Phytelephas) sind eine Gattung in der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Das Endosperm ihrer Samen wird als vegetabiles Elfenbein genutzt.

Datei:Tagua fruit.jpg
Fruchtstand von Phytelephas macrocarpa

Merkmale

Die Steinnusspalmen sind mittelgroße bis große, diözische Palmen. Der einzige Stamm ist aufrecht. Häufig bleiben am Stamm die Blattbasen erhalten, ebenso hängt meist ein oder mehr tote Blätter am Stamm. Die Blätter sind gefiedert, dabei regelmäßig geteilt. Die Blattscheide ist offen und besitzt braune Fasern am Rand. Der Blattstiel ist im Querschnitt konkav. Die Blattfiedern setzen regelmäßig oder in Gruppen an. Die Nerven treten leicht hervor. Die Spitze der Blattfiedern ist symmetrisch und verschmälert sich gleichmäßig.<ref name="palmbase"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Phytelephas (Memento vom 10. Oktober 2007 im Internet Archive) auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Palms of Ecuador (Memento vom 29. September 2011 im Internet Archive)</ref>

Der Blütenstand besitzt mehrere hängende Hochblätter. Die männlichen Blütenstände sind zylindrisch, gelb und tragen dicht stehende Blüten. Diese besitzen eine unauffällige Blütenhülle und zahlreiche Staubblätter. Die weiblichen Blütenstände sind kompakt und tragen weniger als 25 Blüten. Jede Blüte besitzt drei oder mehr dreieckige Kelchblätter, vier bis zehn Kronblätter und einen Fruchtknoten aus vier bis zehn verwachsenen Fruchtblättern.<ref name="palmbase" />

Die Fruchtstände sind kugelig. Die Früchte sind groß und mit korkigen, dornenartigen Auswüchsen besetzt. Die Blätter der Keimlinge sind fiederteilig.<ref name="palmbase" />

Die Chromosomenzahl ist 2n = 36.<ref name="GP2" />

Verbreitung und Standort

Die Vertreter der Gattung sind in Süd- und Zentralamerika verbreitet. Sie bevorzugen feuchte schattige Standorte.

Nutzung

Die Früchte besitzen ein Endosperm, das nach Trocknung etwa so hart wie Knochen wird. Dies wird als Elfenbein ersetzender Rohstoff, zum Beispiel für Schnitzwerk, verwendet (siehe Steinnuss).

Datei:TaguaPalm.JPG
Phytelephas macrocarpa

Systematik und Taxonomie

Die Gattung Phytelephas <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. wird innerhalb der Familie Arecaceae in die Unterfamilie Ceroxyloideae, Tribus Phytelepheae gestellt. Die Gattung ist monophyletisch. Ihre Schwestergruppe ist die Gruppe aus Ammandra und Aphandra.<ref name="GP2">John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 351ff.</ref>

In der World Checklist of Selected Plant Families der Royal Botanic Gardens, Kew, werden folgende Arten anerkannt:<ref name="WCSP" />

  • Phytelephas aequatorialis <templatestyles src="Person/styles.css" />Spruce: Die Heimat ist das westliche Ecuador.<ref name="WCSP" />
  • Phytelephas macrocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />Ruiz & Pav. (Syn.: Phytelephas schottii <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Wendl., Phytelephas seemannii <templatestyles src="Person/styles.css" />O.F.Cook): Sie kommt von Panama bis Bolivien und zum nordwestlichen Brasilien vor.<ref name="WCSP" />
  • Phytelephas tenuicaulis <templatestyles src="Person/styles.css" />(Barfod) H.J.Hend.: Die Heimat ist das südliche Kolumbien, Ecuador und das nördliche Peru.<ref name="WCSP" />
  • Phytelephas tumacana <templatestyles src="Person/styles.css" />O.F.Cook: Die Heimat ist die Provinz Nariño im südwestlichen Kolumbien.<ref name="WCSP" />

Die Gattung Phytelephas wurde von den beiden spanischen Botanikern Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez aufgestellt; ihre Beschreibung wurde 1798 in ihrem gemeinsamen Werk Systema vegetabilium florae peruvianae chilensis Seite 299 veröffentlicht.<ref>Syst. Veg. Fl. Peruv. Chil.: 299 (1798).</ref> Synonyme für die Gattung sind Elephantusia <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Palandra <templatestyles src="Person/styles.css" />O.F.Cook und Yarina <templatestyles src="Person/styles.css" />O.F.Cook.

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks

Commons: Phytelephas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien