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Philipp Nauß

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Hinweisbaustein Philipp Albert Franz Alois „Wippi“ Nauß (* 3. Dezember 1881 in Wien; † 15. Juli 1958 in Graz) war ein österreichischer Fußball-Nationalspieler, sowie Oberst und Stadtkommandant von Graz.

Karriere

Philipp Nauß wurde am 3. Dezember 1881 als Sohn von Rudolf Alois Nauß, Doktor der Medizin und Chirurgie sowie Magister der Geburtshilfe und Operateur, und dessen Ehefrau Sabina Maria Angelika (geborene Dessauer) in Wien geboren und am 26. Dezember 1881 auf den Namen Philipp Albert Franz Alois getauft.<ref name="Taufbuch, Philipp">Taufbuch Wien-04., St. Karl Borromaeus, tom. 23, fol. 66 (Faksimile), abgerufen am 19. April 2026</ref> Die Familie lebte zu dieser Zeit in einem wenige Jahre zuvor nach Plänen von Franz Schlierholz errichteten Zinspalais an der Adresse Schwindgasse 13 im vierten Wiener Gemeindebezirk.<ref name="Taufbuch, Philipp"/><ref>Franz Schlierholz. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007., abgerufen am 19. April 2026</ref> Sein Vater war Facharzt am k.k. allgemeinen Krankenhaus sowie Mitglied des Doctoren-Collegiums der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und Direktor einer Privatheilanstalt.<ref name="Taufbuch, Philipp"/> Seine Mutter war eine aus Aschaffenburg in Bayern stammende Fabrikbesitzerstochter.<ref name="Taufbuch, Philipp"/>

Noch vor Antritt seines Kriegsdienstes im Ersten Weltkrieg heiratete er im Jahr 1912 in Werschetz (heute Vršac in der Vojvodina in Serbien) eine Stefanie Spatarin.<ref name="Taufbuch, Philipp"/>

Er war Tormann in der Frühzeit des österreichischen Fußballs beim damaligen führenden Verein WAC. Bis 1906 stand er für die Praterleute im Tor und konnte in dieser Zeit dreimal die ÖFU-Meisterschaft sowie auch dreimal den Challenge-Cup gewinnen. Philipp Nauß war auch Teil der österreichischen Mannschaft im Ur-Länderspiel 1901 gegen die Schweiz<ref>Fußball. Die Wettspiele der Osterfeiertage. Die Resultate. In: Deutsches Volksblatt / Deutsches Volksblatt. Radikales Mittelstandsorgan / Telegraf. Radikales Mittelstandsorgan / Deutsches Volksblatt. Tageszeitung für christliche deutsche Politik, 10. April 1901, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dvb</ref> sowie beim ersten offiziellen Länderspiel 1902 gegen Ungarn. In beiden Fällen blieb er ohne Gegentreffer. Weiters war Nauß auch Tormann der Wasserballmannschaft des WAC, mit der er zehn Meistertitel holte.

Der Tormann wurde allerdings nach Innsbruck versetzt, nachdem seine sportliche Tätigkeit als Leutnant in Wien von der k.u.k. Armee missbilligt wurde. Als begeisterter Fußballer schloss er sich auch in Innsbruck als Mitglied dem Fußball Innsbruck an. Die sportliche Betätigung von Phillip Nauß auch in Innsbruck führte dazu, dass er in die Herzegowina versetzt wurde. Später kehrte er jedoch wieder nach Innsbruck zurück und widmete sich dem neuen Handballsport; zeitweise war er auch Präsident der Innsbrucker Handballverbandes.

Am 15. Juli 1958 starb Nauß 76-jährig in Graz.<ref name="Taufbuch, Philipp"/>

Erfolge

Einzelnachweise

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