Zum Inhalt springen

Pfeilerbau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Pfeilerbau ist ein Abbauverfahren, das zum Abbau von plattenförmigen Lagerstätten angewendet wird.<ref name="Quelle 6" /> Der Pfeilerbau ist vom Prinzip her eine Weiterentwicklung des Örterbaus.<ref name="Quelle 28" /> Das Verfahren ist besonders geeignet zum Abbau von mächtigen Steinkohlenflözen mit nur wenig Bergemitteln für den Bergeversatz.<ref name="Quelle 8" /> Hier ist der Pfeilerbau eine Alternative zum Strebbau.<ref name= "Quelle 13" /> Bis in die 1880er Jahre war er das vorherrschende Abbauverfahren im Ruhrbergbau.<ref name="Quelle 24" /> Der Pfeilerbau wird als Abbauverfahren auch zum Abbau von Eisensteinflözen<ref name="Quelle 11" /> und zum Abbau von Braunkohlenflözen verwendet.<ref name="Quelle 14" /> Des Weiteren ist es geeignet für den Abbau von Steinsalzlagerstätten.<ref name="Quelle 6" /> Das Abbauverfahren, das in der Regel streichend oder schwebend geführt wird, wurde im Steinkohlenbergbau bei der hydromechanischen Gewinnung angewendet.<ref name="Quelle 1" />

Grundlagen

Der Pfeilerbau wird in zwei voneinander getrennten Abschnitten durchgeführt, der Auffahrung der Strecken und dem Rückbau der Pfeiler.<ref name="Quelle 6" /> Zunächst werden vom Schacht ausgehend Grundstrecken bis an die Feldgrenzen aufgefahren. Diese Strecken werden in der Regel als Parallelstrecken aufgefahren.<ref name="Quelle 5" /> Die beim Pfeilerbau entstehenden großen Grubenbaue haben einen signifikanten Einfluß auf die Erhöhung der Wettertemperatur.<ref name="Quelle 20" /> Die Wetterführung ist beim Pfeilerbau nicht einfach und bedarf oft weiterer bergbaulicher Maßnahmen.<ref name= "Quelle 26" /> Zur Bewetterung der Abbauörter werden die Strecken mittels Wetterdurchhieben verbunden. Diese Wetterdurchhiebe dienen aber auch gleichzeitig zur Kontrolle der Pfeilerstärke. Bei steilem Einfallen werden anstelle der Wetterdurchhiebe auch weite Wetterbohrlöcher erstellt.<ref name="Quelle 9" /> Anschließend werden die Flözstreifen, die sich zwischen zwei Grundstrecken befinden, durch schwebende Betriebe in Abbaufelder aufgeteilt. Diese Abbaufelder werden durch Abbaustrecken in etwa zehn bis zwanzig Meter breite Pfeiler zerteilt.<ref name="Quelle 5" /> Die Pfeiler werden dann im Rückbau abgebaut.<ref name="Quelle 44" /> Dabei werden die oberen Pfeiler zuerst abgebaut.<ref name="Quelle 7" /> Die Pfeiler können entweder einzeln oder paarweise abgebaut werden.<ref name="Quelle 10" /> Anders als beim Örterbau, werden beim Pfeilerbau die Pfeiler nicht stehen gelassen.<ref name="Quelle 6" /> Je nach Lage der Abbaustrecken zur Flözebene unterscheidet der Bergmann drei Arten des Pfeilerbaus.<ref name="Quelle 21" /> Der Bergmann unterscheidet zwischen den Arten Streichender Pfeilerbau, Schwebender Pfeilerbau und Diagonaler Pfeilerbau.<ref name="Quelle 7" /> Die streichende Länge der Abbaufelder beträgt zwischen 100 und 300 Meter. Diese Länge hängt insbesondere davon ab, welche Schwierigkeiten es verursacht, die Förderstrecken offen zu halten.<ref name="Quelle 2" /> Auf einigen Kalibergwerken haben die Pfeiler sogar eine streichende Länge von 600 Metern.<ref name="Quelle 28" /> Die flache Höhe der einzelnen Abbaufelder ist durch die Sohlenbildung vorgegeben.<ref name="Quelle 2" /> Nachteilig beim Pfeilerbau sind die hohen Abbauverluste von bis zu 50 Prozent.<ref name="Quelle 16" />

Streichender Pfeilerbau

Der streichende Pfeilerbau ist das am meisten angewendete Abbauverfahren mit Pfeilern, da sich dieses bei jedem Fallwinkel unter 50 Gon anwenden lässt.<ref name="Quelle 19" /> Bedingt dadurch kann man mit diesem Verfahren auch verhältnismäßig gut allmähliche Veränderungen des Fallwinkels beherrschen.<ref name="Quelle 17" /> Deshalb lässt sich dieses Verfahren auch im Bereich von Mulden und Sätteln anwenden.<ref name="Quelle 9" /> In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden über 50 Prozent der Förderung im Ruhrrevier im streichenden Pfeilerbau gewonnen.<ref name="Quelle 2" /> Zunächst wird das Abbaufeld durch mehrere parallel laufende Abbaustrecken in Pfeiler geteilt.<ref name="Quelle 9" /> Bei größerer Mächtigkeit werden die Pfeiler sieben bis acht Meter breit, bei geringerer Mächtigkeit werden Pfeilerbreiten von bis zu 20 Metern gewählt.<ref name="Quelle 5" /> Dabei hängt die Breite der Pfeiler aber in erster Linie von der Festigkeit des abzubauenden Minerals ab.<ref name="Quelle 34" /> Die Breite der Strecken wird dabei so groß gewählt, wie es die Festigkeit des Hangenden erlaubt.<ref name="Quelle 9" /> In der Regel liegt die Breite der Strecken zwischen zwei und zweieinhalb Metern.<ref name="Quelle 5" /> Jeweils eine dieser schwebenden Strecken wird als Bremsberg ausgebaut, auf dem die Förderung von den Abbaustrecken bis in die Grundstrecke stattfindet.<ref name="Quelle 19" /> Aus dem Bremsberg heraus werden streichende Pfeilerstrecken in einem Abstand von zwölf bis zwanzig Meter aufgefahren.<ref name="Quelle 5" /> Der Abbau der Pfeiler findet nun in schwebenden oder streichenden Streifen oder sogar auf der gesamten Pfeilerbreite statt.<ref name="Quelle 19" /> Abgebaut wird entgegengesetzt der Auffahrrichtung, man spricht deshalb auch von Pfeilerrückbau.<ref name="Quelle 2" /> Je nach örtlichen Gegebenheiten werden die Pfeiler, dort wo es erforderlich ist, nicht in ganzer Breite verhauen.<ref name="Quelle 45" /> Dort, wo es die Hangendverhältnisse erfordern werden, zum Schutz der Hauer vor Steinfall aus dem Hangenden, in der Nähe des Arbeitsplatzes Sicherungsmaßnahmen mittels Unterzügen getroffen.<ref name="Quelle 2" /> Im Bereich des Alten Manns werden Sicherungsmaßnahmen gegen den Bruch der früheren Pfeiler mittels spezieller Bruchstempel getroffen.<ref name="Quelle 19" /> Mit fortschreitendem Abbau werden diese Bruchstempel geraubt, damit der Alte Mann zu Bruch gehen kann.<ref name="Quelle 2" />

Schwebender und diagonaler Pfeilerbau

Beim schwebenden und beim diagonalen Pfeilerbau werden die Abbaustrecken diagonal bzw. schwebend aufgefahren.<ref name="Quelle 15" /> Die Strecken dürfen jedoch eine Neigung von maximal 4,4 Gon haben.<ref name="Quelle 9" /> Die Pfeiler werden anschließend abfallend zurückgebaut.<ref name="Quelle 7" /> Beide Abbauverfahren können nur in flachfallenden Flözen angewendet werden.<ref name="Quelle 15" /> Das Einfallen darf hierbei bis zu 19,8 Gon betragen.<ref name="Quelle 9" /> Da beide Abbauverfahren wesentlich mehr Angriffspunkte bieten, haben sie bei flacher Lagerung Vorteile gegenüber dem streichenden Pfeilerbau.<ref name="Quelle 9" /> Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Lagerstätte ein schlechtes Hangendes besitzt.<ref name="Quelle 6" /> Problematisch ist die Verwendung in Flözen mit Schlagwettergefährdung, deshalb werden diese Abbauverfahren hier nicht angewendet.<ref name="Quelle 7" /> Auch bei stärkeren Fallen des Flözes sind diese Abbauverfahren fast ungeeignet.<ref name="Quelle 9" /> Nur in wenigen Ausnahmefällen sind diese Abbauverfahren auch bei größerem Einfallen möglich,<ref name="Quelle 7" /> hier ist dann der Einsatz bei einem Einfallen von bis zu 33 Gon möglich.<ref name="Quelle 6" /> Der diagonale Pfeilerbau wurde bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts nur beschränkt verwendet. Aufgrund der großen Anforderungen an die Lage der Lagerstätte (flache Lagerung) konnten sich beide Verfahren nur wenig durchsetzen und wurden nur in einigen Mergelzechen<ref group="ANM" name="Anm. Cramm." /> im nördlichen Ruhrrevier eingesetzt.<ref name="Quelle 2" />

Dachbehandlung

Beim Pfeilerbau unterscheidet man den Pfeilerbau mit Versatz und den Pfeilerbruchbau.<ref name="Quelle 22" /> Als Versatz kommt entweder der Spülversatz<ref name="Quelle 23" /> oder der Bergeversatz zur Anwendung.<ref name="Quelle 43" /> Beim Pfeilerbau mit Spülversatz wird Sand in die durch den Abbau erzeugten Hohlräume gefüllt.<ref name="Quelle 23" /> Allerdings ist das Spülversatzverfahren mittels Spülsand aufwändig<ref group="ANM" name="Anm. Färbr." /> außerdem auch kostenintensiv.<ref name= "Quelle 27" /> Zudem kann es trotz Spülversatz dazu führen das die Hangendabsenkung nicht bruchfrei verläuft.<ref name="Quelle 29" /> Dies hängt in erster Linie von der Tragfähigkeit des Versatzes ab.<ref name="Quelle 36" /> Der Bergeversatz ist, insbesondere in der Form des Handversatzes, nur für Flöze mit einer maximalen Mächtigkeit von 3,5 Metern geeignet.<ref name="Quelle 12" /> Wenn beim Pfeilerbau das Hangende zu Bruch gebaut wird, nennt man ihn auch Pfeilerbruchbau.<ref name="Quelle 23" /> Eine weitere Bezeichnung ist Pfeilerrückbau.<ref name="Quelle 31" /> Grund für diese Bezeichnung ist, dass der Abbau an der Baugrenze beginnt und von dort zurückgeführt wird.<ref name= "Quelle 30" /> Die Unterstützung des Hangenden erfolgt hierbei, wo es erforderlich ist, entweder durch starke Stempel oder durch Unterzüge.<ref name="Quelle 43" /> Im modernen Kalibergbau werden zur Sicherung des Hangenden Gebirgsanker verwendet.<ref name="Quelle 28" /> Das Verfahren des Pfeilerrückbaus bedarf einer speziellen Streckenführung.<ref name="Quelle 7" /> Bei mächtigen Flözen kommt es beim Pfeilerbruchbau zur Bildung eines sogenannten Druckgewölbes,<ref group="ANM" name="Anm. Brois." /> welches einen Einfluss auf die spätere Bruchbildung hat.<ref name="Quelle 36" /> Beim Pfeilerbruchbau kann sich der Bruch nach über Tage hocharbeiten, sodass es zu einem Tagesbruch mit Schäden an der Rohrleitungsinfrastruktur kommt.<ref name="Quelle 37" />

Pfeilerbau im Steinkohlenbergbau

Der Pfeilerbau ist bei mächtigen Steinkohlenflözen ohne großen Bergeanteil, bei denen das Hangende hereinbrechen soll, anwendbar.<ref name="Quelle 8" /> Mit diesem Verfahren ist der Abbau von Flözen mit einer Mächtigkeit von zehn Metern oder mehr durchführbar.<ref name="Quelle 5" /> Bei Lagerstätten, bei denen das Hangende nicht schnell genug hereinbricht, wird, um den Pfeilerabschnitt nicht offenstehen zu lassen, der jeweils ausgekohlte Abschnitt mittels Versatz gefüllt.<ref name="Quelle 10" /> Damit der verfüllte Abschnitt vom restlichen Abbaubereich abgetrennt wird, setzt man an den entsprechenden Stellen einen Holzverschlag oder einen Damm. Um die anderen Pfeilerstrecken und Bauabschnitte zu schützen, lässt man hier zusätzlich einen Pfeilerteil (Kohlenbein) stehen.<ref name="Quelle 5" /> Diese Pfeiler baute man bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Kostengründen auch später nicht ab.<ref name="Quelle 38" /> Bei dieser Abbaumethode liegen die Abbauverluste bei bis zu 40 Prozent.<ref name="Quelle 5" /> Später ging man dazu über die Pfeiler durch Mauern zu ersetzen, um so die Kohlenpfeiler auch noch zu gewinnen.<ref name="Quelle 38" /> In einigen Bergrevieren Englands liess man die Kohlenpfeiler stehen um die einzelnen Abbaureviere in kleinere Abteilungen<ref group="ANM" name="Anm.Hoffmn." /> aufzuteilen.<ref name="Quelle 42" />

Neben dem Verhalten des Nebengesteins muss auch die Mächtigkeit des Flözes beim Zuschnitt der Pfeiler berücksichtigt werden.<ref name="Quelle 32" /> Je nach Mächtigkeit wird das Flöz entweder auf einmal abgebaut oder bei sehr mächtigen Flözen wird das Flöz strossenweise oder seltener firstenweise abgebaut.<ref name="Quelle 9" /> Beim Abbau der gesamten Mächtigkeit müssen die Hauer auf Fahrten stehen, um auch das Flöz im oberen Bereich abzubauen.<ref name="Quelle 10" /> Dabei kann es geschehen, dass Kohlenbrocken den auf der Fahrte arbeitenden Hauer verletzen. Beim firstenweisen Abbau hat der Bergmann stets Kohle über sich, hierbei kann das Flöz beim Hereingewinnen<ref group="ANM" name="Anm. Veith." /> der oberen Bänke in unkontrollierter Weise nachbrechen. Aus diesem Grund ist der firstenweise Abbau sehr gefährlich und wird nur selten angewendet.<ref name="Quelle 19" /> Besonders gefährlich und unzweckmäßig ist der Pfeilerrückbau bei steiler Lagerung.<ref name="Quelle 33" /> Die sicherste Methode ist der strossenartige Abbau.<ref name="Quelle 19" /> Hierbei wird zunächst die obere Bank gewonnen und die Firste mit Kappen und kurzen Stempeln, sogenannten verlorenen Stempeln, abgefangen.<ref name="Quelle 15" /> Anschließend wird die mittlere Bank abgebaut und zum Schluss die untere Bank. Die Firste wird mit längeren Stempeln abgestützt. Der Pfeilerbau ist bei Steinkohlenflözen mit geringer Mächtigkeit nur bedingt und mit großem Aufwand verwendbar. Um genügend Höhe zu bekommen, muss die Sohle teilweise mitgenommen werden, was wiederum zu einem höheren Bergeanteil führt.<ref name="Quelle 9" />

Im niederschlesischen Steinkohlenbergbau wurde der Pfeilerbau in einer abgewandelten Form des streichenden Bruchbaus angewendet.<ref name="Quelle 3" /> Im oberschlesischen Steinkohlenbergbau wurde auf den dort vorkommenden mächtigen Flözen der Pfeilerbau mit Versatz verwendet.<ref name="Quelle 12" /> Ab Anfang des 19. Jahrhunderts wurde im das Abbauverfahren im niederschlesischen Steinkohlenbergbau dahingehend modifiziert, dass man auch den Alten Mann mit Versatz füllte.<ref name="Quelle 3" /> Das Verfahren wurde dabei mehrfach verbessert und an die örtlichen Verhältnisse angepasst. Dieses Abbauverfahren dominierte dann über 150 Jahre den niederschlesischen Steinkohlenbergbau und wurde erst nach dem Ersten Weltkrieg durch den Strebbau ersetzt.<ref name="Quelle 3" />

Flöze mit Zwischenmittel

Eine Besonderheit bilden mächtige Flöze mit Steineinschlüssen, sogenannten Zwischenmitteln, oder mehrere dicht beieinander liegende Flöze mit dünnem Zwischenmittel.<ref name="Quelle 12" /> Solche speziellen Flöze werden in zwei Abschnitten abgebaut.<ref name="Quelle 9" /> Dabei wird zunächst das untere Flöz abgebaut und anschließend das obere Flöz.<ref name="Quelle 19" /> Das Zwischenmittel dient praktisch als Dach für das untere Flöz.<ref name="Quelle 12" /> Damit das obere Flöz nach dem Abbau des unteren Flözes nicht in den entstandenen Hohlraum einbricht, wird das Hangende abgestützt.<ref name="Quelle 9" /> Dies geschieht entweder durch Abstützen mittels Unterzügen aus Stempeln und Kappen oder durch Versetzen der Hohlräume mittels Abraummaterial.<ref name="Quelle 19" /> Damit nicht zu große Spannungen im Zwischenmittel entstehen, erfolgt der Abbau immer abschnittsweise.<ref name="Quelle 9" />

Pfeilerbau im Braunkohlentiefbau

Beim Braunkohlentiefbau in Brandenburg wurde bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Pfeilerbruchbau angewendet.<ref name="Quelle 35" /> Das Abbauverfahren wird dann angewendet, wenn die Braunkohle nicht zu hart ist.<ref name="Quelle 5" /> Insbesondere liegt beim Braunkohlenbergbau die große Schwierigkeit im geordneten Zubruchgehen des Hangenden.<ref name="Quelle 18" /> Nachdem ein Teil eines Pfeilers ausgekohlt ist, bricht das Deckgebirge oftmals sofort ein.<ref name="Quelle 39" /> Da Braunkohlenflöze im Hangenden neben Ton auch Schwimmsandeinlagerungen besitzen können, kann es beim Zubruchgehen der Pfeiler zu Schwimmsandeinschwemmungen in den Bruchraum kommen.<ref name="Quelle 18" /> Bei größeren Mengen tritt dieser Schwimmsand aus dem Bruchraum in den Abbaubereich.<ref name="Quelle 9" /> Durch diese Schwimmsandeinlagerungen kann es dazu kommen, dass der Abbau mittels Pfeilerbruchbau unmöglich wird.<ref name="Quelle 19" /> Hier werden im Vorfeld in den Strecken Dämme vorbereitet, um diese im Bedarfsfall zu schließen und somit den Schwimmsandzufluss zu stoppen.<ref name="Quelle 5" />

Die Abbaufelder werden bei der Auffahrung mittels sich kreuzender Strecken aufgeteilt.<ref name="Quelle 9" /> Dadurch entstehen etwa zwei bis vier Meter große, quadratische Pfeiler. Diese Pfeiler werden anschließend im Rückbau abgebaut, bis das Hangende zusammenbricht.<ref name="Quelle 5" /> Zur Absicherung des Hangenden werden bruchseitig zum Teil Holzkästen gesetzt.<ref name="Quelle 40" /> Je nach Beschaffenheit des Hangenden werden auch einzelne Kohlenpfeiler zur Unterstützung des Hangenden stehengelassen.<ref name="Quelle 5" /> Die Abbauverluste betragen dadurch bei mächtigen Flözen mit weicher Kohle und druckhaftem Hangenden bis zu 50 Prozent.<ref name="Quelle 9" /> Da die Abbauräume nur durch Sonderbewetterung oder Diffusion bewettert werden, ist hierbei die Wetterführung sehr schwierig zu gestalten.<ref name="Quelle 5" /> Aufgrund der oftmals schwierigen Wetterführung ist die Wettergeschwindigkeit niedrig was zur starken Erwärmung der Wetter führt.<ref name="Quelle 20" />

Flöze mit bis zu fünf Meter Mächtigkeit werden in einem Durchgang abgebaut.<ref name="Quelle 5" /> Bei größeren Mächtigkeiten werden zum Abbau solcher Flöze mehrere Sohlen erstellt.<ref name="Quelle 9" /> Sehr mächtige Flöze werden abteilungsweise abgebaut, sodass immer ein Restanteil von 0,5–1 Meter Kohle stehen bleibt. Dieser Kohlestreifen dient als Hangendes für den Abbau der unteren Abteilung.<ref name="Quelle 5" /> Bei Flözen mit 12 bis 16 Meter Mächtigkeit wird die Kohle im Kammerbau auf einmal gewonnen.<ref name="Quelle 9" />

Mechanisierung

Während der Abbau mittels Pfeilerbau bis ins 19. Jahrhundert manuell erfolgte, trat im 20. Jahrhundert immer mehr die Mechanisierung in den Vordergrund.<ref name="Quelle 4" /> Zunächst mittels Bohr- und Sprengarbeiten, später dann mit speziellen Bergbaumaschinen, wie dem Continuous Miner.<ref name="Quelle 5" /> Im Kalibergbau wird mittels Continuous Minern im Kammer-Pfeilerbau die Lagerstätte abgebaut.<ref name="Quelle 41" /> Bei schlechtem Hangenden wird die gleislose Förderung erschwert. Grund hierfür ist der bei schlechtem Hangenden erforderliche Ausbau. Im Steinkohlenbergbau konnte sich der Pfeilerbau nicht durchsetzen, hier wird mittels Strebbau oder Örterbau die Kohle mechanisch gewonnen.<ref name="Quelle 5" /> Anstelle des Pfeilerbaus wurde im einigen Braunkohlerevieren seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch der mechanisierte Strebbau angewendet.<ref name= "Quelle 25" />

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Quelle 1">Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.</ref> <ref name="Quelle 2">Verein für bergbauliche Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund in Gemeinschaft mit der Westfälischen Berggewerkschaftskasse und dem Rheinisch-Westfälischen Kohlendyndikat (Hrsg.): Die Entwicklung des Niederrheinisch-Westfälischen Steinkohlen-Bergbaues in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Band II, Ausrichtung, Vorrichtung, Abbau, Grubenausbau. Mit 144 Textfiguren und 18 Tafeln, Verlagsbuchhandlung von Julius Springer, Berlin 1902, S. 231–233, 236–242.</ref> <ref name="Quelle 3">Zygfryd Platek: Der niederschlesische Steinkohlenbergbau im 19. und frühen 20.Jahrhundert. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online (Memento vom 22. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> <ref name="Quelle 4">Patent DE3923376C1: Selbstfahrende Maschine für das Hereingewinnen von mineralischen Rohstoffen, insbesondere von Kohle. Angemeldet am 14. Juli 1989, veröffentlicht am 5. Juli 1990, Anmelder: Paurat GmbH, Erfinder: Heinrich Füßl.</ref> <ref name="Quelle 5">Carl Hellmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde. Mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Zweiter Band, zehnte, völlig neubearbeitete Auflage, mit 599 Abbildungen, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962, S. 202, 207, 212, 220, 294–297, 302, 313.</ref> <ref name="Quelle 6">Albert Serlo: Leitfaden zur Bergbaukunde. Erster Band, Vierte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 745 in den Text gedruckten Holzschnitten und 38 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1884, S. 530–581.</ref> <ref name="Quelle 7">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band. Mit 583 Textfiguren und 2 farbigen Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1908, S. 367–369, 373–375.</ref> <ref name="Quelle 8">Wilhelm Leo: Lehrbuch der Bergbaukunde. Für Bergschulen und zum Selbstunterricht, insbesondere für angehende Bergbeamte, Bergbau - Unternehmer, Grubenbesitzer. Mit 241 in den Text eingedruckten Abbildungen, Druck und Verlag von G Basse, Quedlinburg 1861, S. 334–337.</ref> <ref name="Quelle 9">Gustav Köhler: Lehrbuch der Bergbaukunde. 6. verbesserte Auflage. Mit 728 Textfiguren und 9 lithographirten Tafeln, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1903, S. 307–328.</ref> <ref name="Quelle 10">Fritz Freise: Ausrichtung, Vorrichtung und Abbau von Steinkohlenlagerstätten. Mit 161 Textfiguren und 5 lithographirten Tafeln, Verlag von Craz & Gerlach, Freiberg in Sachsen 1908, S. 115–135.</ref> <ref name="Quelle 11">F. Friedensburg: Englands Eisenerzbergbau und Eisenerzversorgung. In: Glückauf, Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift. Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund (Hrsg.), Nr. 20, 73. Jahrgang, 15. Mai 1937, S. 436.</ref> <ref name="Quelle 12">Erich Winnaker: Untersuchung des günstigsten Abbauverfahrens bei der Hereingewinnung mächtiger Flöze in Oberschlesien. Druck Max Schmidt & Söhne. München 1938, S. 38–41.</ref> <ref name= "Quelle 13">Andreas Janisch: Ressourcenverfügbarkeit, Bergtechnische Charakterisierung und Bergbauplanungskonzepte ausgewählter Vorkommen EU-kritischer Rohstoffe in Österreich. Diplomarbeit am Lehrstuhl für Bergbaukunde, Bergtechnik und Bergwirtschaft der Montanuniversität Loeben, Loeben 2013, S. 117, 118.</ref> <ref name="Quelle 14">Julius Dannenberg, Werner Adolf Franck (Hrsg.): Bergmännisches Wörterbuch. Verzeichnis und Erklärung der bei Bergbau – Salinenbetrieb und Aufbereitung vorkommenden technischen Ausdrücke, nach dem neuesten Stand der Wissenschaft – Technik und Gesetzgebung bearbeitet, F. U. Brockhaus, Leipzig 1882.</ref> <ref name="Quelle 15">Moritz Ferdinand Gätzschmann: Vollständige Anleitung zur Bergbaukunst. Dritter Theil; Die Gewinnungslehre, nebst 11 Steindrucktafeln, Verlag von J. G. Engelhardt, Freiberg 1846, S. 332–337.</ref> <ref name="Quelle 16">Fritzsche: Bodensenkungen im Kohlengebiet von Illinois. In: Glückauf, Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift. Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund (Hrsg.), Nr. 25, 64. Jahrgang, 23. Juni 1928, S. 856, 857.</ref> <ref name="Quelle 17">A. Hasslicher, B. Jordan, R. Nasse: Der Steinkohlenbergbau des preussischen Staates in der Umgebung von Saarbrücken. Band III Der technische Betrieb der kgl. Steinkohlengruben bei Saarbrücken. Im Auftrage des Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten dargestellt, mit vierundzwanzig Tafeln, Sonderdruck aus der Zeitschrift für das Berg-, Hütten-, und Salinenwesen im preussischen Staate, Band XXXIII, Verlag von Ernst & Korn, Berlin 1885, S. 36–47.</ref> <ref name="Quelle 18">Günter Meier: Schwimmsandphänomen im Altbergbau an ausgewählten Beispielen Mitteldeutschlands und Nordböhmens. In: 15. Altbergbau-Kolloquium. Tagungsband. Leoben 2015, Wagner Digitaldruck und Medien GmbH, Nossen 2015, S. 1–5.</ref> <ref name="Quelle 19">Emil Stöhr, Emil Treptow: Grundzüge der Bergbaukunde einschließlich der Aufbereitung. Als zweite Auflage des Katechismus der Bergbaukunde von Emil Stöhr. Mit 230 in den Text gedruckten Abbildungen, Spielhagen & Schurich Verlagsbuchhandlung, Wien 1892, S. 115–119.</ref> <ref name="Quelle 20">B. Stoces, B. Cernik: Bekämpfung hoher Grubentemperaturen. Mit 110 Textabbildungen und 2 Tafeln. Verlag von Julius Springer, Berlin 1931, S. 291.</ref> <ref name="Quelle 21">Emil Stöhr: Katechismus der Bergbaukunde. Mit 48 Holzschnitten. Lehmann & Wentzel Buchhandlung für Technik und Kunst, Wien 1875, S. 81–83.</ref> <ref name="Quelle 22">Preußisches Oberbergamt zu Breslau (Hrsg.): Die schlesischen Bergwerke 1936. Und die sonstigen betriebenen Bergwerke, selbständigen Betriebsanlagen und unterirdischen Mineralgewinnungsbetriebe im Verwaltungsbezirke des Preußischen Oberbergamts Breslau. Technisches Bergwerksverzeichnis, hierzu 1 Übersichstkarte, Verlag NS - Druckerei, Breslau 1936, S. 10.</ref> <ref name="Quelle 23">Zygfryd Piatek: Der Steinkohlenbergbau in Polen in der Zwischenkriegszeit 1918-1939. In: Der Anschnitt. Nr. 52, 2000, Heft 1, S. 33, 34.</ref> <ref name="Quelle 24">Evelyn Kroker: Bruchbau kontra Vollversatz. Mechanisierung, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit im Ruhrbergbau zwischen 1930 und 1950In: Der Anschnitt. Nr. 42, 1990, Heft 5–6, S. 192.</ref> <ref name= "Quelle 25">Sebastian Kapotschi: Das Köflach-Voitsberger Braunkohlerevier. Geologie, Bergbaugeschichte und Schuldidaktik. Diplomarbeit an der Karl-Franzens-Universität Graz, Graz 2019, S. 70, 72.</ref> <ref name= "Quelle 26">C. Fr. Rud. Lange: Der Abbau der Steinkohlenflöze. Im Verlage des Verfassers. Saarbrücken 1884, S. 6–9, 12.</ref> <ref name= "Quelle 27">Klaus-Dieter Färber: Intraregionale Disparitäten, spezifisch lokale Konstellationen und ausländische Direktinvestitionen in der GZM Silesia. Dissertation an der Geowissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen, Tübingen 2009, S. 135.</ref> <ref name="Quelle 28">Eric Drüppel: Entwicklung eines Konzeptes für die schneidende Gewinnung im Steinsalz. Genehmigte Dissertation, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Aachen 2010, S. 35–37.</ref> <ref name="Quelle 29">Georg Spackeler: Vom Wesen des Abbaus und des Versatzes. In: Glückauf, Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift. Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund (Hrsg.), Nr. 17, 63. Jahrgang, 23. April 1927, S. 600.</ref> <ref name= "Quelle 30">Das Buch der Erfindungen Gewerbe und Industrie. Gesamtdarstellung aller Gebiete der gewerblichen und industriellen Arbeit sowie von Weltverkehr und Weltwirtschaft. Neunte, durchaus neugestaltete Auflage, fünfter Band Bergbau und Hüttenwesen, mit 608 Textabbildungen sowie 12 Beilagen, Verlag und Druck von Otto Spamer, Leipzig 1899, S. 221.</ref> <ref name="Quelle 31">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band. Siebente Auflage, im Auftrage der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in bochum neubearbeitet von Carl Hellmut Fritzsche, mit 576 Abbildungen im Text und einer farbigen Tafeln, Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, Berlin Heidelberg 1938, S. 416, 417.</ref> <ref name="Quelle 32">Tilo Cramm, Wolfgang Rühl, Volker Wrede: Auf den Spuren des Bergbaus in Dortmund-Syburg. Forschungen und Grabungen am Nordwesthang des Sybergs von 1886–2006. Mit 195 Abbildungen, 3 Tabellen und 1 Tafel in der Anlage, Förderverein Berbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e. V. Arbeitskreis Dortmund, Krefeld 2007, ISSN 1430-5267, S. 99, 100.</ref> <ref name="Quelle 33">Lorenz Pieper: Die Lage der Bergarbeiter im Ruhrgebiet. J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin 1903, S. 141.</ref> <ref name="Quelle 34">J. G. Ersch, J. G. Gruber (Hrsg.): Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste in alphabethischer Folge von genannten Schriftstellern bearbeitet. Mit Kupfern und Charten. Erste Section A-G, herausgegeben von Hermann Brockhaus, vierundneunzigster Theil, F. H. Brockhaus, Leipzig 1875, S. 292–295.</ref> <ref name="Quelle 35">Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (Hrsg.): Managementplan für FFH-Gebiet „Der Loben“. Landesinterne Nr. 81, EU-Nr. DE 4447-303, Büro für Landschaftsökologie, Potsdam 2021, S. 8.</ref> <ref name="Quelle 36">F. Broili, E. Henning, H. Himmel, H. Schneiderhöhn (Hrsg.): Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie. Begründet 1807. Unter Mitwirkung einer Anzahl von Fachgenossen, Referate Teil II, Allgemeine Geologie, Petrographie, Lagerstättenkunde, Jahrgang 1938, viertes Heft, Allgemeine und angewandte Geologie, E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Erwin Nägele), Stuttgart 1938, S. 544.</ref> <ref name="Quelle 37">Steffen Päßler: Über die Wahrscheinlichkeit von Tagesbrüchen und die Risikobewertung am Beispiel von Rohrleitungen im Mitteldeutschen Braunkohlentiefbau. Angenommenen Habilitationsschrift an der Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, Freiberg 2014, S. 7–13.</ref> <ref name="Quelle 38">Alfred Reckendress: Coal mining in the Region of Aachen, 1780–1860. Copenhagen Business School, Centre for Business History, Kopenhagen 2014, S. 42.</ref> <ref name="Quelle 39">Othfried Wagenbreth: Technische Denkmale der Braunkohleindustrie in Mitteldeutschland. In: Der Anschnitt. Nr. 43, 1991, Heft 3–5, S. 117.</ref> <ref name="Quelle 40">Leopold Weber, Alfred Weiss: Bergbaugeschichte und Geologie der österreichischen Braunkohlenvorkommen. Archiv für Lagerstättenforschung der Geologischen Bundesanstalt, Band 4, Druck Ferdinand Berger & Söhne, ISSN 0253-097X, Wien 1983, S. 28.</ref> <ref name="Quelle 41">Henry Rauche: Die Kaliindustrie im 21. Jahrhundert. Stand der Technik bei der Rohstoffgewinnung und der Rohstoffaufbereitung sowie der Entsorgung der dabei anfallenden Rückstände. Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media, Berlin/Heidelberg 2015, ISBN 978-3-662-46833-3, S. 100–103.</ref> <ref name="Quelle 42">L. Hoffmann, R. Mellin: Allgemeine Bemerkungen über den Steinkohlebergbau Englands. Bericht über eine Studienreise. In: Bruno Kerl, Friedrich Wimmer (Red.). Berg- und Hüttenmännische Zeitung. Fünfundfünfzigster Jahrgang, Nr. 29, mit 6 Tafeln Abbildungen und in den Text eingedruckten Holzschnitten, Verlag von Arthur Felix, Leipzig 1896, S. 239.</ref> <ref name="Quelle 43">Wandesleben: Das Vorkommen der oolithischen Eisenerze (Minette) in Lothringen, Luxemburg und dem östlichen Frankreich und seine Bedeutung für das Eisengewerbe. In: E. Schrödter, W. Beumer (Hrsg.) Stahl und Eisen. Zeitschrift für das deutsche Eisenhüttenwesen. 10. Jahrgang, Nr. 8, August 1890, Commissions-Verlag A. Bagel, Düsseldorf, S. 682.</ref> <ref name="Quelle 44">Pet. Kaufmann: Probedeutik zur Kameralistik und Politik. Ein Handbuch der Enzyklopädie, Methodologie und Litteratur der Kameral- und Staatswissenschaften zum Gebrauche für Verwaltungsbeamte, Kameralbeflissene und Juristen. Verlag von T. Habicht, Bonn 1833, S. 85.</ref> <ref name="Quelle 45">A. Gerke: Der Toneisensteinbergbau bei Czenstochau. In: Glückauf, Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift. Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund (Hrsg.), Nr. 51, 55. Jahrgang, 20. Dezember 1919, S. 1002.</ref>

</references>

Weblinks

  • Patentanmeldung DE102005040272A1: Verfahren zum Pfeilerrückbau beim Kammer-Pfeilerbau und Ausbaueinheit für den Pfeilerrückbau. Angemeldet am 24. August 2005, veröffentlicht am 1. März 2007, Anmelder: DBT GmbH, Erfinder: Reiner Schuster, Peter Gross.

Anmerkungen

<references group="ANM"> <ref group="ANM" name="Anm. Cramm.">Als Mergelzechen wurden im Ruhrgebiet die Bergwerke genannt, die bei der Ausdehnung des Bergbaus nach Norden, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, den überdeckenden Mergel mit ihren Schächten durchteuften. (Quelle: Tilo Cramm, Joachim Huske: Bergmannssprache im Ruhrrevier.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Veith.">Als Hereingewinnen bezeichnet man im Bergbau das Rauslösen der Bodenschätze oder Gesteine aus dem festen Gebirgsverband unter Benutzung von Hilfsmitteln. Das hereingewonnene Mineral liegt dann, meist als kleine Materialbrocken, zur weiteren Verwendung da. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Färbr.">Die Sandfüllung musste zuerst übertägig von einem Sandreservoir zum Bergwerk transportiert werden. Hier wurde es dann über Stahrohrleitung in die, durch den Abbau erzeugten, untertägigen Hohlräume gepumpt. (Quelle: Klaus-Dieter Färber: Intraregionale Disparitäten, spezifisch lokale Konstellationen und ausländische Direktinvestitionen in der GZM Silesia.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Brois.">Die Bildung eines Druckgewölbes hängt beim Pfeilerbau zum einen von der Mächtigkeit der Lagerstätte ab. Bei mächtigen Flözen entstehen hohe Druckgewölbe. Zum anderen hängt die Bildung eines Druckgewölbes von der Unterstützung des Hangenden ab. Bei einer Unterstützung mit Tragfähigem Bergeversatz wird die Bildung eines Druckgewölbes stark reduziert. Dies macht sich insbesondere bei geringmächtigen Flözen mit gut tragendem Bergeversatz bemerkbar. Hier kann dann die Bildung eines Druckgewölbes vermieden oder zumindest stark reduziert werden. (Quelle: F. Broili, E. Henning, H. Himmel, H. Schneiderhöhn (Hrsg.): Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm.Hoffmn.">Diese Maßnahme war erforderlich, da hier die Kohle zur Selbstentzündung neigte. Durch die Aufteilung in kleinere getrennte Abteilungen konnte verhindert werden, dass sich die anfangs kleinen Brände weiter ausbreiteten. (Quelle: L. Hoffmann, R. Mellin: Allgemeine Bemerkungen über den Steinkohlebergbau Englands. Bericht über eine Studienreise.)</ref>

</references>