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PEMEX

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(Weitergeleitet von Petróleos Mexicanos)
PEMEX S.A.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo Petróleos Mexicanos.svg
Rechtsform Staatsunternehmen
Gründung 1938
Sitz Mexiko-Stadt, MexikoDatei:Flag of Mexico.svg Mexiko
Leitung Octavio Romero Oropeza (CEO)<ref>Amy Stillman: Mexico's Next President Promises Pemex Investment, Names New CEO. In: Bloomberg (bloomberg.com). 27. Juli 2018, abgerufen am 25. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 1.681 Mrd. Peso (ca. 74,04 Mrd. Euro)<ref name="ar2018">Results of PEMEX as of December 31, 2018</ref>
Branche Öl und Gas
Website www.pemex.com
Stand: 31. Dezember 2018

Die Petróleos Mexicanos (PEMEX) ist der staatliche Mineralölkonzern der Erdölwirtschaft in Mexiko. Das 1938 gegründete Unternehmen besaß bis 2014 in der Förderung von Treibstoff (Benzin sowie Dieselkraftstoff) ein Monopol in Mexiko und der Vergabe von Konzessionen an Tankstellen.<ref>Sechs Tote bei Protesten in Mexiko. In: Die Zeit, 7. Januar 2017, abgerufen am 30. März 2026.</ref> 2014 wurde das Monopol beendet und das Unternehmen zudem für privates Kapital geöffnet.<ref name="blickpun-AMLOs_Re">Andreas Knobloch: AMLOs Rettungsplan für den strauchelnden Energieriesen. In: Blickpunkt Lateinamerika. 22. Juli 2019, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref> Seit November 2017 setzen die Inhaber von Tankstellen auch die Treibstoffpreise vollständig selbst.<ref>Diego Oré, David Alire Garcia: Tortilla, gasoline prices unnerve Mexicans as election year begins, Reuters, 4. Januar 2018, abgerufen am 30. März 2026.</ref> PEMEX zählt zu den zehn größten Ölgesellschaften weltweit und nimmt eine bedeutende Rolle für Mexikos Wirtschaft und Staatseinnahmen ein, leidet jedoch unter anderem nach Korruptionsskandalen und unterbliebenen Investitionen in den letzten Jahrzehnten aktuell auch unter einer geringen Produktivität.<ref name="blickpun-AMLOs_Re"/>

Unternehmensgeschichte

Datei:Pemex gas station.jpg
PEMEX-Tankstelle in Mexiko
Datei:Vicente Fox Pemex.jpg
Vicente Fox (Präsident von Mexiko 2000 bis 2006) mit einem Helm von PEMEX

Am 18. März 1938 verstaatlichte Lázaro Cárdenas del Río die bis dahin US-amerikanischen, britischen und niederländischen Erdölkonzerne in Mexiko. Mehrere Staaten reagierten daraufhin mit einem Boykott für Erdöl aus Mexiko. Die USA, die diesen organisierten, boykottierten während 30<ref>Olivier Dabène: L’Amérique latine à l’époque contemporaine (= Collection U Histoire). 7. Auflage. Éditions Armand Colin, Paris 2011, ISBN 978-2-200-24897-0, S. 100.</ref> Jahren. Dennoch konnte sich Mexiko zu einem der größten Erdölexporteure der Welt entwickeln.

Die Versenkung der zwei für PEMEX fahrenden Tankschiffe Potrero del Llano und der Faja de Oro im Mai 1942 löste die Kriegserklärung Mexikos an die drei Achsenmächte Deutschland, Japan und Italien aus.

PEMEX versuchte 2005 Franchisenehmern die Konzession zu entziehen, die verschnittenes Benzin verkauften (minderwertige Qualitäten wurden als hochwertiges Benzin verkauft) oder mit manipulierten Zapfsäulen arbeiteten (die oft nur 9 Liter ausgeben, während 10 Liter berechnet werden). In einem Gerichtsurteil wurde entschieden, dass diese Vertragsbrüche kein Grund für den Entzug der Konzession sind.

2008 wurde durch den Kongress eine staatliche Aufsicht über PEMEX installiert, welche jedoch formal nur eine beratende Rolle einnimmt.<ref name="nytimes-120424">Elisabeth Malkin: In a Change, Mexico Reins In Its Oil Monopoly. In: The New York Times. 24. April 2012, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref> Um das Jahr 2012 steuerte PEMEX mit seinen Steuer- und anderen Abgaben etwa ein Drittel des Staatshaushaltes bei,<ref>Pemex Ups Year-End Oil Output, But Is Likely to Miss 2012 Target, rigzone.com (Seite nicht abrufbar).</ref> Die Fördermengen haben seit 2004 abgenommen und PEMEX schrieb 2019 einen Verlust von 18 Milliarden US-Dollar (35 beim Mitzählen zusätzlicher Belastungen) und ist zudem mit rund 105 Milliarden US-Dollar erheblich verschuldet.<ref>David Alire Garcia, Ana Isabel Martinez: Mexico's state-run Pemex posts steep 2019 loss in blow to president's revival plan, Reuters, 27. Februar 2020, abgerufen am 30. März 2026.</ref> Belastet wurde der Konzern neben dem fallenden Ölpreis auch durch Korruptionsskandale der letzten Jahre. Der ehemalige PEMEX-Chef Emilio Lozoya wurde unter der neuen Regierung 2020 verhaftet. Er leitet das Unternehmen nach dem Wahlsieg 2012 von Enrique Peña Nieto, dessen Wahlkampfberater er war. Die Ermittler gehen davon aus, dass über ein Korruptionsnetz gezielt Gelder aus dem Unternehmen abgezweigt wurden.<ref name="sz-4796610">Christoph Gurk, Frederik Obermaier: Zugriff im Nobelviertel. In: Süddeutsche Zeitung. 13. Februar 2020, abgerufen am 21. Mai 2020.</ref>

Aufgrund der eingebrochenen Produktion erklärte die neue Regierung unter Andrés Manuel López Obrador 2019 die Rettung des Unternehmens zu seinen zentralen Zielen. In einer Übergangsphasen von drei Jahren mit neuen Investitionen soll die Produktion wesentlich gesteigert werden.<ref name="blickpun-AMLOs_Re"/> Die Regierung Obrador beauftragte in der Umgestaltung von Pemex auch den Neubau einer Erdölraffinerie im Bundesstaat Tabasco, mit dem Ziel der Erhöhung der Produktivität und der Verringerung der Ölimporte. Diese Entscheidung stieß aufgrund des geringen Ölpreises und der Förderung von Öl, statt der Investition für eine verstärkte Förderung von erneuerbaren Energien, jedoch auf Kritik von umweltpolitischen Akteuren.<ref>NGO proposes killing refinery project, says it has 2% chance of success. In: Mexico News Daily, 9. April 2019, abgerufen am 30. März 2026.</ref><ref name="raff">Daniel Wolfe, Max de Haldevang: Mexico is illegally destroying protected mangrove trees to build an $8 billion oil refinery. In: Quartz, 5. März 2020, abgerufen am 30. März 2026.</ref>

Unfälle

Ölschmuggel

Am 11. August 2010 berichtete das US-amerikanische Justizministerium, dass US-Raffinerien größere Mengen an Öl kauften, welches aus den Pipelines der mexikanischen Regierung gestohlen wurde. Kriminelle, insbesondere Drogenbanden, zapften die staatlichen Pipelines an und errichteten manchmal gar eigene Pipelines, um jährlich Öl im Wert von mehreren Hundert Millionen US-$ zu entwenden. Die US-Heimatschutzbehörde erklärte sich bereit, 2,4 Millionen US-$ an die mexikanischen Steuerbehörden zurückzahlen, die während einer großangelegten Ermittlung sichergestellt werden konnten. Der Präsident der in Houston ansässigen Trammo Petroleum und ein Ölbroker wurden im September 2010 verurteilt, nachdem sie sich im Mai für schuldig befunden hatten, mit gestohlenem Öl gehandelt zu haben.<ref>Juan A. Lozano: 2 Texas men get probation in Mexican oil scheme, vcstar.com, 24. September 2010, abgerufen am 30. März 2026.</ref>

Konzernstruktur

Datei:Torre pemex.jpg
„Torre Pemex“ – Verwaltungsgebäude in Mexiko-Stadt

Pemex gliedert sich in die „Corporativo“ als Zentralorgan und die folgenden Tochterunternehmen:

  • PEMEX Exploración y Producción (Exploration und Produktion)
  • PEMEX Refinación (Raffinerien)
  • PEMEX Gas y Petroquímica Básica (LPG und einfache petrochemische Erzeugnisse)
  • PEMEX Petroquímica (Petrochemische Erzeugnisse)
  • PMI Comercio Internacional, S.A. de C.V. (Import und Export aller Konzernprodukte)

Konkurrenten

Weblinks

Commons: Pemex – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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