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Peter Pongratz (Künstler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Alterlaa Kunst am Bau Peter Pongratz.jpg
Gemälde in Block B7/B8 in Alterlaa

Peter Pongratz (* 22. Mai 1940 in Eisenstadt) ist österreichischer Maler und Bühnenbildner.

Leben

Pongratz wurde in Eisenstadt geboren und ist in Graz aufgewachsen. Er absolvierte zunächst eine Zeichenlehre bei dem Maler und Grafiker Rudolf Pointner (1907–1991). 1954/1955 besuchte er die Fachschulklasse für dekorative Malerei an der Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe (später Ortweinschule), wo Hans Wolf und Rudolf Spohn zu seinen Lehrern gehörten. Diese Ausbildung brach er jedoch ab. Er hörte als Gast Architektur-Vorlesungen bei Friedrich Zotter an der Technischen Hochschule Graz, die ihm auch Impulse bezüglich Malerei gaben. Im Rahmen der Künstlergemeinschaft Forum Stadtpark beteiligte er sich mit Mario Decleva am Aufbau einer Radierwerkstatt. Von 1960 bis 1963 studierte Pongratz Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er die Meisterklasse für Grafik bei Christian Ludwig Martin und dessen Assistenten Maximilian Melcher<ref>Oliver Bentz/Wolfgang Stifter/Philip Szikszay (Hg.): Meisterschule Max Melcher . art edition Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2022, ISBN 978-3-99126-109-4, S. 45 f., Abb. S. 44, 45 und 47.</ref> belegte. 1963/1964 schloss er seine Studien an der Hochschule der bildenden Künste Berlin ab.<ref name="ortwein">Pongratz Peter. In: Eugen Gross (Hrsg.): Die Grazer Ortweinschule: Bau – Kunst – Design, 1876–2001. Manumedia Schnider, Graz 2001, ISBN 3-902020-12-1, S. 197.</ref> Dort erlernte er manuelle Druckgrafik bei Friedrich Stabenau.<ref name="akl">Christina Löw: Pongratz, Peter. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 96, De Gruyter, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-023262-2, S. 299.</ref> Neben seinen Professoren benannte Pongratz oft den Gugginger Künstler Johann Hauser als seinen eigentlichen Lehrer.<ref>Brigitte Borchhardt-Birbaumer: Der Vulkanologe der Art Brut. Peter Pongratz zum 80. Geburtstag. In: Kunstmagazin Parnass. 5. Mai 2020. Abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Von 1966 bis 1970 war Pongratz Assistent bei Max Weiler in Wien.<ref>Stadt Graz Kurzbiographie zu Peter Pongratz, abgerufen am 30. März 2009</ref> Im Jahre 1968 gründete er mit Wolfgang Herzig, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl die Künstlergruppe Wirklichkeiten.<ref>Galerie Ariadne Personenseite zu Peter Pongratz, abgerufen am 30. März 2009</ref> Ab 1970 wirkte er als selbständiger Künstler in Wien. Zwischen 1972 und 1989 war er häufig als Bühnenbildner tätig (u. a. Gerhard Roth: Lichtenberg, Elfriede Jelinek: Krankheit oder Moderne Frauen). Seit 1987 lebt Pongratz neben Wien auch regelmäßig auf Korčula.<ref name="akl" /> 1988 leitete er die Klasse für Malerei bei der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg.<ref name="ortwein" />

Pongratz war am Beginn seines künstlerischen Schaffens beim Forum Stadtpark in Graz, und in Zusammenarbeit mit Schriftstellern wie Wolfgang Bauer, Peter Handke und Gerhard Roth. Diese Verbindung zur Literaturszene zieht sich durch bis zum Austrokoffer, welchen er illustrierte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ORF Ö1 (Memento vom 1. November 2005 im Internet Archive) Literatur Landvermessung quer gelesen</ref><ref>Der Standard Entwurf von Peter Pongratz für das Literaturprojekt Landvermessung im Büro des Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel, 8. November 2007</ref>

Pongratz wurde ab 1963 vor allem durch den Abstrakten Expressionismus der Künstlergruppe CoBrA beeinflusst. Seit dieser Zeit weist sein Werk Elemente der Kindermalerei sowie der psychopathologischen, „primitiven“ und prähistorischen Kunst auf.<ref name="akl" />

Auszeichnungen

Werke

  • 1976: Das Wirken des Geistes, Wandbild 180 m², Bildungshaus Salzburg St. Virgil
  • Deckengemälde der Pfarrkirche St. Ulrich in Sulmeck-Greith
  • 1992: Sonderpostmarke Moderne Kunst in Österreich – Peter Pongratz
  • 2005: Landvermessung, Illustration des Austrokoffers zur Sammlung österreichischer Literatur nach 1945, ISBN 3-7017-1428-2.

Ausstellungen

Publikationen

Illustrationen

  • André Heller, Helmut Qualtinger: Sitzt ana, und glaubt, er is zwa: verlorengeglaubte Gelegenheitsgedichte, Brandstätter, Wien 1996, ISBN 3-85447-659-0.

Weblinks

Commons: Peter Pongratz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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