Synagoge Beit Tikwa (Bielefeld)
Die Synagoge Beit Tikwa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, Stadtarchiv Bielefeld, 1. September 2018. Abgerufen am 27. Februar 2019Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>) an der Detmolder Straße ist die Heimat der jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld. Das jüdische Gotteshaus entstand durch den Umbau der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche im Jahr 2008 und gilt damit als erste Synagoge Nachkriegsdeutschlands, die aus dem Umbau einer evangelischen Kirche entstand.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref><ref>Schon 1846 hatte die jüdische Gemeinde Obergrombach die vormals katholische Schlosskapelle erworben und zur Synagoge Obergrombach umgebaut, 1867 war Sandhausens reformierte Kirche zur Synagoge Sandhausen umgebaut worden.</ref>
Baugeschichte
1958 wurde die Gemeinde der Neustädter Marienkirche geteilt. Für die eigenständig gewordene neue Gemeinde wurde die Paul-Gerhardt-Kirche nach Entwurf von Denis Joseph Boniver (1897–1961) erbaut.<ref>Jörg Beste: Paul-Gerhardt-Kirche / Synagoge „Beit Tikwa“ Bielefeld. Baukultur Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 16. November 2022.</ref> Die 1961 geweihte Kirche<ref name="chrismon" /> bekam sechs Bronzeglocken, 1962 von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen, die jeweils eine Inschrift aus einem der Lieder von Paul Gerhardt tragen.<ref>Harald Propach, Die Glocken von Bielefeld. Stimme der Kirche. Kulturgut und Kunstwerk, Bielefeld 2008, S. 215–217.</ref>
Im Jahr 2005 fusionierte die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde mit der Neustädter Mariengemeinde. Kurz nach der Fusion kündigte der Kirchenkreis Bielefeld an, die Paul-Gerhardt-Kirche verkaufen zu wollen. Die jüdische Gemeinde bemühte sich um das Gebäude und wurde sich schnell mit dem Kirchenkreis einig. Gegen den Verkauf des Kirchengebäudes gründete sich die „Bürgerinitiative zum Erhalt der Paul-Gerhardt-Kirche“ mit etwa 80 Mitgliedern, deren Protest sich vor allem gegen den Verlust der eigenen Kirche richtete.<ref name="chrismon">Hedwig Gafga: Wenn eine Kirche konvertiert. In: chrismon. Das evangelische Magazin. Abgerufen am 16. November 2022.</ref> Auch innerhalb der jüdischen Gemeinde Bielefeld kam es in Zusammenhang mit dem Erwerb des Kirchengebäudes zum Konflikt. Der für den Kauf verantwortliche Vorstand wurden abgewählt.<ref name="Abwahl des Vorstands">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Westfalen-Blatt, 19. Februar 2008. Abgerufen im 10. Oktober 2008Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Michael Schläger: Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Westfalen-Blatt, 8. März 2008. Abgerufen im 10. Oktober 2008Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Jüdische Demonstration an der Stapenhorstraße. Neue Westfälische, 2. April 2008.</ref> Den Höhepunkt der Protestaktionen auf evangelischer Seite stellte Ende März 2007 die Besetzung des Gotteshauses durch etwa zehn Mitglieder der Initiative Paul-Gerhardt-Kirche dar. Die Besetzung dauerte drei Monate an und wurde durch den Kompromiss beendet, dass die Gemeinde das Kirchengebäude noch bis zum 12. September 2007 nutzen durfte.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: wdr.de, 16. Juli 2007. Abgerufen am 18. März 2014Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>
Nachdem die Besetzung beendet und der Verkauf der Kirche an die jüdische Gemeinde zustande gekommen war, konnten die Arbeiten zum Umbau in eine Synagoge beginnen. Die Kirchturmspitze wurde demontiert, das sechsstimmige Geläut abgenommen.<ref name="chrismon"/> Nach knapp zehnmonatiger Bauzeit wurden die Bauarbeiten im September 2008 abgeschlossen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Gemeinnützige Bürgerinitiative Paul-Gerhardt-Kirche, 2007. Abgerufen im 25. September 2008Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Der Umbau des Gebäudes wurde aus Mitteln der Gemeinde, der Stadt Bielefeld sowie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.<ref name="Abwahl des Vorstands" /> Die Planung erfolgte durch das Architekturbüro Klaus Beck aus Bielefeld.
Einweihung
Am 21. September 2008, genau 103 Jahre und einen Tag nach der Einweihung der Synagoge an der Turnerstraße, wurde die neue Synagoge feierlich eingeweiht. Zu diesem Festakt waren verschiedene prominente Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft zugegen, darunter der gebürtige Bielefelder und damalige Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel Harald Kindermann und der damalige Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Jürgen Rüttgers.<ref name="Eröffnung">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: nw-news.de/huettenweg.de, 22. September 2008. Abgerufen im 18. Dezember 2008Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Architektur
Durch den Umbau hat sich das ehemalige Kirchengebäude in seinem Aussehen stark verändert. Die Spitze des alten Kirchturms wurde abgerissen und durch ein rundes Dach ersetzt, im Inneren des Turmes befindet sich nun ein Fahrstuhl. Die Fassade wurde weiß verputzt und das Eingangsportal mit einer großzügigen Fensterfront versehen. Im Gegensatz zu dem früheren Kirchengebäude wird die Synagoge zur Detmolder Straße hin von einer etwa zwei Meter hohen Mauer abgegrenzt. Im Inneren der Synagoge befinden sich nun eine Bibliothek und verschiedene Räumlichkeiten für Veranstaltungen. Der Toraschrein wurde von evangelischen, katholischen und freikirchlichen Christen gespendet.<ref name="Eröffnung" /> Er steht vor der alten Altarwand, deren sieben kleine runde Glausfenster neu gestaltet wurden.<ref>Große Versammlung. Umnutzung der Paul-Gerhard-Kirche in Bielefeld zur Synagoge. Abgerufen am 16. November 2022.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Webauftritt der jüdischen Gemeinde Bielefelds – Beit Tikwa
- Robert Mehl: Fotodokumentation der neuen Bielefelder Synagoge.
- Dagmar Giesecke: 21. Elul 5768 / 21. September 2008: Die Synagoge an der Detmolder Straße wird feierlich eingeweiht. In: Historischer "RückKlick". Stadtarchiv Bielefeld, 2018, abgerufen am 27. Februar 2019.
- Jörg Beste: Paul-Gerhardt-Kirche / Synagoge „Beit Tikwa“ Bielefeld. Baukultur Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 16. November 2022.
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 52° 0′ 30,6″ N, 8° 32′ 36,2″ O
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