Pappel-Seide
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| Pappel-Seide | ||||||||||||
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| Datei:Cuscuta lupuliformis 2005.07.17 11.22.19-p7170070.jpg
Früchte der Pappel-Seide (Cuscuta lupuliformis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cuscuta lupuliformis | ||||||||||||
| Krock. |
Die Pappel-Seide (Cuscuta lupuliformis)<ref name="FloraWeb" /> ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seide (Cuscuta) innerhalb der Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). Dieser Vollschmarotzer ist in Eurasien weitverbreitet.
Beschreibung
Die Pappel-Seide weicht in vielen Merkmalen von anderen Arten aus der Gattung Cuscuta ab.
Vegetative Merkmale
Die Pappel-Seide ist einjährige krautige Pflanze. Die 1 bis 2 Meter lange Stängel ist mit 1 bis 3 Millimetern Durchmesser etwas dicker als die der anderen mitteleuropäischen Arten und damit handelt es sich um eine relativ große Teufelszwirn-Art. Die Stängel sind grünlich und oft mit roten, warzenähnlich hervorstehenden Punkten versehen.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen in eher lockeren Knäueln oder in kurzen ährigen oder traubigen Blütenständen, manchmal auch einzeln, und nicht wie bei den anderen Arten in mehrblütigen dichten Knäueln.
Die Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchzipfel sind stumpf oder fast zugespitzt, eiförmig und um die Hälfte kürzer als die Kronröhre.<ref name="Hegi1966" /> Die Schlundschuppen sind kurz und am unteren Teil der Kronröhre angewachsen.<ref name="Hegi1966" /> Die weißliche bis rötliche Blütenkrone ist stets vierzählig und 4 bis 6 Millimeter lang.<ref name="Hegi1966" /> Der Fruchtknoten ist eiförmig, konisch.<ref name="Hegi1966" /> Anstatt mehrerer Griffel gibt es in den Blüten der Pappel-Seide nur einen Griffel mit einer zweilappigen Narbe.
Die Frucht ist hier nicht so klein wie bei anderen Seide-Arten, sondern eine mit 5 bis 6 Millimetern Durchmesser eine fast erbsengroße, beerenartige Kapselfrucht.<ref name="FloraWeb" /> Die Samen sind bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern rundlich bis dreieckig-eiförmig und mehr oder weniger deutlich geschnäbelt.<ref name="Hegi1966" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="Oberdorfer2001" />
Ökologie
Bei der Pappel-Seide handelt es sich um einen Therophyten.<ref name="FloraWeb" />
Wie bei allen Arten der Gattung handelt es sich um einen Vollschmarotzer,<ref name="FloraWeb" /> der weder Chlorophyll noch Wurzeln besitzt, sondern an anderen Pflanzen emporwindet und in diese mit Haustorien eindringt. Die Pappel-Seide schmarotzt besonders auf Salix-Arten, auf Schwarzem Holunder (Sambucus nigra), der Kratzbeere (Rubus caesius), der Zaun-Winde (Calystegia sepium) und anderen Arten.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen
Die Pappel-Seide ist von Europa bis zur Mongolei und bis Pakistan verbreitet.<ref name="WCSP" /> Im 20. Jahrhundert hat sie sich jedoch nach Westen bis Holland ausgebreitet. Sie kommt in Europa vor in den Niederlanden, Deutschland, Österreich, in der früheren Tschechoslowakei, in Polen, Ungarn, im früheren Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Ukraine, Belarus und in Russland.<ref name="POWO" /> In Deutschland findet man sie als ausgesprochene Stromtalpflanze in den großen Flusstälern an Oder, Havel, Spree, Saale, Elbe, Rhein, Main und Mosel. In Süddeutschland ist sie selten, aber auch in anderen Gebieten kommt sie nur recht zerstreut vor.
Die Pappel-Seide ist eine Charakterart des Cuscuto lupuliformis-Rubetum caesii aus dem Verband Senecion fluviatilis.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Cuscuta lupuliformis erfolgte 1787 durch Anton Johann Krocker in Flora Silesiaca ... Band 1, S. 261, Tafel 36. Synonyme für Cuscuta lupuliformis <templatestyles src="Person/styles.css" />Krock. sind: Cuscuta epithymum <templatestyles src="Person/styles.css" />Siev. ex Ledeb. nom. inval., Cuscuta flava <templatestyles src="Person/styles.css" />Siev. ex Ledeb., Cuscuta macrocarpa <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Don ex Loudon, Cuscuta monogyna <templatestyles src="Person/styles.css" />Engelm. nom. inval.<ref name="WCSP" />
Je nach Autor gibt es etwa zwei Varietäten:<ref name="WCSP" />
- Cuscuta lupuliformis var. asiatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Engelm.: Sie kommt vom europäischen südlichen Russland bis Pakistan vor.<ref name="WCSP" />
- Cuscuta lupuliformis <templatestyles src="Person/styles.css" />Krock. var. lupuliformis
Quellen und weiterführende Informationen
Literatur
Einzelnachweise
<references> <ref name="FloraWeb"> Cuscuta lupuliformis Krock., Pappel-Seide. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="POWO">Cuscuta lupuliformis. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew ScienceVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2109–2111. </ref> </references>
Weblinks
- Vorlage:BIB
- Pappel-Seide. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Fang Rhui-cheng, Lytton J. Musselman, Uzi Plitmann: Cuscuta.: Cuscuta lupuliformis, S. 324 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 16: Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 1995, ISBN 0-915279-33-9.
- Thomas Meyer: Seide Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben).
- Wilde Planten in Nederland en Belgie - Hopwarkruid. (Niederl.)