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Kahle Katzenminze

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Kahle Katzenminze
Datei:Nepeta nuda 2.jpg

Kahle Katzenminze (Nepeta nuda)

Systematik
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Nepetoideae
Tribus: Mentheae
Untertribus: Nepetinae
Gattung: Katzenminzen (Nepeta)
Art: Kahle Katzenminze
Wissenschaftlicher Name
Nepeta nuda
L.

Die Pflanzenart Kahle Katzenminze (Nepeta nuda), auch Kahler Andorn genannt,<ref name="InfoFlora" /> gehört zur Gattung der Katzenminzen (Nepeta) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie besitzt ein weites Verbreitungsgebiet in Eurasien.

Beschreibung

Datei:Nepeta nuda Sturm25.jpg
Illustration
Datei:Nepeta nuda 1.jpg
Blütenstand
Datei:Nepeta nuda 2016-04-22 8697.JPG
Habitus und Laubblätter

Vegetative Merkmale

Die Kahle Katzenminze wächst als relativ große, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120 Zentimetern erreicht. Der vierkantige, hohle, meist blauviolett überlaufene, meist völlig kahle oder locker schwach flaumig behaarte<ref name="InfoFlora" /> Stängel ist verzweigt. Die Internodien sind 4 bis 12 Zentimeter lang.

Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind sitzend, nur die unteren sind mit einer Länge von 1 bis 5 Millimetern sehr kurz gestielt.<ref name="InfoFlora" /> Die Blattspreite ist bei einer Länge von 2 bis 8 Zentimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 3,5 Zentimetern länglich-eiförmig bis elliptisch mit herzförmiger Basis. Der Blattrand ist ringsum kerbig gesägt oder fein gezähnt.<ref name="InfoFlora" /> Sie Blattober- und Blattunterseite ist völlig kahl.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August; in der Schweiz von Juli bis August<ref name="InfoFlora" />. Es ist ein deutlicher Blütenstandsschaft vorhanden. Der locker ährige Blütenstand besteht aus locker übereinander angeordneten Scheinquirlen<ref name="InfoFlora" /> mit jeweils vielen Blüten.

Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf 4 bis 6 Millimeter langen, kurz behaarten Kelchblätter sind röhrig-glockig verwachsen und der Kelch endet in fünf bei einer Länge von 1 bis 2 Millimetern ziemlich kurzen pfriemlichen, spitzen Kelchzähnen,<ref name="InfoFlora" /> die alle ziemlich gleich lang und nur an den Nerven kurz behaart<ref name="InfoFlora" /> sind. Die fünf 6 bis 10 Millimeter langen Kronblätter sind zu einer gekrümmten Kronröhre verwachsen, die sich an ihrem oberen Ende stark erweitert. Die hell-violette oder fast weiße Blütenkrone<ref name="InfoFlora" /> ist zweilippig. Die Kronoberlippe hat aufwärts geschlagene Seitenränder; die -unterlippe hat einen breiten, ausgehöhlten, gekerbten und meist purpurfarben gefleckten Mittellappen. Staubblätter und Griffel ragen unter der Oberlippe etwas hervor.

Die Klausenfrucht zerfällt in bei einer Länge von etwa 2 Millimetern ellipsoide und oben warzig-stachelige<ref name="InfoFlora" /> Teilfrüchte.

Die Chromosomenzahlen betragen 2n = 18 oder 36.<ref name="InfoFlora" /><ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Die Hauptverbreitungsgebiet der Kahlen Katzenminze ist Südost- und Osteuropa und Westasien bis Zentralasien bis in die Mongolei und Xinjiang<ref name="GRIN" />. Dort gedeiht sie in Waldsteppen. Ihr Areal reicht aber westwärts durch das Donau-, Elbe- und Oder-Tal bis Polen, Österreich und Tschechien bis Süd- und Mitteldeutschland, zum Rhonetal, auch nach Mittelitalien und in die Südalpen, außerdem nach Südfrankreich und bis zu den Pyrenäen. Die Kahle Katzenminze kommt außerdem unbeständig und verschleppt in vielen weiteren Gebieten vor.

Sie besiedelt in Mitteleuropa Trockenrasen, lichte Laub- und Kiefernwälder besonders den collinen bis montanen Höhenstufen. Sie kommt in Mitteleuropa in Pflanzengesellschaften der Verbände Festucion valesiacae oder Onopordion acanthii vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 5 (kontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik und Verbreitung

Die Erstveröffentlichung von Nepeta nuda erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 570–571.<ref name="Tropicos" /><ref name="Euro+Med" /> Synonyme für Nepeta nuda <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Cataria nuda <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Moench, Glechoma nuda <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kuntze.<ref name="Euro+Med" />

Je nach Autor gibt es etwa fünf Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

  • Nepeta nuda subsp. albiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss.) Gams (Syn.: Glechoma marrubioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Kuntze, Nepeta bithynica <templatestyles src="Person/styles.css" />Bornm., Nepeta marrubioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss. & Heldr. ex Benth. nom. illeg., Nepeta nuda var. albiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Boiss.): Sie kommt auf der Balkanhalbinsel, Griechenland, in der Türkei und im Gebiet von Syrien und Libanon vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Nepeta nuda subsp. coerulea <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sol.) O.Bolòs & Vigo (Syn.: Nepeta coerulea <templatestyles src="Person/styles.css" />Sol., Nepeta legionensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Losa, Nepeta numantina <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Segura): Sie kommt in Portugal und Spanien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Nepeta nuda subsp. glandulifera <templatestyles src="Person/styles.css" />Hub.-Mor. & P.H.Davis: Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Nepeta nuda subsp. lydiae <templatestyles src="Person/styles.css" />P.H.Davis (Syn.: Nepeta sulphurea subsp. lydiae <templatestyles src="Person/styles.css" />(P.H.Davis) A.L.Budantzev): Sie kommt im asiatischen Teil der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Nepeta nuda <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. nuda (Syn.: Cataria paniculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Crantz) Moench, Cataria violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Moench, Glechoma violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Kuntze, Nepeta alba <templatestyles src="Person/styles.css" />Steud., Nepeta meda <templatestyles src="Person/styles.css" />Stapf, Nepeta mollis <templatestyles src="Person/styles.css" />Medik., Nepeta montana <templatestyles src="Person/styles.css" />Turra, Nepeta paniculata <templatestyles src="Person/styles.css" />Crantz, Nepeta pannonica <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Nepeta pontica <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Koch,Nepeta nawaschinii <templatestyles src="Person/styles.css" />Bordz., Nepeta sulphurea <templatestyles src="Person/styles.css" />K.Koch, Nepeta turkestanica <templatestyles src="Person/styles.css" />Gand., Nepeta violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Nepeta violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill. nom. illeg., Nepeta nuda var. pannonica <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Nyman): Sie hat in Europa ursprüngliche Vorkommen in Frankreich, Monaco, über Italien, die südliche Schweiz<ref name="InfoFlora" />, Österreich (Niederösterreich, Burgenland, Kärnten, Steiermark)<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />, Ungarn, Polen, der ehemaligen Tschechoslowakei sowie dem ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Russland, Kaukasien und der Türkei bis zur Ukraine verbreitet.<ref name="Euro+Med" /> In Deutschland kommt sie eingebürgert vor, ist aber selten.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />

Literatur

  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Ulmer Verlag, Stuttgart, 8. Auflage 2001, ISBN 3-8001-3131-5.
  • Helmut Gams: Dicotyledones. 3. Teil Labiatae-Solanaceae. In: G. Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band V, 4. Teil. Verlag Carl Hanser, München, 1927 und 1964.
  • C. Turner: Nepeta L., S. 158–160. In: Thomas Gaskell Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea, Band 3: Diapensiaceae to Myoporaceae. Cambridge 1972, ISBN 0-521-08489-X. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="Tropicos"> Nepeta nuda bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Nepeta nuda L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Euro+Med"> World Checklist of Selected Plant Families (2010), The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. In: Datenblatt Nepeta nuda - Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Jens G. Rohwer: Lamiaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 690.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Kahle Katzenminze (Nepeta nuda) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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