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Gelbe Sommerwurz

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(Weitergeleitet von Orobanche lutea)

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Gelbe Sommerwurz
Datei:Orobanche lutea sl2.jpg

Gelbe Sommerwurz (Orobanche lutea)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Sommerwurzen (Orobanche)
Art: Gelbe Sommerwurz
Wissenschaftlicher Name
Orobanche lutea
Baumg.

Die Gelbe Sommerwurz (Orobanche lutea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Sommerwurz (Orobanche) in der Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).

Beschreibung

Die Gelbe Sommerwurz ist eine 10 bis 50 cm hoch werdende, parasitäre Pflanze, die auf verschiedenen Hülsenfrüchtlern (Fabaceae), besonders auf Schneckenklee (Medicago), Steinklee (Melilotus) und Klee (Trifolium) parasitiert. Die Pflanzen haben einen auffallenden, süßlichen Geruch. Der oftmals dunkelbraune Stängel ist mit Schuppenblättern besetzt, die an der Basis dicht, an der Spitze locker stehen.

Die Blütezeit der Großen Sommerwurz liegt im Mai bis Juni. Die Krone ist hellbraun oder rötlich braun gefärbt, die Oberlippe ist ausgerandet oder zweilappig, wobei die Lappen aufrecht stehen. Die Rückenlinie der Krone ist gerade und biegt erst in Höhe der Oberlippe fast rechtwinklig ab. Die Außenseite der Blütenkrone ist nicht mit Drüsenhaaren besetzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.<ref name="Oberdorfer2001" />

Datei:Orobanche lutea 120611.JPG
Gelbe Sommerwurz (Orobanche lutea)

Vorkommen

Die Gelbe Sommerwurz ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien und Zentralasien samt dem Kaukasusraum verbreitet.<ref name="GRIN" /> Sie wächst auf Halbtrockenrasen, Wiesen und an Gebüschsäumen, aber auch in Klee- und Luzernefeldern. Sie bevorzugt warme, mäßig trockene bis trockene, basenreiche, lockere, tiefgründige Lehm- oder Lößböden. Sie kommt in Mitteleuropa besonders in Gesellschaften der Ordnung Origanetalia vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie ist in Höhenlagen bis 950 m zu finden. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" /> Die Art gilt in der Schweiz als stark gefährdet.<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Gelbe Sommerwurz wurde 1816 von Johann Christian Gottlob Baumgarten in Enumeratio Stirpium Magno Transsilvaniae Band 2 Seite 215 als Orobanche lutea erstbeschrieben.

Literatur

  • Hans-Joachim Zündorf, Karl-Friedrich Günther, Heiko Korsch, Werner Westhus (Hrsg.): Flora von Thüringen. Die wildwachsenden Farn- und Blütenpflanzen Thüringens. Weissdorn, Jena 2006, ISBN 3-936055-09-2.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="InfoFlora">Orobanche lutea Baumg. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Gelbe Sommerwurz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien