Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Orgeln der Frauenkirche (München) – WikipediaZum Inhalt springen
Die Hauptorgel (1994) auf der Westempore und die Chororgel (Andreasorgel) (1993) auf einer Seitenempore im südlichen Seitenschiff bilden eine Orgelanlage, die mit 131 Registern zu den größten Orgeln in Deutschland gehört. In der Sakramentskapelle befindet sich eine Orgel, die ausschließlich aus Holzpfeifen besteht. Außerdem gibt es im Dom ein Truhenpositiv (1981).
Mit dem Einbau eines Marmorfußbodens während der Domrenovierung 1990 bis 1994 vergrößerte sich der Nachhall auf 111⁄2′ Sekunden.<ref name=":0">Süddeutsche Zeitung: Die Stimmen des Herrn. Abgerufen am 16. Februar 2020.</ref>
Die Hauptorgel, die 1994 von Georg Jann erbaut wurde, ersetzt eine viermanualige Orgel mit 79 Registern der Werkstatt Josef Zeilhuber aus dem Jahre 1957<ref>Jann Opus 199, München, Liebfrauendom, Hauptorgel. www.jannorgelbau.com. Aufgerufen am 1. Februar 2018.</ref> und ist die sechste in der Geschichte der Kirche.<ref name=":0" /> Die Hauptorgel hat 95 Register (mit 7165 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal und ist sowohl von einem Spieltisch mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur (hinter dem Rückpositiv, obere Empore) als auch einem identischen beweglichen Spieltisch auf der unteren Chorempore (sowie, per Walze, von der Chororgel) aus spielbar. Zusätzlich gibt es ein Chamadewerk mit fünf Registern, das jedem Manual und dem Pedal frei zugeteilt werden kann. Außerdem verfügt das Instrument über drei Neben- und Effektregister: ein Glockenspiel mit 39 Schalenglocken, ein Carillon mit 30 Röhrenglocken sowie einen Zimbelstern. Die Gestaltung des Gehäuses der neuen Hauptorgel wurde von dem Konzept der während des 2. Weltkrieges ausgelagerten Stellwagen-Orgel in St. Marien zu Stralsund angeregt, nachdem Jann in den 1950er Jahren an ihrem Wiederaufbau mitwirkte.<ref name=":1">by: Franz Lehrndorfer – LIVE / Vol. 14 – Franz Lehrndorfer. Abgerufen am 9. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Cornet V<ref group="Anm.">Ab C 4-fach; ab f0 5-fach (+ 8').</ref>
08′
32.
Trompete
16′
33.
Trompete
08′
34.
Horn<ref group="Anm." name="Durch">Durchschlagend.</ref><ref group="Anm." name="Änd">Seit 2005/2006 im Hauptwerk, anstelle von Vox humana 8', die im Schwellwerk aufgestellt wurde.</ref>
08′
Tremulant
III Positiv C–a3
35.
Gemshorn
16′
36.
Praestant
08′
37.
Bourdon
08′
38.
Octave
04′
39.
Blockflöte
04′
40.
Nazard
022⁄3′
41.
Doublette
02′
42.
Tierce
013⁄5′
43.
Larigot
011⁄3′
44.
Mixtur V
011⁄3′
45.
Oberton II<ref group="Anm." name="Ände">2005/2006, anstelle von Cymbel III 2/3' (1994).</ref>
02⁄7′ + 8⁄9′
46.
Dulcian
16′
47.
Schalmey
08′
48.
Clarinette
08′
Tremulant
Glockenspiel (c1–d3)0
Carillon (C–f2)<ref group="Anm." name="Sw">Aus dem IV. Manual.</ref>
IV Schwellwerk C–a3
49.
Gambe
16′
50.
Bourdon
16′
51.
Diapason
08′
52.
Flûte traversière
08′
53.
Bourdon
08′
54.
Aeoline
08′
55.
Salicional
08′
56.
Unda maris (ab A)
08′
57.
Octave
04′
58.
Flûte octaviante
04′
59.
Nachthorn
04′
60.
Viola
04′
61.
Quinte
022⁄3′
62.
Octavin
02′
63.
Tierce
013⁄5′
64.
Piccolo
01′
65.
Progressio harm. II–V
011⁄3′
66.
Plein-jeu IV
02′
66b.
Terzianscharf III-IV
01⁄2′
67.
Basson
16′
68.
Trompette harmonique 0
08′
69.
Hautbois
08′
70.
Vox humana<ref group="Anm." name="Änderu">Seit 2005/2006 im Schwellwerk, anstelle von Horn 8', das im Hauptwerk aufgestellt wurde.</ref>
08′
71.
Clairon harmonique<ref group="Anm.">Repetiert ab gis2 in 8'.</ref>
04′
Tremulant
Carillon (C–f2)<ref group="Anm.">Auch auf dem III. Manual spielbar.</ref>
Chamadewerk C–a3<ref group="Anm." name="Manual">Jedem Manual und dem Pedal frei zuteilbar.</ref>
72.
Chamade
16′
73.
Chamade<ref group="Anm.">Ab g3 labial.</ref>
08′
74.
Tuba
08′
75.
Trompeta quinta<ref group="Anm.">Repetiert ab gis2 in 102⁄3′.</ref> 0
051⁄3′
76.
Clairon<ref group="Anm.">Repetiert ab gis2 in 8'.</ref>
Chamadenkoppeln: an I, II, III, IV und P; Chamaden Suboctave, Chamaden Superoctave.
Zusätzliche Koppeln für die Chororgel in den beiden Hauptspieltischen<ref group="Anm." name="90er" />: OW an I, BW an I.
Spielhilfen: Setzeranlage mit 6.400 Speicherplätzen<ref group="Anm." name="Setzer">2005/2006 Einbau einer neuen Setzeranlage; ursprünglich (1994) 128 Kombinationen.</ref>, Sequenzer vor- und rückwärts, Tutti, Piston „Walze an“, Crescendowalze<ref group="Anm." name="Nicht">Enthält nicht die Chororgel und das Chamadewerk.</ref>, Schwelltritt, Einzelabsteller für die Zungen, Hauptorgel ab<ref group="Anm." name="HA">2005/2006, anstelle der ursprünglichen Schalterbelegung "Schweller Hauptorgel ab".</ref>, Chororgel ab<ref group="Anm." name="CHO">2005/2006, anstelle der ursprünglichen Schalterbelegung "Schweller Chororgel ab".</ref>, Koppeln als Registerwippen und Pistons in Wechselwirkung.
Winddrücke: von 75 mm WS für das Rückpositiv sowie für den Baß des Hauptwerks bis 160 mm WS für die Chamaden und die 32 Fuß-Pfeifen<ref>München, Liebfrauendom, Hauptorgel. In: Orgelbau Thomas Jann. 25. November 2009, abgerufen am 16. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die dreimanualige Chor- oder Andreasorgel mit 36 Registern wurde 1993 erbaut<ref>Jann Opus 197, München, Liebfrauendom, Chororgel. www.jannorgelbau.com. Aufgerufen am 1. Februar 2018.</ref> und befindet sich im südlichen Seitenschiff auf Höhe der Stufen zum Altarraum. Sie verfügt über einen mechanischen Spielschrank, ist durch Lichtwellenleiter mit der Hauptorgel verbunden und kann deshalb auch von der Westempore aus gespielt werden. Ebenso ist die Hauptorgel (über die Crescendowalze) auch vom Spieltisch der Chororgel aus spielbar. Die Chororgel verfügt über einen Cymbelstern als zusätzliches Effektregister. Die römischen Ziffern in Klammern geben an, von welchem Manual des Hauptspieltisches aus das entsprechende Manualwerk der Chororgel aus anspielbar ist.
I (II) Hauptwerk C–a3
1.
Principal
16′
2.
Principal
08′
3.
Bourdon
08′
4.
Octave
04′
5.
Quinte
022⁄3′
6.
Superoctave 0
02′
7.
Cornett V<ref group="Anm.">Ab f0.</ref>
08′
8.
Mixtur VI
011⁄3′
9.
Trompete<ref group="Anm.">Ab dis3 labial.</ref>
08′
10.
Clairon<ref group="Anm.">Ab dis2 labial.</ref>
04′
II (III) Oberwerk C–a3
11.
Principal
08′
12.
Rohrflöte
08′
13.
Octave
04′
14.
Blockflöte
04′
15.
Nasat
022⁄3′
16.
Flautino
02′
17.
Terz
013⁄5′
18.
Scharff IV
01′
19.
Dulcian
16′
20.
Oboe<ref group="Anm.">Ab dis3 labial.</ref>
08′
Tremulant00
III (IV) Brustwerk C–a3 (schwellbar)
21.
Holzgedackt
8′
22.
Salicional
8′
23.
Holzflöte
4′
24.
Principal
2′
25.
Quinte
11⁄3′
26.
Cymbel III
2⁄3′
27.
Cromorne
8′
Tremulant
Cymbelstern
Pedal C–f1
28.
Principal<ref group="Anm." name="gemeinsam">C–H gemeinsam mit Principal 16' I. Manual.</ref> 0
Spielhilfen: Setzeranlage mit 64 Speicherplätzen, Sequenzer vor- und rückwärts, Crescendowalze, Schwelltritt, Pistons „Walze Chororgel an“ und „Walze Hauptorgel an“, Koppeln als Züge und Pistons in Wechselwirkung.
Die zweimanualige Orgel mit elf Registern (ausschließlich Holzpfeifen) und elektrischer Spiel- und Registertraktur wurde im Jahre 1985 erbaut<ref>Jann Opus 108, München, Liebfrauendom, Sakramentskapelle. www.jannorgelbau.com. Aufgerufen am 1. Februar 2018.</ref> und befindet sich in der Sakramentskapelle des Domes.
I Manual C–g3
1.
Principalfichte
8′
2.
Birnenflöte
4′
3.
Nußhörnchen
22⁄3′
4.
Kirschpfeife<ref group="Anm." name="Ur">Ursprünglich im II. Manual, seit 2006 im I. Manual, anstelle von Buchenterz 13⁄5′ (1985).</ref>
2′
5.
Palisandercymbel II0
II Manual C–g3
6.
Gedackteiche
8′
7.
Oregonal<ref group="Anm." name="neu">Neues Register (2006) aus Oregon-Eiche, anstelle von Kirschpfeife 2', die ins I. Manual versetzt wurde.</ref> 0
Das einmanualige transportable Truhenpositiv mit fünf Registern wurde 1981 erbaut<ref>Jann Opus 55, München, Dom, Truhenorgel. www.jannorgelbau.com. Aufgerufen am 1. Februar 2018.</ref>:
Die Chororgel von Zeilhuber befindet sich jetzt in der Kirche St. Katharina von Siena in München. Sie wurde dort mit der ursprünglichen Disposition wieder aufgestellt.
Lehrndorfer, Franz (Hg.): Das Orgelwerk im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau. München: Dompfarramt Zu Unserer Lieben Frau, 1994.
Leitner, Hans: Die Orgeln der Münchner Frauenkirche und ihre Organisten. In: Der Dom Zu Unserer Lieben Frau in München (= Großer Kunstführer Schnell & Steiner, Band 235), hg. v. Peter Pfister, S. 69–73. Regensburg: Schnell & Steiner, 2008.