Xing (Job-Plattform)
Xing (Eigenschreibweise XING) ist eine Online-Jobbörse und ehemalige Social-Media-Plattform.<ref>XING wandelt sich zum Jobs-Netzwerk und stellt Job-Suche in den Mittelpunkt seiner strategischen Neuausrichtung (archiviert vom Original). Abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref> Xing bietet auch die Möglichkeit, berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum zu pflegen. Im September 2025 hatte Xing nach eigenen Angaben 21 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.<ref>Was ist XING? 25. März 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025.</ref> Betrieben wird Xing vom Unternehmen New Work SE in Hamburg, das seit Juni 2025 im alleinigen Besitz der Hubert Burda Media ist.<ref name="burda100" />
Funktionsweise
Angemeldete Benutzer können sowohl berufliche als auch private Daten in ein Profil eintragen. Studium, Ausbildung und beruflicher Werdegang werden ähnlich wie im Lebenslauf in tabellarischer Form dargestellt. Referenzen stützen die Eintragungen. Außerdem können Nutzer ein Profilbild, Kontaktdaten, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie persönliche Interessen eintragen. Eine Verpflichtung zum vollständigen Ausfüllen des Profils mit allen Feldern besteht jedoch nicht. Anhand dieser Informationen können Kontaktwünsche als Gesuche und Angebote formuliert werden. Zur Kontaktaufnahme ist es notwendig, dass ein Kontaktwunsch von der Gegenseite bestätigt wird. Der Benutzer entscheidet selbst in jedem Fall, wer welche Informationen (z. B. Rufnummer, E-Mail-Adresse oder Geburtsdatum) aus seinem Profil zu sehen bekommt. Die Mitgliedschaft bedingt eine Registrierung. Die kostenlose (Basis-)Mitgliedschaft hat im Gegensatz zur kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft eingeschränkte Funktionalitäten. Beispielsweise steht die Suchfunktion nur Premium-Mitgliedern vollständig zur Verfügung.
Die Kündigung der kostenlosen Xing-Mitgliedschaft ist jederzeit möglich. Das Konto wird mit allen eingegebenen Daten vollständig gelöscht. Die Kündigung der Premium-Mitgliedschaft ist nur mit dreiwöchiger Kündigungsfrist zum Ablauf eines abgeschlossenen Zeitraumes möglich.<ref>Zusätzliche Bedingungen für Premium-Zusatzpakete In: Xing. 6. Februar 2023, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Eine Programmierschnittstelle (API) steht außenstehenden Entwicklern und anderen Unternehmen zur Verfügung, um die eigene Funktionalität in Xing anbieten oder die eigenen Daten abrufen zu können.<ref>Julia Schmidt: Xing Developer beendet Beta-Phase und veröffentlicht API. In: heise online. 12. Dezember 2012, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Neben der Webversion steht eine App für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen iOS sowie Android zur Verfügung.
Xing (21 Mio. Nutzer)<ref>Zielgruppe & Media Daten. In: werben.xing.com. Abgerufen am 17. Oktober 2023.</ref> ist ein Mitbewerber zu anderen bekannten Jobbörsen wie Stepstone oder Indeed. Im Bereich des Active Sourcing ist Xing Mitbewerber zum US-amerikanischen Linkedin (304 Mio. Nutzern im europäischen Wirtschaftsraum).
Benutzerfunktionen
Die Benutzerschnittstelle von Xing wird wahlweise auf Deutsch und Englisch angeboten, wobei die meisten Stellenanzeigen wegen des klaren DACH-Fokus der Plattform auf Deutsch ausgeschrieben sind.
Neben der datenbankorientierten Kontaktpflege bot Xing öffentliche Veranstaltungskalender, die dem Benutzer thematisch und regional aufbereitet dargestellt wurden. Darüber hinaus konnte die Terminfunktion auch zur Organisation privater Termine genutzt werden. Das Angebot umfasste außerdem über 50.000 Diskussionsforen,<ref>Gruppen auf Xing. In: xing.com. Xing AG, abgerufen am 7. Oktober 2021.</ref> die teils öffentlich, teils nur für einen bestimmten Kreis von Benutzern zugänglich waren. Dazu zählten auch geschlossene Benutzergruppen mit erweiterten Funktionen für Organisationen und Firmen. Ergänzend zum Online-Angebot gab es zahlreiche Regionalgruppen, die lokale Treffen veranstalteten, auf denen persönliche Kontakte geknüpft werden konnten. So veranstalteten Mitglieder im Jahr 2010 mehr als 180.000 Events. Die Event- und Gruppenfunktion wurde 2023 beendet.
Jeder angemeldete Benutzer hat auch ein eigenes Postfach. Dieses ist ausschließlich über Xing zugänglich. Seit Oktober 2007 bietet Xing außerdem (bis März 2009 unter dem Titel Marketplace) eine Jobbörse an. Mitglieder der Plattform können dort sowohl selbst Stellenangebote einstellen als auch nach freien Stellen suchen. Die Jobvermittlung stellt seit 2023 die Hauptfunktion der Plattform dar.<ref>Annette Mattgey: Werben & Verkaufen 403 Forbidden. In: W&V. 28. Dezember 2022, abgerufen am 20. September 2023.</ref><ref>Eva-Maria Weiß: Xing stellt Gruppen und Events-Seite ein: Fokus liegt auf Jobvermittlung. In: heise online. 11. Januar 2023, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Seit Juli 2024 ist ein Großteil der Funktionen wie zum Beispiel der komplette Stellenmarkt, Informationen über potenzielle Arbeitgeber, Gehalts- und Karrieretipps sowie Bewerbungsratgeber auch für nicht registrierte Nutzer zugänglich.<ref>XING: Jobangebote und KI-Tools ohne Anmeldung verfügbar. In: OnlineMarketing.de. Abgerufen am 24. April 2026.</ref><ref>Christina Petrick-Löhr: Xing will Job-Plattform für alle werden. In: Personalwirtschaft. 27. März 2023, abgerufen am 24. April 2026.</ref>
Zielgruppe dieser Plattform sind zum einen berufstätige Personen, die ihr Kontaktnetzwerk (Partner, Kunden, Freunde, Interessenten, Ex-Kollegen, Ex-Kommilitonen usw.) online pflegen. Um Mitglied zu werden, müssen Internetnutzer das 18. Lebensjahr vollendet haben. Eine weitere Zielgruppe sind Unternehmen, die über Stellenanzeigen oder Active-Sourcing-Lösungen nach neuem Personal suchen, sich mithilfe eines Unternehmensprofils darstellen und ihre Arbeitgebermarke (Employer Branding) pflegen können.<ref>XING TalentManager - was ist das? Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Dezember 2024; abgerufen am 24. April 2026.</ref>
Kritik
Datenschützer bemängeln, dass Teilnehmer in Unkenntnis der Schutzeinstellungsmöglichkeiten ihre eigenen Kontaktbeziehungen ungeschützt der breiten Öffentlichkeit preisgeben.<ref>Philipp Schaumann: Privatsphäre-Verlust durch Social Networks., In: sicherheitskultur.at. August 2023, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Durch die Funktion „Mitglieder, die meine Kontaktseite kürzlich aufgerufen haben“, die nur für Premiumnutzer uneingeschränkt nutzbar ist, wird die eigene Nutzungsweise der Plattform für andere Nutzer bewusst oder unbewusst sichtbar. Auch die Funktion „Neues aus meinem Netzwerk“ hat unter Mitgliedern Diskussionen ausgelöst.<ref>Christiane Schulzki-Haddouti: Neue Xing-Funktion weckt Datenschutzbedenken. In: heise online. 6. Dezember 2007, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref>
Weitere Kritik gab es Anfang Januar 2008, als bekannt wurde, dass auf den Profilseiten Werbung eingeblendet wird, wenn nichtzahlende Mitglieder diese aufrufen. Über diese Neuerung fühlten sich die zahlenden Mitglieder nur unzureichend informiert. Aufgrund der zahlreichen Kritik wurde zunächst eine Funktion eingebaut, mit der zahlende Mitglieder die Werbung auf ihren Profilen unterbinden können. Kurz darauf wurden die Werbeeinblendungen wieder vollständig abgeschaltet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Xing: Keine Werbung auf den Premium-Profilseiten ( vom 7. Januar 2009 im Internet Archive), auf werbeblogger.de</ref>
Xing sammelte Unternehmensprofile automatisch, wenn mindestens vier Mitarbeiter bei Xing angemeldet sind. Dieses war insofern problematisch, als diese Unternehmensprofile unter anderem über kein Impressum verfügen. Unternehmen können laut einem Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth diese automatisch angelegten Profile löschen lassen.<ref>Johannes Haupt: Gericht: Automatisches Unternehmensprofil in Xing muss nicht hingenommen werden. In: heise online. 16. Mai 2011, abgerufen am 30. Juni 2018.</ref>
Ehemalige Mitglieder mit gekündigtem Account beklagten, auch nach der Kündigung noch Newsletter und Nachrichten per E-Mail zu erhalten.<ref>Xing: Hartnäckig wie Herpes – Kolumne. In: Der Spiegel. 7. September 2016, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Im April 2019 wurde Xing von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufgrund von intransparenten Kündigungsoptionen kritisiert. Die Kritik war darin begründet, dass Premium-Nutzer online ihre Kündigung erklären konnten, jedoch im Anschluss eine E-Mail bekamen, in der sie durch das Klicken eines Buttons die Kündigung bestätigen mussten. Wurde der Button nicht geklickt, akzeptierte Xing sie nicht und verlangte weiterhin Geld von den Premium-Nutzern, das Verfahren blieb unverändert.<ref>Xing-Mitgliedschaft: Achtung bei Online-Kündigung. In: verbraucherzentrale.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Juli 2020; abgerufen am 12. August 2020.</ref>
New Work
| New Work SE
| |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | New Work Logo 2023.svg | |
| Rechtsform | Europäische Gesellschaft |
| ISIN | DE000NWRK013 |
| Gründung | 2003 |
| Sitz | Hamburg, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | ~ 1.400 (2024)<ref name="Factsheet">Fact Sheet. (PDF) In: eqs.com. 12. September 2024, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref> |
| Umsatz | 305,6 Mio. Euro (2023)<ref name="Geschäftsjahr2023" /> |
| Branche | Soziale Netzwerke |
| Website | www.new-work.se |
| Stand: 2024 | |
| Jahr | Umsatz in Mio. € |
Mitarbeiter | Mitglieder gesamt (in Mio.) |
Mitglieder zahlende (in Mio.) |
|---|---|---|---|---|
| 2008 | 35,3 | 174 | ||
| 2009 | 45,1 | 265 | ||
| 2010 | 54,3 | 306 | 0,745 | |
| 2011 | 66,2 | 456 | 0,784 | |
| 2012 | 73,3 | 513 | 0,808 | |
| 2013 | 84,8 | 571 | 0,830 | |
| 2014 | 101,4 | 649 | 0,835 | |
| 2015 | 123,0 | 792 | 0,881 | |
| 2016 | 148,5 | 961 | 10,4 | 0,929 |
| 2017 | 187,8 | 1290 | 13,4 | 0,994 |
| 2018 | 231,5 | 1439 | 15,3 | 1,025 |
| 2019 | 269,2 | 1778 | 17,2 | >1,052 |
| 2020 | 276,5 | 1787 | 18,8 | |
| 2021 | 284,5 | 1712 | 20,3 | |
| 2022 | 313,4 | 1887 | 21,5 | |
| 2023 | 305,6 | 1542 | 22,1 |
Xing wird von der Hamburger New Work SE betrieben (bis Juli 2007 unter dem Namen Open Business Club AG, danach bis Juli 2019 Xing SE).<ref>Die Xing SE wird zur New Work SE. In: Xing. Abgerufen am 2. August 2019.</ref> Die Plattform wurde im August 2003 unter dem Namen OpenBC (Open Business Club) durch Lars Hinrichs gegründet und zählte laut Geschäftsbericht Ende des ersten Quartals 2012 über 12 Millionen Benutzer, davon 793.000 mit einer kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft.<ref>Geschäftsbericht 2012. (PDF) 28. März 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. März 2017; abgerufen am 12. August 2022.</ref> 5,5 Millionen Mitglieder stammten 2012 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, davon 765.000 zahlende Mitglieder.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Präsentation des Zwischenberichtes von Xing ( vom 25. November 2011 im Internet Archive) (offline)</ref> Allein in Deutschland weist Xing monatlich 2,6 bis 3,5 Millionen Besuche von Usern auf.<ref>L. Rabe: Themenseite: Xing. In: Statista. 31. August 2021, abgerufen am 12. August 2022.</ref> Im März 2016 vermeldete das Unternehmen 10 Millionen Mitglieder in der D-A-CH-Region, darunter 880.000 Premium-Mitglieder.<ref>Freude bei Xing: Karriere-Netzwerk vermeldet über 10 Mio. Mitglieder in DACH-Region. In: Meedia. Abgerufen am 2. April 2016.</ref> 2018 konnte zuerst die Millionen-Marke bei den Premium-Mitgliedern erreicht werden, im dritten Quartal 2019 wurden 1,05 Millionen Premium-Mitglieder gemeldet.<ref>Xing – Zahlende Mitglieder in der DACH-Region 2019. In: Statista. Abgerufen am 20. Mai 2021.</ref>
Im Dezember 2006 erfolgte der Börsengang. Im November 2009 gab das Medienhaus Hubert Burda Media bekannt, 25,1 % der Aktien von der Cinco Capital GmbH erworben zu haben. Geschäftsführer der Cinco Capital ist der Gründer Lars Hinrichs. Burda wurde damit Hauptaktionär.<ref>Burda wird Hauptaktionär von Xing. In: kress. 18. November 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. November 2009; abgerufen am 11. April 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Xing: Hubert Burda Media neuer Hauptaktionär der Xing AG ( vom 24. Dezember 2009 im Internet Archive)</ref> Zum 20. März 2012 hielt die Burda Digital GmbH 29,7 % der Xing-Aktien.<ref>Christof Schürmann: Xing im Visier. In: Wirtschaftswoche. 17. März 2012.</ref> Bis Oktober 2012 baute Burda den Anteil auf 39,89 Prozent aus und machte ein Übernahmeangebot für Xing.<ref>Burda macht Übernahmeangebot für Xing. In: heise online. 26. Oktober 2012, abgerufen am 20. September 2023.</ref><ref>Kontrollerwerb. In: EQS News. 26. Oktober 2012, abgerufen am 20. September 2012</ref> Bis Angebotsende am 7. Dezember 2012 erhöhte sich dadurch der Aktienanteil von Burda auf 59,2 %.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Burda News: Anteil an Xing AG erhöht ( vom 17. Dezember 2012 im Internet Archive). Abgerufen am 12. Dezember 2012 (offline)</ref> Bereits im Februar 2013 wurde der Anteil auf 52,6 % reduziert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Xing-Aktie: Erfolgreiche Paket-Platzierung. ( vom 23. Juli 2014 im Internet Archive) Hubert Burda Media, 14. Februar 2013. (offline)</ref> 2023 lag der Anteil von Burda bei 50,2 %.<ref name="Factsheet" /> Im Juni 2025 übernahm Burda 100 % der Aktienanteile von Xing.<ref name="burda100">Daniel Sallhoff: Xing ist nun zu 100 Prozent im Besitz von Burda. In: Meedia. 26. Juni 2025, abgerufen am 2. Juli 2025.</ref>
Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass Xing den Münchner Online-Ticketverkaufs- und Event-Organisationsanbieter Amiando zum Gesamtpreis von 10,35 Millionen Euro mit Wirkung zum 1. Januar 2011 gekauft hat.<ref>Alexander Hüsing: Xing übernimmt amiando – Kaufpreis: 10,35 Millionen Euro. In: deutsche-startups.de. 9. Dezember 2010, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Xing-Mitglieder konnten die Amiando-Dienstleistungen für Online-Veranstaltungen nun auch direkt über Xing nutzen, also Event-Tickets anbieten und verkaufen. Zwischenzeitlich wurde Amiando unter dem Namen Xing Events fortgeführt.<ref>Xing Events / amiando: Eventmanagement-Lösungen aus einer Hand. In: xing-events.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2016; abgerufen am 2. April 2016.</ref> 2023 wurde Xing Events eingestellt.<ref>Paul Colston: Xing closes its events business. In: CMW. 3. April 2023, abgerufen am 20. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anfang Januar 2013 gab Xing eine Übernahme im E-Recruiting bekannt: Das berufliche Netzwerk kaufte das österreichische Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu (Eigenschreibweise kununu). Der Kaufpreis belief sich zunächst auf 3,6 Mio. Euro und konnte sich bis 2015 – abhängig von der Geschäftsentwicklung von Kununu – noch um 5,8 Mio. Euro steigern.<ref>Xing übernimmt Karriere-Portal in Österreich. In: Merkur.de. 8. Januar 2013, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
Im Geschäftsjahr 2011 erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse von 66,2 Millionen Euro und lag damit 22 % über dem Umsatz des Geschäftsjahres 2010. Von 2008 bis 2012 war Stefan Groß-Selbeck Vorstandsvorsitzender von Xing-<ref>Sven Clausen: Ex-Xing-Chef Groß-Selbeck leitet neue Einheit von Boston Consulting. In: Manager Magazin. 5. Juni 2014, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Petra von Strombeck war von 2020 bis 2025 Vorstandsvorsitzende. Im Juni 2025 übernahm Maximilian Preisser diese Rolle.<ref name="burda100" />
Die Aktien werden seit dem 7. Dezember 2006 an der Börse gehandelt,<ref>OpenBC-Chef ist zufrieden. In: ard.de. 7. Dezember 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Oktober 2008; abgerufen am 11. April 2016.</ref> zwischen September 2011 und März 2021 waren sie im TecDAX gelistet. Seit 2012 fokussiert sich das Unternehmen auf den deutschsprachigen Markt. Etwa 91 % der Seitenaufrufe kommen aus der D-A-CH-Region.
Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens veröffentlichte Xing 2013 das Printmagazin Spielraum zu Themen zum Wandel der Arbeitswelt.<ref>Petra Schwegler: „Spielraum“: Burda produziert Xing-Magazin. In: W&V. 3. Oktober 2013, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Im Anschluss wurde der New Work Award an Firmen mit den besten Ideen zur neuen Arbeitswelt vergeben.<ref>Das sind Deutschlands beste Arbeitgeber. In: Focus Online. 28. Januar 2014, abgerufen am 20. September 2023.</ref> Das Projekt wurde mit Blogs fortgeführt, wobei eigene Inhalte produziert und externe Experten wie Thomas Sattelberger eingebunden wurden. Die redaktionelle Leitung hat der ehemalige stern.de-Vizechefredakteur Ralf Klassen.<ref>Melanie Melzer: Xing führt spielraum digital weiter. In: kress.de. 29. April 2014, abgerufen am 20. September 2023.</ref>
New Work ist Eigentümer der Marken Xing, onlyfy, kununu und InterNations (in der Vergangenheit auch von onlyfy und Honeypot).<ref>NEW WORK SE. Unsere Marken. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> Zwischen September 2021 und Januar 2026 saß das Unternehmen im New Work Harbour in der Hamburger HafenCity.<ref>New Work SE bezieht neues Headquarter in der HafenCity. In: Hamburg News. 30. August 2021, abgerufen am 12. September 2022.</ref> Im Januar 2026 zog New Work an den Baumwall (Hamburg-Neustadt).<ref>Quest Investment Partners: Es ist soweit. In: LinkedIn. 22. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
Im März 2023 entließ das Unternehmen 68 Mitarbeiter<ref>Silvia Risch: Wegen neuer Ausrichtung: Hamburgs Job-Netzwerk Xing baut Stellen. In: Hamburger Morgenpost. 21. März 2023, abgerufen am 31. März 2023.</ref> und somit auch die komplette Zürcher Belegschaft.<ref>Maximilian Schenner: Xing entlässt komplette Zürcher Belegschaft. In: Netzwoche. 24. März 2023, abgerufen am 31. März 2023.</ref> Im Januar 2024 wurde die Entlassung von 400 der aktuell 2000 Angestellten angekündigt.<ref>Hamburg: Xing streicht Hunderte Jobs. In: ndr.de. 12. Januar 2024, abgerufen am 17. Januar 2024.</ref>
Im Juni 2024 kündigte das Unternehmen das Delisting von der Börse an,<ref>Michael Kroker: New Work: Warum Xing auf der Stelle tritt, während LinkedIn wächst und wächst. In: WirtschaftsWoche. 4. Juni 2024, abgerufen am 13. August 2024.</ref> das am 26. August 2024 vollzogen wurde.<ref>Delisting der New Work SE Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse mit Wirkung zum Ablauf des 26. August 2024. In: new-work.se. 23. August 2024, abgerufen am 6. September 2024.</ref> Alle Anteile sind seit Juni 2025 im Besitz von Hubert Burda Media.<ref name="burda100" /> Im Dezember 2025 wurden 260 Mitarbeiter entlassen.<ref>Michael Reis: Job-Schock bei New Work SE und Xing: 260 Stellen weg – vor allem in Hamburg. In: Hamburger Morgenpost. 10. Dezember 2025, abgerufen am 28. Januar 2026.</ref>
Literatur
- Johanna Jürgens: Soziale Netzwerke: Ist da noch wer? In: Die Zeit. 9. April 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 12. April 2024] in der gedruckten Ausgabe Nr. 15 vom 4. April 2024, S. 22).
- Joachim Rumohr, Andreas Lutz: Xing optimal nutzen. 6. Auflage, Linde, Wien 2014, ISBN 978-3-7093-0554-6.
- Monika Zehmisch: Business-Networking mit Xing. 2. Auflage, Data Becker, Düsseldorf 2010, ISBN 978-3-8158-3067-3.
Weblinks
- Literatur von und über Xing im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- xing.com
- corporate.xing.com
- recruiting.xing.com
- new-work.se
Einzelnachweise
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