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Open-Window-Phänomen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Das Open-Window-Phänomen ist ein Begriff der Psychoneuroimmunologie und umschreibt die immunologische Lücke nach sportlichen Belastungen des Organismus. Es gilt als erwiesen, dass Infektionskrankheiten nach intensiven Belastungen vermehrt festzustellen sind.

Das erhöhte Erkrankungsrisiko (überwiegend grippale Infekte, Infektionen der Harnwege und Durchfälle) im Anschluss an eine körperliche oder psychische Belastung lässt sich labormedizinisch objektivieren.<ref>David C. Nieman, Nicolette C. Bishop: Nutritional strategies to counter stress to the immune system in athletes, with special reference to football. In: Journal of Sports Sciences. Band 24, Nr. 7, Juli 2006, ISSN 0264-0414, S. 763–772, doi:10.1080/02640410500482982 (tandfonline.com [abgerufen am 14. Februar 2026]).</ref> Immunparameter wie die Zahl der Granulozyten, der natürlichen Killerzellen sowie der B- und T-Lymphozyten im Blut steigen unter Belastung zunächst, um dann in der Abspannphase steil unter das Ausgangsniveau zu fallen. Krankheitserregern wird damit praktisch ein „Fenster zum Körper“ geöffnet.

Diese immunologische Dynamik ist nach heutiger Erkenntnis ein Produkt körperlicher und psychischer Überlastung.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />