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Philipp Offenheimer

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Philipp Offenheimer (* 10. September 1861 in Schmieheim; † 4. Oktober 1930 in Okriftel) war ein jüdischer Unternehmer, Kommerzienrat, Erfinder<ref>Das Papier: Patent vom 17. August 1897, abgerufen am 8. Dezember 2001</ref>, Mitpatentinhaber<ref>Patent GB266670A: Improvements in or relating to paper-making machines. Angemeldet am 15. November 1926, veröffentlicht am 15. Februar 1928, Erfinder: Philipp Offenheimen, Phil Siegfried Bloch, Ernst Offenheimer.</ref> und Förderer des Senckenberg Naturmuseum.<ref>Aktiver Förderer, abgerufen am 7. Dezember 2011</ref>

Leben

Offenheimer heiratete in Stuttgart Lucie die (1868–1964) in München geboren wurde. Aus dieser Ehe stammen die Geschwister Ernst und Marie Therese (1890–1986) Offenheimer. Nach seinem Tode hinterließ er ihnen unter der anschließenden Leitung von Ernst die Cellulosefabrik Phil. Offenheimer Okriftel (Cellulosefabrik Okriftel a. M. Ph. Offenheimer, Cellulosefabrik Ph. Offenheimer Okriftel a. M auch Cellulose-Fabrik Okriftel).<ref>Persönliche Daten der Familie, (englisch) (PDF-Datei; 79 kB), abgerufen am 8. Dezember 2011</ref> Als Unternehmer war er führend in der Herstellung von Zellulose, Kohlepapier und Papier. Zusätzlich produzierte er Sprit.<ref>Sprit, abgerufen am 8. Dezember 2011</ref><ref>Tag der offenen Tür 2010, (Foto von zwei Zapfsäulen), abgerufen am 8. Dezember 2011</ref>

Nach der Arisierung des Betriebes im Frühjahr 1938 und der Reichspogromnacht floh die Familie nach London und Lucie Offenheimer emigrierte 1942 mit ihrer Tochter Marie Therese nach San Francisco. Restituiert 1949<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Landesarchiv 01.04.01.03. Prozesse (Memento vom 6. Mai 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei; 2,51 MB), abgerufen am 8. Dezember 2011</ref> wurde der Betrieb 1951 an die Phrix-Werke AG verkauft.<ref>Der Raubzug der Barbaren, abgerufen am 7. Dezember 2011</ref>

Mäzen

Philipp Offenheimer unterstützte finanziell den Bau des ab 1930 errichteten Okrifteler Rathauses und überließ der ortsansässigen jüdischen Gemeinde die ehemalige Kantine als Schul- und Gebetsraum.

Literatur

  • Norbert Cobabus: Deutsche Juden in der modernen Industriegeschichte am Beispiel der Firmen C.F. Donner, Bloch & Hirsch, Cellulose- u. Papierfabrik Okriftel sowie Telefonbau & Normalzeit : vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang der 1950er Jahre, Verein für ein Forschungs-, Ausstellungs- und Dokumentationszentrum des Ehem. Fabrikgeländes Ober-Rodener Straße in Rödermark-Urberach, Rödermark-Urberach, 2007, S. 81, 82.
  • Alfred Krump und Winfried Schwarz: Okrifteler Geschichte und Geschichten, 2010
  • Hartmut Berghoff, Cornelia Rauh-Kühne: Fritz K.: Ein deutsches Leben im zwanzigsten Jahrhundert

Weblinks (Auswahl)

Einzelnachweise

<references />