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Oki Denki Kōgyō

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Oki Electric Industry Co., Ltd.

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Oki logo.svg
Rechtsform Kabushiki-gaisha (Aktiengesellschaft)
ISIN JP3194000000
Gründung 12. Januar 1881 (als Meikōsha); 1. November 1949 (Neugründung als Oki Electric Industry)
Sitz Minato-ku, Tokio, Japan
Leitung Takahiro Mori (CEO)<ref name="ceo">Oki Electric Industry CEO and Key Executive Team. Craft.co, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mitarbeiterzahl 11.956 (Konzern, Stand Dezember 2025)<ref name="corpprofile">Corporate Profile (Stand April 2026). Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Umsatz 452,46 Mrd. ¥ (GJ 2024/25)<ref name="umsatz">Oki Electric Industry (TYO:6703) Revenue. Stock Analysis, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Branche Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektrotechnik
Website www.oki.com
Datei:Toranomon-first01.jpg
Hauptsitz im Toranomon First Garden, Minato-ku, Tokio

Oki Denki Kōgyō (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Oki Denki Kōgyō Kabushiki-gaisha, engl. Oki Electric Industry Co., Ltd.), üblicherweise als OKI bezeichnet, ist ein japanisches Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie mit Hauptsitz in Minato-ku, Tokio. Die Aktie wird an der Tokioter Börse unter dem Ticker 6703 gehandelt. OKI war bis Oktober 2022 im Nikkei 225 gelistet und wurde im Rahmen einer turnusmäßigen Überprüfung aus dem Index entfernt.<ref name="nikkei-removal">Nikkei 225 to replace 3 constituent stocks. Nikkei Asia, 5. September 2022, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Firmengeschichte

Gründung und Pionierzeit der Telekommunikation (1881–1917)

Datei:OKI Teletype Automatic Switching System.jpg
Automatische Fernschreib-Vermittlungsanlage von OKI

Kibataro Oki (1848–1906) trat 1874 in die Schule für Technologie beim Telegrafenamt ein und war ab 1877 an den ersten Versuchen beteiligt, importierte Bell-Telefone durch Nachbau für den japanischen Markt herzustellen. Am 12. Januar 1881 gründete er in Tokio-Shinsakanacho (Kyōbashi) das Unternehmen Meikōsha (明工舎).<ref name="oki-hist1">History 1876–1939. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bereits im Gründungsjahr präsentierte Oki sein „Microsound“-Telefon (nach dem Edison-Prinzip) auf der Zweiten Nationalen Industrieausstellung und gewann den zweiten Platz. 1882 lieferte Meikōsha tragbare Drucker nach deutschem Vorbild an die japanische Armee. 1885 gewann das Unternehmen eine Silbermedaille für lackierten Kupferdraht auf der International Exhibition of Inventions in London.<ref name="oki-hist1" />

1889 wurde das Unternehmen in Oki Electric Works umbenannt. 1890 wurden in Tokio und Yokohama die ersten Telefonvermittlungsstellen eingerichtet; Meikōsha lieferte Telefone und stellte 1896 Japans erste im Inland gefertigte Magnet-Serienvermittlung für die Tokioter Zentrale bereit. Im selben Jahr wurde die Vertriebsabteilung als eigenständiges Unternehmen Oki & Company ausgegliedert.<ref name="oki-hist1" /><ref name="fundinguniverse">History of OKI Electric Industry Company, Limited. FundingUniverse / International Directory of Company Histories, Vol. 2, St. James Press, 1990, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kibataro Oki starb 1906. Das Unternehmen wurde 1907 als Oki & Co., Ltd. neu organisiert und 1912 in Oki Electric Co., Ltd. überführt, mit Soichiro Asano als erstem Vorsitzenden. Im Ersten Weltkrieg erhielt OKI 1916 Auslandsaufträge aus Russland für Feldtelefone und Elektrodraht. 1917 wurden Vertrieb und Fertigung unter dem Namen Oki Electric Company, Limited wiedervereint; das Unternehmen verfügte zu diesem Zeitpunkt über vier Werke und rund 4.000 Beschäftigte.<ref name="oki-hist1" /><ref name="fundinguniverse" />

Automatisierung und Militärproduktion (1920er–1945)

1924 begann OKI die Testproduktion von Radioempfängern. Nach dem Großen Kantō-Erdbeben von 1923, das Tokios Infrastruktur schwer beschädigte, wurden Japans Telefonvermittlungen automatisiert. 1926 schloss OKI ein Technologieabkommen mit der britischen General Electric Company (GEC) zur Herstellung automatischer Vermittlungsanlagen. 1930 lieferte das Unternehmen die erste AEI-Typ-Automatvermittlung an das Nakano-Telefonamt in Tokio. 1934 erschien erstmals das Oki Technical Review, ein bis heute fortgeführtes Fachmagazin.<ref name="oki-hist1" />

In den 1930er Jahren wuchs OKI zu einem der führenden Elektrotechnikhersteller Japans heran. Mit zunehmender Militarisierung wurden Ende der 1930er Jahre die Werke Shibaura (Armeekommunikation) und Shinagawa (Marineinstrumente) unter militärische Kontrolle gestellt. Während des Pazifikkrieges stellte OKI fast ausschließlich Militärgüter her, darunter Feldtelefone, Flugfunkgeräte und Hydrophone. 1944 wurden die Hauptwerke offiziell zu Rüstungsbetrieben erklärt. Bei Kriegsende 1945 war das Shibaura-Werk durch Bombenangriffe schwer beschädigt.<ref name="oki-hist1" /><ref name="oki-hist2">History 1940–1959. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nachkriegszeit und Diversifizierung (1945–1979)

Datei:OKITAC-4300C.jpg
OKI OKITAC-4300C Großrechner

Nach der Kapitulation reduzierte OKI den Betrieb auf fünf verbliebene Werke (Fukushima, Shibaura, Shinagawa, Tomioka, Warabi). Die US-Besatzungsbehörden (GHQ) stuften das Unternehmen als „eingeschränkten Betrieb“ ein; eine geplante Zerschlagung wurde 1948 zurückgenommen. Am 1. November 1949 wurde die bisherige Gesellschaft aufgelöst und unter dem heutigen Namen Oki Electric Industry Co., Ltd. neu gegründet. 1951 erfolgte die Börsennotierung an der Tokioter Börse.<ref name="oki-hist2" /><ref name="fundinguniverse" />

Die 1950er Jahre markierten den technologischen Aufbruch: 1954 schloss OKI Lizenzabkommen mit der französischen Compagnie Industrielle des Téléphones sowie mit Raytheon für Radartechnologie. 1956 lieferte OKI als erster Hersteller kommerzielle Kreuzschienen-Vermittlungssysteme nach Ericsson-Bauart. 1957 begann die Grundlagenforschung für elektronische Computer, die 1959 mit der Fertigstellung des OPC-1-Computers (auf Basis von Parametronen) erste Ergebnisse lieferte.<ref name="oki-hist2" />

1961 entwickelte OKI den Großrechner OKITAC-5090 und begann die Massenproduktion von Halbleitern im neuen Werk Hachioji. OKI gehörte zu den „Big Six“ der japanischen Computerindustrie neben NEC, Hitachi, Fujitsu, Toshiba und Mitsubishi Electric. 1963 entstand ein Joint Venture mit Sperry Rand (Univac) zur Großrechnerproduktion (Oki Univac Co., Ltd.). 1964 wurde der OKISAVER entwickelt, ein Terminal für Online-Bankeinlagen – ein früher Vorläufer moderner Bankterminals.<ref name="oki-hist3">History 1960–1979. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="fundinguniverse" />

1971 lieferte OKI Online-Bargeldautomaten an die Fuji Bank und das erste elektronische Vermittlungssystem D10 an das Yodobashi-Telefonamt in Tokio. 1972 wurde in den USA die Oki Data Corporation gegründet und OKIs erster Thermodrucker entwickelt. 1973 erhielt das Unternehmen einen Großauftrag für ein nationales Mikrowellennetz im Irak. Weitere Auslandsaufträge folgten aus Kuwait (vollautomatische Telexvermittlung, 1976) und Nigeria (Mikrowellennetz, 1976).<ref name="oki-hist3" />

Digitalisierung und Globalisierung (1980–1999)

Datei:BMC IF800 20 02.JPG
OKI if800 Business-PC (1980)

1980 entwickelte OKI den 64K-DRAM-Chip und brachte die if800-Reihe von Personal Computern auf den Markt. 1982 stellte OKI mit der AT-100-Serie die ersten Geldautomaten mit automatischen Auszahlungs- und Überweisungsfunktionen vor – das Unternehmen beansprucht die Entwicklung des weltweit ersten Cash-Recycling-ATM, bei dem eingezahlte Banknoten unmittelbar für Auszahlungen genutzt werden konnten.<ref name="oki-hist4">History 1980–1999. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="atm-history">OKI and Hitachi Form Joint Venture for Automated Equipment Business. Japan Industry News, 27. März 2026, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1984 wurden fünf US-Tochtergesellschaften zur Oki America Inc. zusammengefasst; im selben Jahr eröffnete ein Produktionswerk bei Atlanta (Georgia). 1987 wurde in Schottland die Oki (UK) Limited gegründet. 1990 entstand die Oki (Thailand) Co., Ltd. und eine VLSI-Fabrik in Tualatin, Oregon. 1992 schloss OKI ein Kooperationsabkommen mit Hewlett-Packard im Bereich integrierter Schaltkreise.<ref name="oki-hist4" /> Neben der Lizenzfertigung von Intel-Prozessoren (u. a. CMOS-Versionen des Intel 8085 und Intel 8088) entwickelte OKI eigene ADPCM-Sprachsynthesechips der MSM-Serie. Insbesondere der MSM5205 (ab ca. 1984) und der MSM6295 (ab 1987) wurden in Hunderten von Arcade-Spielautomaten namhafter Hersteller wie Capcom und Data East eingesetzt und erlangten in der Retro-Gaming-Community Kultstatus.<ref>OKI Voice Synthesis LSI Data Book. (PDF) OKI Semiconductor, 1987, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>MSM6295. Video Game Music Preservation Foundation (VGMPF), 16. August 2023, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Oktober 1994 wurde das Drucker-, Fax- und Peripheriegerätegeschäft in die neu gegründete Oki Data Corporation ausgelagert. 1998 kündigte OKI eine neue Halbleiterstrategie an. 1999 übernahm das Unternehmen das ATM-Geschäft von Toshiba und brachte das IP-Telefonanlagensystem IPstage auf den Markt.<ref name="oki-hist4" />

Datei:Ic-photo-OKI--M80C85A-2--(8085-CPU).JPG
OKI M80C85A – CMOS-Nachbau des Intel 8085-Prozessors

1984 wurden fünf US-Tochtergesellschaften zur Oki America Inc. zusammengefasst; im selben Jahr eröffnete ein Produktionswerk bei Atlanta (Georgia). 1987 wurde in Schottland die Oki (UK) Limited gegründet. 1990 entstand die Oki (Thailand) Co., Ltd. und eine VLSI-Fabrik in Tualatin, Oregon. 1992 schloss OKI ein Kooperationsabkommen mit Hewlett-Packard im Bereich integrierter Schaltkreise.<ref name="oki-hist4" />

Im Oktober 1994 wurde das Drucker-, Fax- und Peripheriegerätegeschäft in die neu gegründete Oki Data Corporation ausgelagert. 1998 kündigte OKI eine neue Halbleiterstrategie an. 1999 übernahm das Unternehmen das ATM-Geschäft von Toshiba und brachte das IP-Telefonanlagensystem IPstage auf den Markt.<ref name="oki-hist4" />

Neuausrichtung im 21. Jahrhundert (2000–heute)

Datei:Lawson ATM 2019,04.jpg
OKI-Geldautomat in einer Lawson-Filiale in Japan

2002 erhielten alle japanischen Produktions- und Entwicklungsstandorte die ISO 14001-Zertifizierung. 2004 gründete OKI mit OKI WorkWel ein Telearbeitsunternehmen speziell für schwerbehinderte Menschen. Im selben Jahr wurde OKIs Iris-Erkennungssystem vom deutschen Bundesinnenministerium für die Grenzkontrolle am Flughafen Frankfurt ausgewählt.<ref name="oki-hist5">History 2000–2019. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2008 wurde der Halbleiter-Geschäftsbereich als Oki Semiconductor ausgegliedert und an Rohm veräußert (2011 umbenannt in Lapis Semiconductor).<ref>Notice Regarding the Acquisition of OKI's Semiconductor Business Subsidiary. Rohm, 1. Oktober 2008, abgerufen am 25. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ebenfalls 2008 gelang OKI die weltweit erste Übertragung von Daten mit 160 Gbit/s über große Distanzen mittels Glasfaser. 2010 trat OKI dem Global Compact der Vereinten Nationen bei.<ref name="oki-hist5" />

2016 lieferte OKI 600 Cash-Recycling-Geldautomaten an die State Bank of India. 2018 wurde das Unternehmen von Thomson Reuters unter die Top 100 Global Technology Leaders aufgenommen. 2019 verabschiedete OKI die Environmental Challenge 2030/2050 und KI-Prinzipien für die gesamte Unternehmensgruppe.<ref name="oki-hist5" />

2022 wurde im Honjo-Werk das erste nach dem ZEB-Standard (Zero Energy Building) zertifizierte große Produktionsgebäude Japans fertiggestellt. Im April 2023 reorganisierte OKI sein Geschäft grundlegend in vier Segmente (siehe Unternehmensstruktur) und formulierte den Medium-Term Business Plan 2025.<ref name="oki-hist6">History 2020–2024. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="mtbp" />

Unternehmensstruktur und Geschäftsbereiche

Im April 2023 reorganisierte OKI seine bisherige Struktur aus acht Geschäftsbereichen in fünf Divisionen und vier Berichtssegmente:<ref name="mtbp">Medium-Term Business Plan 2025. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

  • Public Solutions – Verkehrsinfrastruktur, Katastrophenschutz- und Verteidigungssysteme
  • Enterprise Solutions – Drucker, Geldautomaten (ATMs), Bargeldverarbeitungssysteme, Check-in-Geräte und weitere Unternehmenslösungen (umsatzstärkstes Segment)
  • Component Products – Leiterplatten und Bauteile (82,41 Mrd. Yen / 18,2 % des Nettoumsatzes im GJ 2024/25)<ref name="segments">What is Customer Demographics and Target Market of OKI Electric Industry Company? Pestel Analysis, 12. November 2025, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • EMS (Electronics Manufacturing Services) – Design- und Fertigungsdienstleistungen sowie Leiterplattenproduktion (66,48 Mrd. Yen / 14,7 % des Nettoumsatzes im GJ 2024/25)<ref name="segments" />

Im Geschäftsjahr 2024/25 (endend 31. März 2025) erzielte OKI einen konsolidierten Umsatz von 452,46 Mrd. Yen (ca. 3,0 Mrd. US-Dollar).<ref name="umsatz" /> Die Auslandsquote ist in den letzten Jahren von einem Höchststand von rund 40 % auf etwa 10 % zurückgegangen.<ref name="ar2025">OKI Report 2025. Oki Electric Industry, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Druckergeschäft

Datei:OKIData Microline 320.jpg
OKI Microline 320 Nadeldrucker

OKI war über Jahrzehnte als Hersteller von LED-Druckern, Multifunktionsgeräten und Nadeldruckern bekannt, die über die Tochtergesellschaft OKI Data Corporation weltweit vertrieben wurden.

Datei:Oki led printer.JPG
LED-Farbdrucker von OKI

Rückzug aus dem amerikanischen Markt

Im September 2020 gab OKI Data Americas bekannt, dass der Vertrieb sämtlicher OKI-gebrandeter Drucker-Hardware (LED-basierte Einzel- und Multifunktionsdrucker sowie Nadeldrucker) in Nord-, Mittel- und Südamerika zum 31. März 2021 eingestellt wird. Als Grund nannte das Unternehmen die strategische Neuausrichtung sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bürodruck-Nachfrage.<ref name="americas-exit">OKI Data Americas announces End-of-Life Notification for OKI-branded Hardware effective March 31, 2021. OKI Data Americas, 1. September 2020, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Deutschland wurde der Rückzug aus dem Bürodruck-Geschäft und den MPS-Verträgen ab 2021 sichtbar; Fachhandelspartner kritisierten die fehlende Kommunikation seitens der OKI Systems (Deutschland) GmbH in Düsseldorf.<ref>Abschied vom Bürodruck und von MPS. IT-Business, Juli 2021, abgerufen am 6. April 2026.</ref><ref>Der Ausstieg aus dem Drucker-Geschäft ist in vollem Gange. Info-Markt, 12. August 2021, abgerufen am 6. April 2026.</ref> Verbrauchsmaterialien und Ersatzteile sollen weiterhin verfügbar bleiben.<ref name="americas-exit" />

Europa

In Europa vertreibt OKI Europe Ltd. mit Sitz in Egham (Surrey, Vereinigtes Königreich) weiterhin Drucker und Drucklösungen. OKI Europe beschäftigt rund 200 Mitarbeiter an 15 Standorten und ist in 60 Ländern in Europa, dem Nahen Osten, Indien und Afrika vertreten.<ref name="oki-europe">OKI Group Revises OKI Group Environmental Vision 2030/2050. OKI Europe, 18. April 2024, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im September 2025 stellte OKI Europe die neuen Modelle B433 und B513 vor,<ref>Press Releases 2025. OKI Europe, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> im Februar 2026 folgten neue kompakte A4-Farbgeräte.<ref>OKI Europe – Printers and Printing Solutions. OKI Europe, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Jüngste Entwicklungen

Joint Venture mit Hitachi im ATM-Geschäft (2026)

Am 26. März 2026 gaben OKI, Hitachi und Hitachi Channel Solutions eine Vereinbarung zur Integration ihrer Automatengeschäfte (einschließlich Geldautomaten) bekannt. OKI überträgt seine Entwicklungs- und Produktionssparte für Automatenausrüstung per Abspaltung an Hitachi Channel Solutions und erwirbt im Gegenzug eine 60-%-Mehrheitsbeteiligung am entstehenden Joint Venture; Hitachi hält 40 %. Der Betriebsstart ist vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigung für den 1. Oktober 2026 geplant.<ref name="hitachi-jv">OKI and Hitachi Agree to Integrate Businesses Related to ATMs and Other Automated Equipment. Oki Electric Industry, 26. März 2026, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>OKI and Hitachi to Integrate ATM Businesses. FinTech Observer, März 2026, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im September 2025 hatte OKI zuvor die Produktionskapazität am vietnamesischen Standort OKI Viet Nam Co., Ltd. für Automatenausrüstung verdoppelt.<ref name="hitachi-jv" />

EMS für KI-Server-Equipment (2026)

Am 25. März 2026 startete OKI umfassende EMS-Dienstleistungen für KI-Server-Equipment. Das Angebot umfasst sämtliche Prozesse vom Design großer Multilayer-Leiterplatten mit hauseigener Hochleistungs-Wärmeableitungstechnologie über Komponentenbeschaffung, Bestückung, Systemassemblierung bis zu Test und Nacharbeit. OKI peilt damit einen Umsatz von 1 Mrd. Yen im Geschäftsjahr 2026 an.<ref>OKI Launches EMS for AI Server Equipment Featuring Proprietary High Heat Dissipation Technology. Oki Electric Industry, 24. März 2026, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Silizium-Photonik und Forschungskooperationen

Im November 2024 stellte OKI einen ultrakompakten photonisch-integrierten Schaltkreis (PIC) auf Basis von Silizium-Photonik vor, der für Anwendungen wie Glasfasersensoren, Laservibrometer und optische Biosensoren geeignet ist.<ref>OKI Develops Ultracompact Photonic Integrated Circuit Chip Using Silicon Photonics Technology. Oki Electric Industry, 13. November 2024, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Juni 2025 gründete OKI das F&E-Zentrum OKI Berlin Lab in Berlin, um Photonik-Technologie durch Zusammenarbeit mit europäischen Forschungseinrichtungen zu stärken.<ref>OKI Establishes OKI Berlin Lab R&D Center in Berlin, Germany. Oki Electric Industry, 2. Juni 2025, abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Januar 2026 unterzeichneten OKI und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) eine fünfjährige gemeinsame Forschungsvereinbarung für fortschrittliche photonische Technologien. Ziel ist die Entwicklung ultrakompakter, energieeffizienter optischer Sensoren und Kommunikations-Transceiver, mit angestrebter Kommerzialisierung ab 2027.<ref>OKI und Fraunhofer HHI unterzeichnen Vereinbarung zur gemeinsamen Forschung, um photonische Technologien voranzutreiben. Informationsdienst Wissenschaft (idw) / Fraunhofer HHI, 30. Januar 2026, abgerufen am 6. April 2026.</ref>

Weitere Meilensteine

Weblinks

Einzelnachweise

<references />