Langues d’oïl
Als {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (heutige Aussprache [<templatestyles src="IPA/styles.css" />lãɡdɔj(l)])<ref group="Anm.">Französisch, wörtlich: ‚Sprachen des oïl‘, d. h. Sprachen, in denen die Bejahungspartikel „ja“ im Altfranzösischen des Mittelalters {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} oder {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Aussprache: <templatestyles src="IPA/styles.css" />[o-il]) hieß.</ref> wird eine Gruppe galloromanischer Sprachen und Dialekte bezeichnet, die hauptsächlich nördlich der Loire beheimatet ist.<ref group="Anm.">Aus dem lateinischen {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Abkürzung des Satzes {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) hat sich die Bejahungsform oïl entwickelt. Das -o- in oïl wurde seit dem 12. Jahrhundert Vorlage:IPA-Phon ausgesprochen, daher rührt die spätere, bis heute gültige Schreibung ou. Der Endkonsonant -l- verstummte, und so entstand die neufranzösische Form {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, die seit dem 16. Jahrhundert belegt ist.</ref> (Im Gegensatz dazu stehen die südlichen {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, deren Bezeichnung ebenfalls aus einer Bejahungsformel, lateinisch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, entstanden ist und die heute meist als okzitanische Sprache bezeichnet werden.)
Die langues d’oïl waren dem Einfluss der germanischsprachigen Franken stärker ausgesetzt als die langues d’oc. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Nordfrankreich, die Kanalinseln, Teile Belgiens und der Schweiz sowie einige in der Neuzeit von Frankreich besiedelte Gebiete außerhalb Europas, insbesondere Teile Kanadas. Das moderne Französisch hat sich aus Varianten insbesondere der Sprache der französischen Krondomäne um Paris (Franzisch/{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) um das Jahr 1200 entwickelt.
Verteilung der langues d’oïl in Frankreich
- Berrichon (Berry)
- Bourguignon-morvandiau (Bourgogne),
- Champenois (Champagne),
- Franc-Comtois (Franche-Comté),
- Gallo (armorikanische Zone),
- Lothringisch (Lothringen),
- Normannisch,
- Anglonormannisch (die im Mittelalter von der normannischen Bevölkerung in England gesprochene Sprache)
- Auregnais (Insel Alderney),
- Guernésiais (Insel Guernsey),
- Jèrriais (Insel Jersey, vom Aussterben bedroht),
- Sercquiais (Insel Sark)
- Anglonormannisch (die im Mittelalter von der normannischen Bevölkerung in England gesprochene Sprache)
- Picardisch
- Saintongeais und Poitevin (Marais Poitevin) und
- Wallonisch.
Zur zentralen Zone der langues d'oïl gehören die Gebiete Île-de-France, Orléanais, Touraine, Ouest de la Champagne, Berry und Bourbonnais.
Siehe auch
Anmerkungen
<references group="Anm." />
Literatur
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- Gerhard Rohlfs: Vom Vulgärlatein zum Altfranzösischen. 3. verbesserte Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1968.
- Bodo Müller: Das Französische der Gegenwart. Varietäten, Strukturen, Tendenzen. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1975.
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Weblinks
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