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Népszava

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Népszava

Datei:Népszava logó 2010.png
Beschreibung ungarische Tageszeitung
Verlag Népszava Lapkiadó Kft.
Hauptsitz Budapest
Erstausgabe 1877
Erscheinungsweise täglich / samstags
Verkaufte Auflage 10.522<ref name="auflage-2016">Újabb 2000 vásárlót veszített Simicska lapja. In: mfor.hu. 12. September 2016, abgerufen am 28. Januar 2017.</ref> Exemplare
Chefredakteur Gábor Horváth<ref name="ndr">Sugárka Sielaff: Die letzten ihrer Art: Freie Medien in Ungarn. In: NDR. 25. September 2018, abgerufen am 13. Januar 2021.</ref>
Weblink nepszava.hu
ISSN (Print)
ISSN (online)

Népszava (wörtlich „Volksstimme“) ist eine sozialdemokratische überregionale Tageszeitung in Ungarn. Sie ist die einzige noch existierende Tageszeitung des Landes, die von der Regierungspartei Fidesz unabhängig ist (Stand 2020).<ref name="ndr" />

Geschichte

Sie wurde im Jahr 1877 von Viktor Külföldi in Budapest gegründet und ist damit die älteste ungarische Tageszeitung.

Zu den die Zeitung entwickelnden Mitarbeitern in der Frühzeit gehörte der Grafiker, Zeichner und Karikaturist Mihály Biró.

Im Ersten Weltkrieg positionierte sich die Zeitung als Antikriegszeitung und musste aufgrund der starken Zensur öfter den Namen wechseln.<ref>Bartłomiej Dwornik: Népszava. The history of Hungary's oldest newspaper | Reporterzy.info. In: Reporterzy.info. 16. Juni 2024, abgerufen am 10. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1940 wurde auch der spätere Staatspräsident Árpád Szakasits Chefredakteur. Bis 1948 war Népszava die offizielle Zeitung der Sozialdemokratischen Partei Ungarns (MSZDP), anschließend – in der Volksrepublik bis 1989 – die Zeitung der offiziellen ungarischen Gewerkschaften.<ref name="campaign-1994-1998">Marina Popescu, Gábor Tóka: Campaign Effects in the 1994 and 1998 Parliamentary Elections in Hungary. ECPR Joint Sessions of Workshops, Kopenhagen 2000. Abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>

Nach dem Systemwechsel wurde die Zeitung privatisiert und war zunächst größtenteils im Besitz ungarischer Firmen. Dabei war vor der Parlamentswahl 1994 wieder eine Nähe zur Ungarischen Sozialistischen Partei (MSZP) festzustellen, auf die knapp ein Drittel der Wahlberichterstattung entfiel.<ref name="campaign-1994-1998" /> Ende der 1990er-Jahre hielt die ungarische VICO-Verlagsgruppe die Mehrheit der Anteile an der Népszava und richtete die Zeitung stärker liberal aus. Nachdem das Blatt Verluste eingefahren hatte, verkaufte VICO seine Anteile Anfang 2000 an die Redakteure der Zeitung. Fünf Jahre später kaufte der Unternehmer und Vorsitzende der wiedergegründeten MSZDP László Kapolyi die Zeitung auf. Eine Studie der Europäischen Stabilitätsinitiative von 2010 ordnete die Népszava im politischen Spektrum links der Népszabadság ein und stellte einen Fokus auf innenpolitische Themen fest.<ref name="ESI">Communicating Europe: Hungary Manual. Information and contacts on the Hungarian debate on EU enlargement. European Stability Initiative, Dezember 2010. Abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>

Am 3. Dezember 2010 erschien Népszava aus Protest gegen das mittlerweile verabschiedete Regierungsvorhaben einer Verfassungsänderung zu einer verschärften Medienkontrolle durch die Staatliche Behörde für Medien und Nachrichtenübermittlung (Nemzeti Média- és Hírközlési Hatóság) mit leerem Titelblatt.<ref>„Nepszava“ erschien aus Protest mit leerem Titelblatt. In: ORF.at. 3. Dezember 2010, abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>

Im Oktober 2016 wurde Népszava an die Schweizer Marquard Media Gruppe verkauft.<ref>Ungarn: Linke Zeitung „Nepszava“ verkauft. In: Der Standard. 14. Oktober 2016, abgerufen am 17. Februar 2017</ref> Nach der Einstellung der Népszabadság im selben Monat hatte die Nachrichtenagentur Reuters Népszava neben Magyar Nemzet als „einzige nennenswerte oppositionelle Tageszeitung“ in Ungarn bezeichnet.<ref>Marton Dunai, Gergely Szakacs: Hungary media shake-up enters new phase with closure of major leftist daily. In: Reuters. 12. Oktober 2016, abgerufen am 28. Januar 2017.</ref>

Im April 2019 gab den Verkauf der Zeitung an die Proton Trade Zrt. des ungarischen Milliardärs Tamás Leisztinger, der mit Immobiliengeschäften groß geworden ist und Lebensgefährte der sozialdemokratischen Politikerin Kata Tüttő ist, bekannt.<ref>Népszava: Új tulajdonosa van a Népszavának. Népszava hat einen neuen Eigentümer. In: Népszava. 12. April 2019, abgerufen am 10. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Kovács Bálint, Brückner Gergő: Leisztinger Tamás megvette a Népszavát. Tamás Leisztinger kaufte Népszava. In: index.hu. 12. April 2019, abgerufen am 10. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auflage

Bereits zwischen 1989 und 1993 hatte sich die Auflage der Népszava von 222.000 auf 103.000 mehr als halbiert.<ref name="campaign-1994-1998" /> Ende 2009 war sie mit einer Auflage von 31.742 die sechstgrößte landesweit erscheinende Tageszeitung in Ungarn.<ref name="ESI" /> Im Jahr 2016 betrug die Auflage noch 10.522 Exemplare pro Tag. Der Trend stark sinkender Auflagezahlen war allerdings bei allen großen politischen Tageszeitungen zu beobachten.<ref name="auflage-2016" />

Weblinks

Commons: Népszava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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