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Nova Ljubljanska banka

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  Nova Ljubljanska banka
Staat SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Slowenien
Sitz Ljubljana, Slowenien
Rechtsform Aktiengesellschaft
BIC LJBASI2X<ref name="DatenLJBASI2X">Eintrag im BIC Directory beim SWIFT</ref>
Gründung 27. Juli 1994
Website www.nlb.si
Geschäftsdaten 2021<ref name="GDaten">[1]</ref>
Bilanzsumme 21,6 Mrd. Euro (Gruppe)
Mitarbeiter 8.185 (Gruppe)
Leitung
Vorstand Blaž Brodnjak, Andreas Burkhardt, Archibald Kremser<ref>Management of the Bank. Abgerufen am 11. März 2021.</ref>
Aufsichtsrat Primož Karpe, Andreas Klingen, Shrenik Dhirajlal Davda, Gregor Rok Kastelic, Mark William Lane Richards, David Eric Simon, Verica Trstenjak, Islam Osama Zekry, Sergeja Kočar, Bojana Šteblaj, Janja Žabjek Dolinšek, Tadeja Žbontar Rems<ref>Supervisory Board. Abgerufen am 11. März 2021.</ref>

Die Nova Ljubljanska banka d. d. (NLB) ist eine slowenische Bank mit Sitz in Ljubljana. Sie ist die größte slowenische Bank und eine Mutterbank der NLB Gruppe, der größten Banken- und Finanzgruppe in Slowenien mit einem exklusiven strategischen Interesse an Südosteuropa (SEE). Die NLB Gruppe hatte im 2021 eine Bilanzsumme von 21,6 Milliarden Euro.<ref name="ar2020">NLB Group: Remarkable business performance led to a record high profit of EUR 236.4 million in 2021. (pdf) 24. Februar 2022, S. 14, abgerufen am 25. Februar 2022.</ref> Vorstandschef ist Blaž Brodnjak.<ref>Management of the Bank. Abgerufen am 11. März 2021.</ref>

Geschichte

Die Nova Ljubljanska banka wurde am 27. Juli 1994 gegründet. Sie übernahm einen Teil des Vermögens und der Geschäfte der Ljubljanska banka, d. d., eines 1970 – also in der jugoslawischen Periode des Landes Slowenien – gegründeten Kreditinstituts. Seine Ursprünge datiert das Unternehmen zurück auf das Jahr 1889, als – zu Zeiten von Österreich-Ungarn – eine lokale Sparkasse mit dem Namen Mestna hranilnica ljubljanska gegründet wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurze Geschichte der Bank auf deren Homepage (Memento vom 7. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref>

2002 erwarb die belgische KBC Group einen Aktienanteil von 34 % an der Nova Ljubljanska Banka.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kroatische Nationalbank, OBJAŠNJENJE HNB-a U POVODU ZANIMANJA EUROPSKE KOMISIJE ZA SLUČAJ KBC-a (Memento vom 18. August 2007 im Internet Archive) (kroatisch)</ref> Ende 2011 lag dieser Anteil noch bei 25 %, der des slowenischen Staates bei 45,62 %.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />NLB Investor Relations: Shareholder Structure (Memento vom 18. September 2011 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Die EU-Kommission forderte von Slowenien die Privatisierung der Nova Ljubljanska Banka.<ref>Slowenische Linkspartei will Minderheitsregierung unterstützen. Abgerufen am 30. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Veräußerung der Bank war in Slowenien politisch umstritten: während die SMS stark dafür war, war die Levica strikt dagegen. Da es jedoch nach der Wahl 2018 keinen Paralemenstbeschluss für einen Verkauf der Staatsanteile mehr brauchte, wurde die Bank am 14. November 2018 zu einem börsennotierten Unternehmen im Besitz einer diversifizierten Investorenbasis, deren größter Anteilseigner nach wie vor die Republik Slowenien mit 25 % plus einer Aktie ist.<ref>PR. In: nlb.si. 15. November 2018, abgerufen am 12. Juni 2021.</ref> neben der Republik Slowenien hatte die NLB zum 31. Dezember 2020 drei weitere Großinvestoren mit jeweils Anteilen zwischen 5 % und 10 %, darunter die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.<ref>Investor Relations: Ownership structure of Nova Ljubljanska banka d.d., Ljubljana (NLB). In: nlb.si. Abgerufen am 12. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 30. Dezember 2020 übernahm die Bank 83,2 % der serbischen Komercijalna banka.<ref>Slovenian bank NLB acquires Serbia's Komercijalna Banka. In: nasdaq.com. 30. Dezember 2020, abgerufen am 30. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sonstiges

Nach dem Zerfall Jugoslawiens ist der Verbleib von ungefähr 60 Millionen US-Dollar Spareinlagen der kroatischen Bürger bei der Zagreber Filiale der Ljubljanska banka ungeklärt geblieben. Kroatien beschuldigt Slowenien, es habe Spareinlagen nach Slowenien transferiert. Slowenien weist jegliche Schuld von sich und beharrt auf dem Standpunkt, die Spareinlagen seien mit der kroatischen Unabhängigkeit an Kroatien übergegangen.<ref name="Slowenien, ein Grenzland mit Vorbildfunktion">Andreas Veres: Slowenien, ein Grenzland mit Vorbildfunktion. 2007, S. 158, urn:nbn:de:hbz:294-20613 (Dissertation, Ruhr-Universität Bochum).</ref> Kroatien fordert eine Refundierung der Spareinlagen gegenüber allen Sparern der Ljubljanska banka.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kroatische Nationalbank. OČITOVANJE HRVATSKE NARODNE BANKE O PROBLEMU DEVIZNE ŠTEDNJE HRVATSKIH GRAĐANA U LJUBLJANSKOJ BANCI (14. März 2006) (Memento vom 25. Juni 2008 im Internet Archive)</ref> Wegen der undurchsichtigen Lage zeichnet sich noch keine Lösung ab.<ref name="Slowenien, ein Grenzland mit Vorbildfunktion"/> Bei dem Landgericht Memmingen war im Jahr 2015 die Klage eines kroatischen Gastarbeiters anhängig, mit der die Nova Ljubljanska Banka, als Rechtsnachfolgerin der Ljubljanska Banka, auf Auszahlung des Sparguthabens in Anspruch genommen wird. Das zuständige Oberlandesgericht hat bereits entschieden, dass sich der Sparer grundsätzlich an deutsche Gerichte wenden kann, wenn er zur Zeit der Sparkontoeröffnung in Deutschland gelebt hat. Im November 2012 hat der Europäische Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) außerdem entschieden, dass die Republik Slowenien für den Verlust der Spareinlagen haftet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kanzlei Mattil & Kollegen (Memento vom 30. Oktober 2015 im Internet Archive)</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Nova Ljubljanska banka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />