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Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege
Gründung 30. September 2007
Trägerschaft staatlich
Ort Hildesheim
Bundesland NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen
Land DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Rektorin Catharina Erps<ref>Neue Rektorin der Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege am Godehardsplatz in Hildesheim. Niedersächsisches Justizministerium, 1. März 2023, abgerufen am 23. April 2024.</ref>
Studierende 393 (SoSe 2023)<ref name="studierende">Statistischer Bericht - Statistik der Studierenden - Sommersemester 2023, Tabelle 21311-07. (XLSX; 1,1 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 23. April 2024.</ref>
Mitarbeiter 61 (2022)<ref name="mitarbeiter">Statistischer Bericht - Statistik des Hochschulpersonals 2022, Tabelle 21341-10. (XLSX; 1,5 MB) Statistisches Bundesamt, abgerufen am 23. April 2024.</ref>
davon Professoren 10 (2022)<ref name="mitarbeiter"/>
Website hr-nord.niedersachsen.de
Datei:Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege.jpg
Hauptgebäude der HR Nord

Die Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege (HR Nord) ist eine staatliche Fachhochschule des Landes Niedersachsen mit Sitz in Hildesheim.

Beschreibung

Die HR Nord ist eine staatliche Hochschule der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Sie ist organisatorisch den Justizverwaltungen dieser Länder zugeordnet.

An der Hochschule wird der Studiengang Rechtspflege angeboten. Das Studium ist auf die Wahrnehmung rechtspflegerischer Aufgaben in der Justiz ausgerichtet.

Die Hochschule unterliegt den jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben. Maßgebliche rechtliche Grundlagen sind insbesondere das Rechtspflegergesetz sowie die einschlägigen hochschul- und prüfungsrechtlichen Bestimmungen der beteiligten Länder.

Geschichte

Vorgänger war die Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege (FHVR), ebenfalls mit Sitz in Hildesheim, die von August 1979 bis zum 30. September 2007 bestand. Deren Fakultät für Rechtspflege wurde zum 30. September 2007 in die Norddeutsche Fachhochschule für Rechtspflege umgewandelt, die seit einer Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes im Juni 2010 (§ 2, Abs. 1 Nr. 2e) als Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege bezeichnet wird. Sie bleibt weiterhin eine Fachhochschule ohne Promotionsrecht.

Die HR Nord befindet sich in den Räumen des ehemaligen Klosters, das zur benachbarten Basilika Sankt Godehard gehörte.

Studium

Aufbau

Das Studium an der HR Nord gliedert sich gem. § 4 der APVO-Justiz-RPflD NDS<ref>Geteilte Ansicht | Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). Abgerufen am 8. April 2024.</ref> in vier Studienabschnitte:

  1. Grundstudium (12 Monate)
  2. Berufspraktische Studienzeit I (6 Monate)
  3. Hauptstudium (12 Monate)
  4. Berufspraktische Studienzeit II (6 Monate)

Die berufspraktischen Studienzeiten werden an den jeweiligen Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften verbracht.

Studienbeginn ist zum 1. Oktober eines jeden Jahres.

Mit dem Abschluss des Studiums erhalten die Beamtinnen und Beamten den akademischen Grad eines „Diplom-Rechtspflegers (FH)“ bzw. einer „Diplom-Rechtspflegerin (FH)“ verliehen. Darüber hinaus endet der Vorbereitungsdienst und die Anwärterinnen und Anwärter werden zu Beamten auf Probe ernannt.

Studieninhalte

Datei:Hildesheim, Haus Godehardsplatz 6.JPG
Bibliothek der Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege, Godehardsplatz 6

Die Studieninhalte sind in § 6 der APVO-Justiz-RPflD NDS definiert:

  • Grundlagen und Methoden juristischer Arbeit
  • Sachenrecht
  • Erbrecht
  • Familienrecht
  • Betreuungsrecht
  • Handelsrecht
  • Gesellschaftsrecht
  • Zivilprozessrecht,
  • Mobiliar- und Immobiliarvollstreckungsrecht
  • Insolvenzrecht
  • Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
  • Strafrecht
  • Strafprozessrecht,
  • Strafvollstreckungsrecht
  • Europarecht
  • Internationales Privatrecht und internationales Zivilverfahrensrecht
  • Grundzüge des allgemeinen Verwaltungsrechts, des Rechts des öffentlichen Dienstes und des Besoldungsrechts
  • Betriebliches Rechnungswesen und Bilanzkunde
  • Soziale Kompetenzen, insbesondere Methoden der adressatengerechten Kommunikation

Bibliothek

Die HR Nord unterhält eine eigene juristische Bibliothek. Sie gliedert sich in eine Präsenz- und eine Studierendenbibliothek. Sie ist öffentlich zugänglich und verfügt über ca. 14.000 Werke, sowie rund 40 verschiedene juristische Zeitschriften.<ref>Online Katalog der Bibliothek der Norddeutschen Hochschule für Rechtspflege (HR Nord). Abgerufen am 8. April 2024.</ref>

Literatur

  • Christian Stallmann (Hrsg.): Sankt Godehardi zu Hildesheim – aus Geschichte und Gegenwart, aus Anlass der Gründung der Norddeutschen Fachhochschule für Rechtspflege, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-89366-572-3

Weblinks

Einzelnachweise

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Universitäten

Technische Universität Braunschweig • Technische Universität Clausthal • Georg-August-Universität Göttingen • Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover • Medizinische Hochschule Hannover • Tierärztliche Hochschule Hannover • Universität Hildesheim • Leuphana Universität Lüneburg • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg • Universität Osnabrück • Universität Vechta

Staatliche Fachhochschulen

Hochschule Emden/Leer • Hochschule Hannover • Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen • Jade Hochschule • Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen • Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften • Hochschule Osnabrück • Polizeiakademie Niedersachsen

Private Fachhochschulen

Hochschule 21 • PFH Private Hochschule Göttingen • Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover • Leibniz-Fachhochschule • Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg • Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg • Hochschule Weserbergland • Private Hochschule für Wirtschaft und Technik

Kunst- und Musikhochschulen

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig • Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

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