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Nickel(II)-sulfat – Wikipedia Zum Inhalt springen

Nickel(II)-sulfat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von NiSO4)
Strukturformel
Nickelion Sulfation
Allgemeines
Name Nickel(II)-sulfat
Andere Namen

Nickelsulfat

Summenformel NiSO4
Kurzbeschreibung
  • gelbe Kristalle (wasserfrei)<ref name="GESTIS" />
  • geruchlose, smaragdgrüne bis blaue Kristalle (Hexahydrat)<ref name="GESTIS" />
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 232-104-9
ECHA-InfoCard 100.029.186
PubChem 24586
DrugBank DB14180
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse
  • 154,756 g·mol−1 (wasserfrei)
  • 262,8477 g·mol−1 (Hexahydrat)
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte
Schmelzpunkt

848 °C (Zersetzung)<ref name="handbook">Pradyot Patnaik: Handbook of Inorganic Chemicals. McGraw-Hill, 2003, ISBN 0-07-049439-8, S. 621–623.</ref>

Löslichkeit

sehr gut in Wasser (650 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.029.186">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302+332​‐​315​‐​317​‐​334​‐​341​‐​350i​‐​360D​‐​372​‐​410
P: 202​‐​273​‐​280​‐​301+312​‐​302+352​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

264 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Merck" /><ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Nickel(II)-sulfat ist das Nickelsalz der Schwefelsäure. Es besteht aus je einem Nickel-Kation (Ni2+) und einem Sulfat-Anion (SO42−). Beim Erhitzen über 840 °C tritt Zersetzung unter Bildung von giftigen Dämpfen (Nickelmonoxid, Schwefeltrioxid) auf. In wässriger Lösung reagiert das Nickel(II)-sulfat schwach sauer.

Vorkommen

In der Natur kommt das Heptahydrat des Nickel(II)-sulfats als Mineral Morenosit vor.<ref>Handbook of Mineralogy: Morenosite (englisch, PDF 66,4 kB)</ref>

Gewinnung und Darstellung

Nickel(II)-sulfat kann durch Reaktion von Nickel, Nickel(II)-oxid oder Nickel(II)-carbonat mit verdünnter Schwefelsäure dargestellt werden.<ref name="handbook"/>

<math>\mathrm{NiCO_3 + H_2SO_4 \longrightarrow NiSO_4 + CO_2 \uparrow + \ H_2O}</math>

Bei der Kristallisation aus der Schwefelsäure fällt das Hexahydrat aus. Wird aus reinem Wasser kristallisiert, entsteht das Heptahydrat.

Eine Möglichkeit, das Anhydrat direkt darzustellen ist die Gasphasenreaktion von Nickeltetracarbonyl, Schwefeldioxid und Sauerstoff.<ref name="handbook"/>

<math>\mathrm{Ni(CO)_4 + SO_2 + O_2 \longrightarrow NiSO_4 + 4\ CO}</math>

Eigenschaften

Datei:Nickel(II)-sulfate-hexahydrate-sample.jpg
Nickel(II)-sulfat-Hexahydrat

Nickel(II)-sulfat existiert neben der wasserfreien Form auch als Hepta- und Hexahydrat. Das Heptahydrat liegt in Form von dunkelgrünen rhomboedrischen Kristallen vor. Beim Hexahydrat existieren zwei Modifikationen, die blaue, tetragonale α-Modifikation und das smaragdgrüne, monokline β-Nickel(II)-sulfat. Wird α-NiSO4 auf Temperaturen oberhalb von 53,3 °C erhitzt, wandelt es sich in β-NiSO4 um. Beim Erhitzen über 103 °C verlieren alle wasserhaltigen Nickelsulfate ihr Kristallwasser und werden zum kubisch kristallisierenden Anhydrid. Oberhalb von 848 °C zersetzt es sich zu Nickel(II)-oxid und Schwefeltrioxid.<ref name="handbook"/>

<math>\mathrm{NiSO_4 \longrightarrow NiO + SO_3}</math>

Verwendung

Nickel(II)-sulfat ist die technisch wichtigste Nickelverbindung. Es dient zur Herstellung von anderen Nickelverbindungen und Katalysatoren.<ref name="Römpp">Eintrag zu Nickel(II)-sulfat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Die wässrigen Lösungen von Nickel(II)-sulfat und Nickel(II)-chlorid NiCl2 werden zur galvanischen Abscheidung von metallischen Nickelschichten verwendet. Weiterhin wird es in der Färberei als Beizmittel und bei der Herstellung von Gasmasken verwendet.

Sicherheitshinweise

Nickel(II)-sulfat ist als krebserzeugender Stoff eingestuft.<ref name="GESTIS"/> Hauptaufnahmeweg ist der Atemtrakt, die Resorption durch die Haut wird dagegen als vernachlässigbar angesehen. Über den Verdauungstrakt ist die Resorption stark vom Transporter abhängig: Durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme können die Nickelionen komplexiert werden und die Aufnahmerate sinken.<ref name="GESTIS"/> Der Stoff kann zu Kontaktallergien führen. Nach dem Verschlucken treten Reizungen des Verdauungstrakts auf.

Einzelnachweise

<references/>