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Nickel(II)-oxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von NiO)
Kristallstruktur
Struktur von Nickel(II)-oxid
Vorlage:Farbe Ni2+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch flächenzentriert

Gitterparameter

a = 416,8 pm<ref>R.W. Cairns, E. Ott: X-Ray Studies of the System Nickel-Oxygen-Water. I. Nickelous Oxide and Hydroxide. In: Journal of the American Chemical Society, 55, 1933, S. 527–533, doi:10.1021/ja01329a013.</ref>

Allgemeines
Name Nickel(II)-oxid
Andere Namen
  • Nickelmonoxid
  • Nickeloxid (mehrdeutig)
  • Nickeloxydul (veraltet)
  • Bunsenit (als Mineral)
Verhältnisformel NiO
Kurzbeschreibung

geruchloses, dunkelgrünes bis schwarzes Pulver<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 215-215-7
ECHA-InfoCard 100.013.833
PubChem 14805
ChemSpider 14121
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 74,69 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref Name="GESTIS" />

Dichte

6,72 g·cm−3<ref Name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

1984 °C<ref Name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser<ref Name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.013.833">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 317​‐​350i​‐​372​‐​413
P: 202​‐​260​‐​273​‐​280​‐​302+352​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
MAK

kein Wert vergeben, da krebserzeugend<ref Name="GESTIS"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Nickel(II)-oxid ist eine chemische Verbindung des Metalls Nickel, die zur Gruppe der Oxide gehört.

Vorkommen

Natürlich kommt Nickel(II)-oxid als Mineral Bunsenit vor.

Gewinnung und Darstellung

Man erhält es durch starkes Kalzinieren des Nitrats (Ni(NO3)2) oder Carbonats (NiCO3) oder durch Oxidation von Rotnickelkies (NiAs) oder reinem Nickel an der Luft.

Eigenschaften

Datei:Nickel(II) oxide sample.jpg
Durch höheren Sauerstoffgehalt grünlich gefärbtes Nickel(II)-oxid

Nickel(II)-oxid ist ein basisches Oxid. Es ist antiferromagnetisch und ist isotyp mit Natriumchlorid. Reinstes NiO ist hellgelb. Ein höherer Sauerstoffgehalt verleiht dem NiO eine grüne bis graugrüne Färbung. Dunklere bis schwarze Produkte enthalten zunehmend Ni3+. Das bei hohen Temperaturen gewonnene Nickel(II)-oxid ist in Säuren und Alkalien fast unlöslich; je niedriger die Darstellungstemperatur, umso löslicher ist es, besonders in heißer Salpetersäure und Ammoniakwasser.<ref name="Brauer-3">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1689.</ref>

Verwendung

Nickel(II)-oxid wird zur Herstellung von Emaille (als Haftmittel<ref>Mila Schrader: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gusseisenöfen und Küchenherde: Ein historischer Rückblick (Memento vom 17. März 2009 im Internet Archive)</ref>), Keramik, Gläsern (als Färbemittel) und Elektroden (beispielsweise für Lithium-Ionen-Akkumulatoren) verwendet. Weiterhin dient es als Anodenmaterial in Brennstoffzellen.<ref>Institut für Energieforschung Jülich: Die Jülicher planare anodengestützte Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC)</ref><ref>M. Pehnt: Ganzheitliche Bilanzierung von Brennstoffzellen in der Energie- und Verkehrstechnik (PDF; 4,7 MB)</ref> Außerdem wird es als Katalysator für die Hydrierung organischer Verbindungen genutzt. Weiterhin ist es ein Zwischenprodukt zur Herstellung von reinem Nickel (Reduktion mit Kohlenmonoxid).

Sicherheitshinweise

Wie auch viele andere Nickelverbindungen wird Nickel(II)-oxid als krebserzeugend eingestuft.

Einzelnachweise

<references/>