Nettilling Lake
Vorlage:Infobox See <mapframe text="Karte des Nettilling Lake" latitude="66.4" longitude="-70.33" zoom="7" width="300" height="320" align="right"> { "type": "ExternalData", "service": "geoline", "ids": "Q1132211", "properties": { "stroke": "#3b78cb", "stroke-width": 1 } }</mapframe> Der auf der Baffininsel am Polarkreis gelegene Nettilling Lake [[[:Vorlage:IPA]]]<ref>The Free Dictionary (dort AHD-Lautschrift)</ref> ist mit 5542 km² Fläche und 123 km maximaler Länge der größte Süßwasser-See des kanadischen Territoriums Nunavut und der elftgrößte Kanadas sowie der weltgrößte auf einer Insel gelegene See.
Lage
Der Nettilling Lake liegt Vorlage:Höhe über dem Meeresspiegel, 280 km nordwestlich von Iqaluit sowie östlich der „Großen Ebene von Koukdjuak“. Der Nettilling Lake bildet zusammen mit dem zweitgrößten See der Baffininsel, dem Amadjuak Lake, aus dem er gespeist wird, sowie dem Minnguq (vormals „Mingo Lake“) und einer Vielzahl von Flussstauungen ein ausgedehntes Seengebiet. Der Nettilling Lake ergießt sich über den sehr seichten und breiten Koukdjuak River in das Foxebecken.
Zusammengesetzt aus den drei Buchten Mirage Bay, Camsell Bay und Burwash Bay erweist sich der östliche Teil des Sees als verhältnismäßig flach, und so befindet sich hier eine Vielzahl kleiner Inseln, während der westliche Teil viel tiefer und ohne Inseln ist.
Das Südufer des Nettilling Lake wurde 1883 von dem deutsch-amerikanischen Polarforscher Franz Boas entdeckt. Zwischen 1924 und 1926 hielt sich Joseph Dewey Soper (1893–1982) im Seengebiet auf und erforschte die Region bis zum Amadjuak Lake. Damals lebten hier wegen des Karibu- und Fischreichtums viele Inuit in ihren Camps; heute ist die Gegend nicht mehr bewohnt.
Seefauna
Der Name „Nettilling“ geht vermutlich auf das Inuktitut-Wort für „Robbe“, Netsiq, zurück: Der die meiste Zeit des Jahres zugefrorene See zieht immer wieder Ringelrobben an. Hauptbewohner des Sees aber sind die drei Fischarten Wandersaibling (Salvelinus alpinus), Neunstachliger Stichling (Pungitius pungitius) und Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus). Für letzteren gilt der Nettilling-See als nördlichster Laichplatz. Alle drei Fischarten nähren sich von Zuckmücken-Larven, die 95 % der Mikrofauna des Nettilling-Sees ausmachen<ref>Vorlage:Literatur</ref>.
Die Tundra rund um das gesamte Seengebiet dient Karibuherden als Futterplatz und Region zum Kalben. Hier entwickelt sich in den Frühjahrs- und frühen Sommermonaten die umfassendste Karibu-Konzentration des kanadischen Archipels, und der Hauptwanderweg dieser Tiere führt im Frühjahr und Herbst am Amadjuak Lake vorbei.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />