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Traubenspieren

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(Weitergeleitet von Neillia)

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Traubenspieren
Datei:Neillia sinensis 2016-05-31 1552.jpg

Blasse Traubenspiere (Neillia sinensis)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Gattung: Traubenspieren
Wissenschaftlicher Name
Neillia
D.Don

Die Traubenspieren<ref name=deutsch/> (Neillia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Rosengewächse. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Zentral-, Ost- und Südost-Asien.

Beschreibung

Die Traubenspieren sind sommergrüne Sträucher oder Halbsträucher mit dünnen, abstehend-überhängenden, hin- und hergebogenen Zweigen. Die Zweigspitzen sind meist abgestorben. Die Knospen sind eiförmig, der Rand der Knospenschuppen ist fein weißlich bewimpert, Endknospen fehlen. Die Blätter stehen wechselständig und oft zweizeilig. Sie haben große und abfallende Nebenblätter. Die Blattspreite ist einfach, eiförmig, mit doppelt gesägtem Blattrand und meist schwach dreilappig.<ref name=FdG/><ref name=FoC/>

Die Blüten stehen meist in endständigen, manchmal in achselständigen Trauben oder Rispen. Die Deckblätter sind klein, lineal-lanzettlich und fallen bald ab. Die Blüten sind zwittrig. Der Blütenbecher ist zylindrisch oder glocken- bis urnenförmig und bestimmen hauptsächlich Farbe und Form der Blüte. Die fünf kleinen Kelchblätter sind aufgerichtet und bleiben auch an den Früchten erhalten. Die Kronblätter sind weiß oder rötlich und kleiner bis etwa gleich lang wie die Kelchblätter. Die 10 bis 30 Staubblätter und ein bis zwei selten bis fünf Fruchtblätter sind in der Kelchröhre eingeschlossen. Ein bis zwei Balgfrüchte sind völlig in der dünnhäutigen und drüsig behaarten Kelchröhre eingeschlossen. Je Frucht werden ein bis drei selten auch fünf etwa 2 Millimeter lange, glatte und glänzende Samen gebildet.<ref name=FdG/><ref name=FoC/>

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der etwa 17 Arten liegt in Zentral-, Ost- und Südost-Asien<ref name=FoC/> vom östlichen Himalaya bis Korea, Indochina, Sumatra und Java.<ref name=FdG/> 15 Arten kommen in China vor, davon sind 12 in China endemisch.<ref name=FoC/>

Datei:Neillia affinis kz1.jpg
Rote Traubenspiere (Neillia affinis), Blütenstand und Blätter
Datei:Neillia thibetica01.jpg
Tibetische Traubenspiere (Neillia thibetica)
Datei:Neillia thyrsiflora (20769876993).jpg
Himalaya-Traubenspiere (Neillia thyrsiflora)

Systematik

Die Traubenspieren (Neillia) sind eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Dort wird sie der Tribus Neillieae in der Unterfamilie Spiraeoideae zugeordnet. Die Gattung wurde von David Don 1825 aufgestellt.<ref name="GRIN" /> Der von ihm gewählte Gattungsname Neillia erinnert an den schottischen Drucker und Botaniker Patrick Neill (1776–1851).<ref name=Genaust/><ref name="Burkhardt2018" /> Ein Synonym der Gattung ist Adenilema <templatestyles src="Person/styles.css" />Blume.<ref name=FoC/>

Der Gattung werden folgende Arten zugeordnet:<ref name=PlantList/>

  • Rote Traubenspiere<ref name=deutsch/> (Neillia affinis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hemsl.): Sie kommt von Sichuan und Yunnan bis ins nördliche Myanmar vor.<ref name="POWO" />
  • Neillia densiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />T.T.Yu & T.C. Ku: Südliches Tibet.<ref name="POWO" />
  • Neillia gracilis <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch.: Südliches Sichuan und nördliches Yunnan.<ref name="POWO" />
  • Neillia grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />T.T.Yu & T.C. Ku: Südliches Tibet.<ref name="POWO" />
  • Neillia hanceana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kuntze) S.H.Oh: Aus dem zentralen bis östlichen China.
  • Neillia incisa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb.) S.H.Oh: Sie kommt in China, Japan, Korea und Taiwan vor.<ref name="GRIN" />
  • Neillia jinggangshanensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Z.X.Yu: Jiangxi.<ref name="POWO" />
  • Neillia rubiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don: Nepal bis Bhutan und westliches Yunnan bis nordwestliches Myanmar.<ref name="POWO" />
  • Neillia serratisepala <templatestyles src="Person/styles.css" />H.L.Li: Nordwestliches Yunnan.<ref name="POWO" />
  • Blasse Traubenspiere<ref name=deutsch/> (Neillia sinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Oliv., Syn.: Neillia ribesioides <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder, Neillia breviracemosa <templatestyles src="Person/styles.css" />T.C.Ku, Neillia fugongensis <templatestyles src="Person/styles.css" />T.C.Ku): Sie kommt im südöstlichen Yunnan vor.<ref name="POWO" />
  • Neillia sparsiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder: Nördlich-zentrales Yunnan.<ref name="POWO" />
  • Neillia tanakae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Franch. & Sav.) Franch. & Sav. ex S.H.Oh: Aus Japan.
  • Tibetische Traubenspiere<ref name=deutsch/> (Neillia thibetica <templatestyles src="Person/styles.css" />Bureau & Franch.): Sie kommt in Sichuan und in Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
  • Himalaya-Traubenspiere<ref name=deutsch/> (Neillia thyrsiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Don): Sie kommt in Indien, Nepal, Bhutan, Indonesien, Myanmar, Vietnam und in China vor.<ref name="GRIN" />
  • Neillia uekii <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai: Sie kommt in der chinesischen Provinz Liaoning und in Korea vor.<ref name="GRIN" />

Verwendung

Vertreter der Gattung werden als Gruppen- und Heckensträucher verwendet. In Mitteleuropa sind sie in strengen Wintern durch den Frost gefährdet, treiben jedoch meist wieder aus.<ref name=FdG/>

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 428.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 413 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch>Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze</ref> <ref name=FdG>Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 428</ref> <ref name=Genaust>Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 413</ref> <ref name=FoC>Gu Cuizhi, Crinan Alexander: Neillia in Flora of China. Band 9, S. 77</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name=PlantList>Neillia. In: The Plant List. Abgerufen am 21. Februar 2012 (englisch).</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Neillia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Traubenspieren (Neillia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien