Nebes-Öl
| colspan="2" class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit;"| Nebes-Öl in Hieroglyphen | |
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<hiero>N35:b*S29-N33A:W1</hiero> nebes nbs Nebes-Öl | |
Als Nebes-Öl bezeichneten die Alten Ägypter ein stark aromatisches Öl, das wahrscheinlich vom Syrischen Christusdorn (Ziziphus spina-christi) oder von Ziziphus lotus gewonnen wurde. Es könnte auch die Schwarze Brustbeere (Cordia myxa Syn.: Cordia sebastena) gewesen sein, sie wurden schon früh von den Ägyptern verwendet, oder auch Cordia dichotoma (Syn.: Cordia obliqua).<ref> John F. Nunn: Ancient Egyptian Medicine. Red River Books, 1996, University of Oklahoma Press, 2002, ISBN 0-8061-3504-2, S. 15, 152.</ref><ref>E. A. Wallis Budge: From Fetish To God Ancient Egypt. Oxford University Press, 1934, Keagan Paul, 2004, Routledge, 2013, ISBN 978-0-710-30912-9 (Reprint), S. 222.</ref><ref> D. O. Wijnands: The Botany of the Commelins. Balkema, 1983, ISBN 90-6191-262-8, S. 52.</ref> Es erscheint bereits in der 1. Dynastie auf Elfenbeinetiketten und später verstärkt im Alten Reich, wo das Öl als Duft- und Salböl in den Opferlisten für den Totenkult aufgeführt wird. Ab dem Neuen Reich wird es nicht mehr erwähnt.
Literatur
- Jochem Kahl, Nicole Kloth, Ursula Zimmermann: Die Inschriften der 3. Dynastie: eine Bestandsaufnahme. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1995, ISBN 3-447-03733-4, S. 65–67, 197.
- Thomas Schneider: Die 101 wichtigsten Fragen. Das Alte Ägypten. C. H.Beck, München 2010, ISBN 3-406-59983-4, S. 83.
- Wolfgang Helck: Wirtschaftsgeschichte des Alten Ägypten im 3. und 2. Jahrtausend vor Chr. Brill, Leiden 1975, ISBN 90-04-04269-5, S. 12, 214.
Einzelnachweise
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