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Schweenssand

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(Weitergeleitet von Naturschutzgebiet Schweenssand)
Schweenssand

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:NSG Schweenssand.jpg
Lage Süderelbe in Hamburg
Fläche 40 ha
WDPA-ID 165521
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 53° 28′ N, 10° 1′ OKoordinaten: 53° 28′ 18″ N, 10° 0′ 53″ O
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Einrichtungsdatum 1993
Verwaltung BSU

Der Schweenssand ist ein Naturschutzgebiet im Hamburger Stadtteil Neuland im Bezirk Harburg.

Das Naturschutzgebiet ist rund 35 Hektar groß. Es liegt im Stromspaltungsgebiet der Elbe und erstreckt sich in etwa von Stromkilometer 611 bis 614,5 auf das Südufer der Süderelbe. Das Naturschutzgebiet beinhaltet die bis zu 250 Meter breiten Außendeichsflächen etwas unterhalb der Landesgrenze zu Niedersachsen bis etwas oberhalb der Eisenbahnbrücke über die Süderelbe. Es wird von der Bundesautobahn 1, welche bei Stromkilometer 613 die Süderelbe quert, durchschnitten. Das Naturschutzgebiet bildet zusammen mit dem gegenüber am Nordufer der Süderelbe liegenden Naturschutzgebiet „Heuckenlock“ das FFH-Gebiet „Heuckenlock/Schweenssand“.<ref>2526302 Heuckenlock/Schweenssand.  (FFH-Gebiet) Steckbriefe der Natura-2000-Gebiete. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 28. November 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bfn.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2023. Suche im Internet Archive ) (siehe dazu die Disk "BfN hat umstrukturiert...")</ref>

Das Gebiet wird von Süßwasserwatten mit Prielen, Sand- und Schlickwatt sowie Auwald­resten und Röhricht­bereichen geprägt. Es befindet sich im Tide­bereich der Elbe und unterliegt der Flussdynamik.

Das Naturschutzgebiet gehört zusammen mit dem Naturschutzgebiet „Heuckenlock“ zu den artenreichsten Flächen Hamburgs. Rund 700 Pflanzenarten wurden hier gezählt, darunter die auch als Sumpf-Schmiele bezeichnete Wiebelschmiele und der Schierlingswasserfenchel,<ref>Für natürlichere Ufer im Naturschutzgebiet Schweenssand, Stiftung Lebensraum Elbe. Abgerufen am 14. Mai 2019.</ref> die nur im Süßwassertidegebiet der Elbe vorkommen. Außerdem sind u. a. Schilfrohr, Schmal- und Breitblättriger Rohrkolben, Salz- und Dreikantteichsimse, Gemeine Strandsimse, Rohrglanzgras und Igelkolben sowie Sumpfdotterblume zu finden. An den Spülsäumen wachsen Ampfer, Knöterich, Greiskraut und verschiedene Seggen, an die großflächige Quecken­bestände anschließen. Auf Feuchtwiesenbereichen kommt die Schachbrettblume vor.

Die Röhrichtzonen bieten zahlreichen Tierarten Nahrung und Lebensraum. Außerdem sind sie, wie auch strömungsberuhigte Buchten, für Jungfische wichtig, für die sie ein Aufwuchsgebiet darstellen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweenssand (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), Hamburg Port Authority.</ref>

Röhricht- und Auwaldbereiche, die vielfach in einem urwaldähnlichen Zustand mit einem hohen Alt- und Totholz­anteil sind, sind auch für zahlreiche Vogelarten wichtige Lebensräume. So kommen hier u. a. Teich- und Sumpfrohrsänger, Beutelmeise, Pirol, Nachtigall, Waldohreule und verschiedene Spechte vor.

Das Gebiet, das vom Naturschutzverband Gesellschaft für ökologische Planung betreut wird, steht seit dem 31. August 1993 unter Naturschutz. Für die Ausweisung des Naturschutzgebietes mussten vier Wassersportvereine, die hier ihre Liegeplätze hatten, weichen. Sie fanden im Harburger Binnenhafen eine neue Heimat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Harburgs maritime Ecke erwacht (Memento vom 23. Januar 2013 im Internet Archive), Hamburger Abendblatt, 7. Januar 2012.</ref>

Weblinks

Commons: Naturschutzgebiet Schweenssand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiet
Wappen der Hansestadt Hamburg
Wappen der Hansestadt Hamburg

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