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Pakt der Yokai

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Natsume Yujincho)
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Genre Fantasy, Drama, Shōjo
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Land JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan
Autor Yuki Midorikawa
Verlag Hakusensha
Magazin LaLa
Erstpublikation 5. Okt. 2005 –
Ausgaben 33
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Produktionsland Japan
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahre 2008, 2009, 2011, 2012, 2016, 2017, 2024
Länge 23 Minuten
Episoden 86+2+2 in 7 Staffeln
Produktions­unternehmen Brain’s Base (Staffel 1–4),
Shuka (Staffel 5–6)
Regie Takahiro Ōmori (Staffel 1–6),
Hideki Itō (Staffel 5–6)
Musik Makoto Yoshimori
Premiere 8. Juli 2008 auf TV Tokyo
Synchronisation
Film
(2018)
Natsume’s Book of Friends the Movie: Tied to the Temporal World

Pakt der Yokai (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Natsume Yūjinchō, dt. „Natsumes Buch der Freunde“) ist eine Manga-Serie der japanischen Zeichnerin Yuki Midorikawa, die seit 2005 in Japan erscheint. Das Werk ist in die Genre Shōjo und Drama einzuordnen und wurde als Anime und Hörspiel adaptiert.

Inhalt

Der Junge Takashi Natsume ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Waise mit der Fähigkeit, Yōkai (Geister und Dämonen) sehen zu können. Er zeigt oft ein für andere seltsames Verhalten, wenn er auf die für alle anderen unsichtbaren Wesen reagiert. Erst mit der Zeit lernte er, wie ungewöhnlich er ist und wurde zurückhaltend und schüchtern und blieb einsam. So kam es, dass er wegen seines Verhaltens oft von Pflegeeltern abgegeben wurde und er keine Freunde hat.

Diese Fähigkeit hatte auch seine Großmutter Reiko, die ihm nach ihrem Tod zudem das „Buch der Freunde“ hinterließ. In diesem sind die Geister aufgeführt, mit denen Reiko Verträge geschlossen hat und die ihr dienstbar sind: Bei der Aussprache des Namens und Vorstellung der Gestalt des Geistes muss dieser jedem Befehl folgen. Das Buch ist in der Welt der Geister daher heiß begehrt, sodass Takashi nun von vielen Geistern und Dämonen heimgesucht wird. Dabei trifft er bald auf Madara, einem Katzengeist. Dieser wird von Takashi versehentlich befreit und hat es selbst auf das Buch abgesehen. Doch da ihm Takashi verspricht, dass er das Buch von ihm erbt, verspricht Madara, ihn zu beschützen. Dennoch droht Madara immer wieder, Takashi selbst zu fressen, um an das Buch zu gelangen.

Nachdem Madara Takashi über seine Großmutter und das Buch aufgeklärt hat, beschließt Takashi, den Geistern ihre Namen zurückzugeben. Viele sind darüber froh und kommen, ihn darum zu bitten. Andere wollen das Buch für sich haben oder fragen Takashi um Rat und Hilfe, da sie noch von der Macht seiner Großmutter wissen.

Entstehung und Veröffentlichung

Nach Hotarubi no Mori e von 2003 ist Pakt der Yokai die zweite Serie von Yuki Midorikawa, die sich dem Thema Yōkai widmet. Das Bedürfnis nach einer solchen übernatürlichen Geschichte hatte die Autorin bereits länger zuvor und nach Hotarubi wollte sie das Thema in anderer Form erneut ausprobieren, jedoch nun ohne die im älteren Werk vorherrschende Romantik und mit einem männlichen Protagonisten. Pakt der Yokai schuf Midorikawa mit der Unterstützung von zwei Assistentinnen.<ref name=":0">Kommentare der Autorin Yuki Midorikawa in Band 1. Dt. Ausgabe bei Egmont Manga.</ref>

Die Serie beinhaltet in sich abgeschlossene Geschichten vor dem Hintergrund, der im ersten Kapitel etabliert wurde. Das Konzept entstand auch vor dem Hintergrund, dass Pakt der Yokai in Japan zuerst im alle zwei Monate erscheinenden Magazin LaLa erstmals veröffentlicht wird.<ref name=":0" /> Die Serie erscheint in dem Magazin des Verlags Hakusensha seit Oktober 2005. Die Einzelkapitel wurden auch in bisher 33 Sammelbänden veröffentlicht (Stand April 2026).

Seit April 2014 erscheint der Manga bei Egmont Manga auf Deutsch mit bisher 29 Bänden (Stand Februar 2026). Die Serie wird auf Englisch bei Viz Media, auf Französisch bei Delcourt und auf Chinesisch bei Tong Li veröffentlicht.

Adaptionen

Anime

Die Anime-Serie wurde 2008 von Studio Brain’s Base unter der Regie von Takahiro Ōmori produziert. Das Charakterdesign entwarf Akira Takata und die künstlerische Leitung hatte Yukihiro Shibutani inne. Die ersten 13 Folgen wurden vom 8. Juli bis zum 30. September 2008 kurz nach Mitternacht (und damit am vorigen Fernsehtag) von TV Tokyo erstmals ausgestrahlt, wenige Tage später begann die Ausstrahlung durch die Sender TV Aichi, TV Hokkaido, TV Osaka, TV Setouchi und TVQ Kyushu. Später folgte eine Wiederholung bei AT-X. Eine zweite Staffel namens Zoku Natsume Yūjinchō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit weiteren 13 Folgen wurde vom 6. Januar bis 31. März 2009 von TV Tokyo gesendet. Die dritte Staffel Natsume Yūjinchō San ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) mit 13 Folgen wurde vom 5. Juli bis 27. September 2011 in Japan ausgestrahlt. Die vierte Staffel Natsume Yūjinchō Shi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) folgte ab dem 3. Januar bis zum 27. März 2012. Die fünfte Staffel Natsume Yūjinchō Go ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wurde vom 5. Oktober 2016 bis zum 21. Dezember 2016 ausgestrahlt. Zum ersten Mal hatte man mit Studio Shuka ein neues Studio. Außerdem wurden von der Staffel nur 11 statt wie in den anderen Staffeln 13 Folgen ausgestrahlt – allerdings wurden der vierten und fünften Blu-ray/DVD der Staffel je eine Sonderfolge beigelegt. Die sechste Staffel der Serie mit dem Titel Natsume Yūjinchō Roku ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wurde ab dem 12. April 2017 bis zum 21. Juni ausgestrahlt. Die 12 Folgen umfassende siebte Staffel trägt den Titel Natsume Yūjin-chō Shichi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) und wurde vom 8. Oktober bis 24. Dezember 2024 ausgestrahlt.

Ab der zweiten Staffel wurden die Folgen jeweils eine Stunde nach deren Erstausstrahlung mit englischen Untertiteln auf Crunchyroll gestreamt. Die erste Staffel wurde dabei parallel zur zweiten gestreamt.<ref>Crunchyroll to Post Natsume Yūjin-Chō Anime on Monday. Anime News Network, abgerufen am 30. Juli 2009.</ref>

Dem Magazin Lala Ausgabe 8–10/2013 und Lala DX Ausgabe 9/2013 war eine DVD namens Nyanko-sensei to Hajimete Otsukai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) beigelegt. Am 5. Februar 2014 wurde zudem die OVA Natsume Yūjinchō: Itsuka Yuki no Hi ni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auf DVD und Blu-ray veröffentlicht, die ebenfalls Nyanko-sensei to Hajimete Otsukai enthielt. Beide Kurzfilme haben eine Länge von 23 Minuten.

Am 29. September 2018 war die Premiere des Filmes Gekijōban Natsume Yūjinchō: Utsusemi ni Musubu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) in den japanischen Kinos. Der Wiesbadener Publisher Peppermint Anime zeigt den Film unter dem Namen Natsume’s Book of Friends the Movie: Tied to the Temporal World im Rahmen des Akiba Pass Festivals, das vom 26. Januar bis zum 10. Februar 2019 in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Nürnberg, Pasching, Leipzig, Stuttgart und Wien stattfindet.<ref>Robin Hirsch: »Natsume’s Book of Friends«: Neues Promo-Video zum neuen Film. In: Anime2You. 14. September 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018.</ref> Außerdem veröffentlichten sie den Film unter dem Titel Natsume Yujin-Cho – The Movie: Ephemeral Bond am 18. November 2019 auf DVD und Blu-ray.<ref>Nico Lang: "Natsume’s Book of Friends": Deutscher Sprechercast des Films. In: Anime2You. 22. Oktober 2019, abgerufen am 17. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seine deutsche TV-Premiere hatte der Film am 2. Oktober 2020 auf dem Sender ProSieben Maxx.<ref>Robin Hirsch: ProSieben MAXX zeigt »Natsume’s Book of Friends«-Film. In: Anime2You. 10. September 2020, abgerufen am 17. November 2020.</ref>

Ein weiterer Film des Franchise soll unter dem Namen Natsume Yūjinchō: Ishi Okoshi to Ayashiki Raihōsha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) am 16. Januar 2021 in den japanischen Kinos laufen. Der Film besteht auf zwei Kurzgeschichten.<ref>Egan Loo: New Natsume's Book of Friends Anime Opens on January 16 With Hisako Kanemoto Voicing Forest Spirit. 3. Oktober 2020, abgerufen am 17. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Natsume Yuujinchou: Ishi Okoshi to Ayashiki Raihousha (Anime). Abgerufen am 17. November 2020.</ref>

Synchronisation

Die Dialogregie und das Dialogbuch übernahm Rieke Werner. Aufgenommen wurde in den Oxygen Sound Studios in Berlin.<ref>Pakt der Yokai. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 17. November 2020.</ref>

Rolle japanischer Sprecher (Seiyū) deutsche Sprecher
Takashi Natsume Hiroshi Kamiya Konrad Bösherz
Nyanko-sensei / Madara Kazuhiko Inoue Hans Hohlbein
Shūichi Natori Akira Ishida Alexander Ziegenbein
Atsushi Kitamoto Hisayoshi Suganuma Max Felder
Kaname Tanuma Kazuma Horie Jannik Endemann
Tōru Taki Rina Satō Laura Elßel
Shigeru Fujiwara Eji Itō Uwe Büschken
Tōko Fujiwara Miki Itō Sabine Jaeger

Musik

Die Musik der Serie wurde komponiert von Makoto Yoshimori. Der Vorspanntitel der einzelnen Staffeln sind Issei no Sei ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Shūhei Kita, Ano Hi Time Machine von Long Shot Party, Boku ni Dekiru Koto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von How Merry Marry, Ima, Kono Toki. ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Hiiragi bzw. Takarabako ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Marii Sasano. Für die Abspanne verwendete man Natsu Yūzora ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Kōsuke Atari, Ai Shiteru ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Kōrin, Kimi no Kakera feat. Emiri Miyamoto ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Kōsuke Atari, Takaramono ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Maria Kawano, sowie Akanesasu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von Aimer.

Hörspiel

In Japan erschienen von Oktober 2007 bis März 2009 drei Hörspiel-CDs zum Manga. Diese waren als Extras dem Magazin LaLa beigelegt.

Rezeption

Die Reihe ist in Japan ein kommerzieller Erfolg; so verkaufte sich der 18. Band in Japan über 420.000-mal<ref>Japanese Comic Ranking, September 22-28. In: Anime News Network. 2. Oktober 2014, abgerufen am 6. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und der 19. Band über 460.000 mal.<ref>Japanese Comic Ranking, May 25-31. In: Anime News Network. 3. Juni 2015, abgerufen am 6. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch das, vor allem zusammen mit der Animeserie erschienene, Merchandising wie Kissen, Stofftiere und Schlüsselanhänger erfreut sich in Japan anhaltender Beliebtheit.<ref name=":1">AnimaniA 3/2014, S. 36f.</ref>

Trotz einer Ähnlichkeit des Konzepts zu Serien wie Inu Yasha, Nura – Herr der Yokai oder Kekkaishi ist Pakt der Yokai kein Abklatsch bekannter Ideen, sondern sehr eigenständig, so die deutsche Zeitschrift Animania. Das zeige sich im unaufgeregten Protagonisten wie auch in dessen Anliegen, seine Macht nicht zu nutzen, sondern den Dämonen ihre Namen zurückzugeben. Besonders in den ausgefeilten Charakteren der Dämonen, mit denen Takashi in Kontakt kommt, und deren bisweilen komplexen Beziehungen zu seiner Großmutter zeige sich, dass es sich um eine Shōjo-Serie handelt. Die Begegnungen seien mal leichtherzig und witzig, mal spannend, gruselig oder traurig. Die dünnen, harten Federzeichnungen werden mit „malerisch anmutenden Hintergründen aus schwarz gepinselten Blockflächen und dunklen Rastern“ kombiniert, was an historische japanische Dämonenabbildungen und traditionelle Tuschemalerei erinnere.<ref name=":1" />

Literatur

  • Florian Schütz: Japanische Zauberfüchse zwischen Bits und Bytes: wie viel narratives Erbe steckt in Videospielen?. Verlag Lit, Berlin/Münster 2016, ISBN 978-3-643-13514-8, S. 95 u. 96.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />