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Natriumhexafluorosilicat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Natriumhexafluoridosilikat)
Kristallstruktur
Elementarzelle von Natriumhexafluorosilicat
Vorlage:Farbe Na+ 0 Vorlage:Farbe Si4+0 Vorlage:Farbe F
Kristallsystem

trigonal

Raumgruppe

P321 (Nr. 150)Vorlage:Raumgruppe/150

Gitterparameter

a = 885,9 pm, c = 503,8 pm, Z = 3<ref name="Kristallstruktur" />

Koordinationszahlen

[6]Si, [6]Na

Allgemeines
Name Natriumhexafluorosilicat
Andere Namen
  • Natriumsilicofluorid
  • Kieselfluornatrium
  • Natriumhexafluorosilicat
  • Natriumhexafluoridosilicat
  • Natriumfluorsilicat
  • Vorlage:INCI
Verhältnisformel Na2[SiF6]
Kurzbeschreibung

farbloser bis weißer, geruch- und geschmackloser Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref><ref name="hsdb" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 240-934-8
ECHA-InfoCard 100.037.198
PubChem 28127
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 188,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

2,68 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

800 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • schwer löslich in Wasser (7,62 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />
  • nahezu unlöslich in Ethanol<ref name="hsdb" />
Brechungsindex

1,312<ref name="hsdb" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.037.198">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301+311+331
P: 280​‐​301+310+330​‐​302+352+312​‐​304+340+311<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

125 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Natriumhexafluorosilicat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Natriumverbindungen, Hexafluorosilicate und Fluorokomplexe.

Vorkommen

Natriumhexafluorosilicat kommt natürlich in Form des Minerals Malladrit vor.<ref name="mindat">Mindat: Malladrite</ref>

Gewinnung und Darstellung

Natriumhexafluorosilicat kann durch Neutralisation von Hexafluoridokieselsäure mit Natriumhydroxid, Natriumcarbonat oder Natriumchlorid gewonnen werden.<ref name="hsdb">Eintrag zu SODIUM SILICOFLUORIDE in der Hazardous Substances Data Bank (via PubChem)Vorlage:Abrufdatum</ref>

<chem>H2[SiF6] + 2NaCl -> Na2[SiF6] + 2HCl</chem>

Es entsteht auch als Nebenerzeugnis bei der Herstellung von Superphosphaten über Siliziumfluorid.

Eigenschaften

Natriumhexafluorosilicat ist ein farbloser bis weißer, geruch- und geschmackloser Feststoff, welcher schwer löslich in Wasser ist. Bei Erhitzung zersetzt er sich ab etwa 800 °C zu Siliciumtetrafluorid und Natriumfluorid.<ref name="GESTIS" />

Natriumhexafluorosilicat besitzt eine trigonale Kristallstruktur mit a = 885,9 pm, c = 503,8 pm, Z = 3 und der Raumgruppe P321 (Raumgruppen-Nr. 150)Vorlage:Raumgruppe/150.<ref name="Kristallstruktur">A. Zalkin, J. D. Forrester, D. H. Templeton: The crystal structure of sodium fluorosilicate. In: Acta Cryst. 17, 1964, S. 1408–1412; doi:10.1107/S0365110X64003516.</ref>

Verwendung

Natriumhexafluorosilicat wird als Geliermittel bei der Schaumgummiherstellung, als Trübungsmittel bei der Emaille - und Milchglasfabrikation, als Insektizid und Rodentizid und zur Herstellung von synthetischem Kryolith verwendet.<ref name="GESTIS" /> Es wird weiterhin bei der Herstellung von Beryllium eingesetzt: durch Rösten von Berylliumsalzen mit Natriumhexafluorosilicat bildet sich Berylliumfluorid, welches durch Reaktion mit Magnesium zu Beryllium überführt wird.<ref>Uni-Regensburg: Erdalkalimetalle</ref>

Zulassung

In der Europäischen Union ist Natriumhexafluorosilicat nicht als Wirkstoff von Pflanzenschutzmitteln zugelassen.<ref>Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 der Kommission vom 20. November 2002 ... (PDF)Vorlage:Abrufdatum</ref> In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.<ref name="PSM">Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und DeutschlandsVorlage:Abrufdatum</ref>

Einzelnachweise

<references />