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Natriummethanolat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von NaOMe)
Strukturformel
Methanolation  Natriumion
Allgemeines
Name Natriummethanolat
Andere Namen
  • Natriummethylat
  • Natriummethoxid
Summenformel CH3NaO
Kurzbeschreibung

farbloses bis gelbliches, hygroskopisches, geruchloses Pulver<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 204-699-5
ECHA-InfoCard 100.004.273
PubChem 10942334
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 54,02 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,3 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

280 °C (unter Sauerstoffausschluss, Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser, gut löslich in wasserfreiem Methanol<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.004.273">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228​‐​251​‐​290​‐​302​‐​314
EUH: 014
P: 210​‐​235​‐​260​‐​280​‐​303+361+353​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

2037 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriummethanolat ist das Alkoholat des Methanols mit Natrium als Gegenion und das wichtigste der Methanolate.
Natriummethanolat sollte nicht mit Natriumethanolat (Summenformel C2H5NaO) verwechselt werden.

Darstellung

Die Herstellung der Verbindung erfolgt über die Reaktion von Methanol mit elementarem Natrium oder mit Natriumhydrid. Daneben entsteht molekularer Wasserstoff.<ref name="DOI10.1055/b-0035-114592">Berthmann, Hausweiler, Martin Herrmann, Köster, Kröper, Ratz, Schimmelschmidt, Thomas Schmidt, Schwarzer, Simmler, Sinn: A. Herstellung von Metallalkoholaten, -phenolaten, -enolaten und –chelaten : I. Metallalkoholate (I). In: Georg Thieme Verlag eBooks. 1. Januar 1963, doi:10.1055/b-0035-114592.</ref>

<math>\mathrm{2 \ CH_3OH\ +\ 2 \ Na\longrightarrow\ 2 \ CH_3ONa\ +\ H_2}</math>
<math>\mathrm{CH_3OH\ +\ NaH\longrightarrow\ CH_3ONa\ +\ H_2}</math>

Eigenschaften

Natriummethanolat ist ein stark hygroskopischer weißer Feststoff.<ref name="GESTIS" /> Dieser ist sehr reaktiv und wird aus diesem Grund meist nur in Lösung gehandhabt und gelagert. Bei Temperaturen über 50 °C besteht an Luft die Gefahr der Selbstentzündung.<ref name="GESTIS" />

Es ist eine sehr starke Base, die heftig mit Wasser und Säuren reagiert. Verglichen mit anderen Alkalimethanolaten ist es in methanolischen Lösungen basischer als Lithiummethanolat, aber weniger basisch als Kaliummethanolat.<ref name="Encyclopedia">Yahya El-Kattan, Jeff McAtee, Bernard Bessieres: Encyclopedia of Reagents for Organic Synthesis. John Wiley & Sons, Ltd, Chichester, UK 2006, ISBN 0-471-93623-5, Sodium Methoxide, doi:10.1002/047084289x.rs089m.pub2.</ref>

Verwendung

Natriummethanolat wird als Base beispielsweise zur Deprotonierung CH-acider Verbindungen verwendet.<ref name="Encyclopedia" />

Literatur

  • Autorenkollektiv: Organikum. 22. Auflage. Wiley-VCH, 2004, ISBN 978-3-527-31148-4.

Einzelnachweise

<references />