Münznominal
Münznominal (meist nur Nominal; von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist in der Numismatik der Name der Münzeinheit in Verbindung mit einer bestimmten, durch Denomination festgelegten Stückelung.
Der numismatische Spezialbegriff des Münznominals wird allgemein in der Wirtschaft dem Nennwert (oder „Nominalwert“) untergeordnet. Der Begriff wird auch umschrieben mit „Nominalwert“, „Münzwert“, „Nennwert“ oder „Nenngröße“. Münznominal ist die Nenngröße einer Währung in ihrer Stückelung.<ref>Heinz Fengler, Gerhard Gierow, Willy Unger (Hrsg.): Lexikon der Numismatik. 2. Auflage. 1977, S. 259.</ref> Eine offizielle Verringerung des Nennwertes einer umlaufenden Münze wird als Münzherabsetzung bezeichnet.<ref>Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig / Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 389 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Münznominale sind stets auf dem Avers (Vorderseite) von Münzen aufgeprägt.
Wie der Pfennig in Mitteleuropa blieb auch der englische Penny – von wenigen Ausnahmen abgesehen – bis ins Hochmittelalter das einzige Münznominal.<ref>Philip Grierson, Mark Blackburn: Medieval European Coinage, Band 1, 2006, S. 270.</ref>
- Beispiel
Die Nominalwertreihe eines Reichstalers konnte lauten: Doppeltaler – 1 Taler – 1⁄2 T. – 1⁄3 T. – 1⁄4 T. – 1⁄6 T. – 1⁄12 T. – 1⁄24 T. – Ein Nominal kann dabei in verschiedenen Varianten geprägt worden sein (unterschiedliche Ausgabejahre, Regenten, Münzstätten).
Internationale Münznominale
Für einzelne Münznominale haben sich international umgangssprachliche Bezeichnungen gebildet:<ref>Jonas Pfestorf: Ein Penny ist kein Pfennig. 2011, S. 225.</ref>
Die Herkunft des Wortes „bob“ ist ungeklärt und dürfte als umgangssprachliche Bezeichnung für den Shilling im späten 18. Jahrhundert entstanden sein.<ref>Eric Partridge: A Dictionary of Slang and Unconventional English, 1984, S. 106 (Stichwort bob Nr. 3).</ref> Das Wort „loonie“ leitet sich vom Eistaucher ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ab, der auf der kanadischen Münze abgebildet ist. „Toonie“ wiederum ist ein Kofferwort aus dem „loonie“ und der Zahl 2 ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).
Eurozone
In der Eurozone gibt es heute 19 Münzregale, bei denen ein einheitlicher europäischer Avers und eine national gestaltete Rückseite („Revers“) besteht, so dass jedes der acht Münznominale im Euro-Währungsgebiet in 19 verschiedenen Varianten existiert.
Abgrenzung
Der sich aus dem Münznominal ergebende Nominalwert unterscheidet sich meist vom Metallwert, vom Kurswert und vom Sammlerwert.
Literatur
- Heinz Fengler, Gerhard Gierow, Willy Unger: Lexikon Numismatik. 2. Auflage. Berlin 1977, S. 252 (Münzwert), 259 (Nominal, Nominalwert).
- Helmut Kahnt, Bernd Knorr: Alte Maße, Münzen und Gewichte. Ein Lexikon. Bibliographisches Institut, Leipzig 1986 / Lizenzausgabe Mannheim/Wien/Zürich 1987, ISBN 3-411-02148-9, S. 393 (Nominal, Münzominal).
Weblinks
- Nominal in der Moneypedia
Einzelnachweise
<references />