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Mösenthin

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Mösenthin
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(33)&title=M%C3%B6senthin 52° 45′ N, 11° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(33) 52° 44′ 55″ N, 11° 17′ 6″ O
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Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 5,1 km²<ref name="HOB-12"/>
Einwohner: 33 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Jeggeleben
Postleitzahl: 39624
Vorwahl: 039009
Lage von Mösenthin in Sachsen-Anhalt
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Mösenthin ist ein Ortsteil der Ortschaft Jeggeleben und der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Mösenthin, ein ehemaliges Rundplatzdorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt etwa 13 Kilometer nordwestlich der Stadt Kalbe (Milde) am Baarser Mühlengraben in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1297 wurde berichtet, dass die Kirche im Dorf Mösentin jährlich eine Wispel Roggen erhalten sollte.<ref name="Riedel-5" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Mösentin aufgeführt. Er war teilweise unbewohnt – 212 frusta sunt deserta.<ref name="Landbuch" /> 1420 war der Ort total wüst.<ref name="Enders 2004" /> Weitere Nennungen sind 1444 Mosentin, 1435 dorp Mosentin, 1492 Massenthin, 1541 Moseltin, 1600 Mosentin, 1687 Mösentien.<ref name="HOB-12" /> Vergleiche auch bei Wikipedia Jarmen OT Müssentin i. Vorpommern.

Bei der Bodenreform wurde festgestellt: Eine Besitzung mit über 100 Hektar hat 301 Hektar, 12 Besitzungen unter 100 Hektar haben zusammen 200 Hektar und der Kirche gehört 1 Hektar. 1946 wurde die Herrschaft Beetzendorf II enteignet, sie umfasste 304 Hektar.<ref name="HOB-12" />

Im Jahre 1986 hatte die Revierförsterei Jeggeleben des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebs Salzwedel ihren Sitz in Mösenthin.<ref name="HOB-12" />

Erste Erwähnung 1160

Adolph Friedrich Riedel schrieb im Jahre 1831, dass Mösenthin „vermutlich der Wohnsitz des Marod von Musithin war, der sich im Jahre 1160 im Gefolge des Markgrafen Albrecht des Bären befand“.<ref name="Riedel-1250" /> Diese Angabe bezieht sich auf den Zeugen Marold de Musitsin in einer Urkunde über die heutige Wüstung Hohenköthen.<ref name="Krabbo Regesten, Nr. 307" /><ref name="CDA 1,2, S. 334" /> Der Ort Musitsin, auch Musizin oder Möst an der Fuhne genannt, liegt zwischen Löbejün und Zörbig<ref name="CDA 6, S. 175" /> und ist das heutige Dorf Mösthinsdorf.

Der Historiker Peter P. Rohrlach schreibt daher: „Die Angabe bei Hermes-Weigelt,<ref name="Hermes-Weigelt" /> der Ort werde urkundlich schon um 1160 erwähnt, ist nicht zu belegen.“<ref name="HOB-12" />

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag der Ort im Kanton Groß Apenburg auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Mösenthin in die Gemeinde Jeggeleben eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 1. Januar 2011 wurde Jeggeleben nach Kalbe (Milde) eingemeindet. So kam Mösenthin als Ortsteil zur neuen Ortschaft Jeggeleben und zur Stadt Kalbe (Milde).<ref name="GemNeuglG SAW" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 45
1774 35
1789 48
1798 45
1801 48
1818 53
1840 60
1864 80
Jahr Einwohner
1871 73
1885 64
1892 [00]69<ref name="Zahn-1928" />
1895 66
1900 [00]62<ref name="Zahn-1928" />
1905 60
1910 [00]44<ref name="Zahn-1928" />
1925 71
Jahr Einwohner
1939 063
1946 112
2015 025
2016 024
2017 025
2018 024
2020 [00]032<ref name="EW-2021" />
2021 [00]032<ref name="EW-2021" />
Jahr Einwohner
2022 [0]33<ref name="EW-2023" />
2023 [0]33<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" /> und 2015 bis 2018<ref name="EW-Kalbe-2015-2018" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Mösenthin, die früher zur Pfarrei Winterfeld gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Apenburg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" /> Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Winterfeld stammen aus dem Jahre 1600.<ref name="Machholz" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Mösenthin ist eine rechteckige Feldsteinkirche mit hochgezogenem Glockenträger.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • Der Ortsfriedhof ist auf dem Kirchhof.


Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

<ref name="CDA 1,2, S. 334">Otto von Heinemann: Codex diplomaticus Anhaltinus. Band 1,2. Dessau 1869, S. 334 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10479377~SZ%3D370~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="CDA 6, S. 175">Otto von Heinemann: Codex diplomaticus Anhaltinus. 6: Orts- und Personenregister. Dessau 1883, S. 175 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11486047~SZ%3D189~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="EW-Kalbe-2015-2018">Einwohnermeldeamt der Stadt Kalbe (Milde): Einwohnerdaten zum 31.12. der Jahre 2015 bis 2018. 4. März 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Doreen Schulze: Geburten steigen, Sterbefälle sinken. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 12. Januar 2022, DNB 954815971, S. 19.</ref>

<ref name="EW-2023">Conny Kaiser: Kalbe verliert 69 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 16. Januar 2024, DNB 954815971, S. 20.</ref>

<ref name="Enders 2004">Lieselott Enders: Neue Details zur Wüstungsgeschichte der Altmark. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 76. Jahresbericht, 2004, S. 17 (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>

<ref name="GemNeuglG SAW">Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW). 8. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2021.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Krabbo Regesten, Nr. 307">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg (= Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Mark Brandenburg. 1. Lieferung). Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 60, Nr. 307 (Online).</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 400 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 22. Januar 2018 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Apenburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>

<ref name="Riedel-1250">Adolph Friedrich Riedel: Die Mark Brandenburg im Jahre 1250 oder historische Beschreibung der Brandenburgischen Lande und ihrer politischen und kirchlichen Verhältnisse um diese Zeit. Band 1. Dümmler, Berlin 1831, S. 78 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10014048~SZ%3D110~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Riedel-5">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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