Mönchssittich
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| Mönchssittich | ||||||||||||
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| Datei:Myiopsitta monachus -Temaikén Zoo-8.jpg
Mönchssittich im Zoo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Myiopsitta monachus | ||||||||||||
| (Boddaert, 1783) |
Der Mönchssittich (Myiopsitta monachus) ist ein südamerikanischer Papagei aus der Familie der eigentlichen Papageien. Als einzige Papageienart baut der Vogel große Nester aus kleinen Zweigen. Mönchssittiche weisen neben Halsbandsittichen als Neozoen aus der Ordnung der Papageien die weiteste Verbreitung auf. Die Vögel erreichen ein Alter von etwa 20 bis 30 Jahren.
Verbreitung
Der Mönchssittich ist in Südamerika beheimatet. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Argentinien, im südlichen Brasilien, in Uruguay, Bolivien und Paraguay. Darüber hinaus ist er in Chile, den USA und West- und Südeuropa (Großbritannien, Niederlande, Belgien, Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland) sowie in Israel als Neubürger (Neozoon) permanent anzutreffen. In Deutschland wurden zuletzt in den 1980er und 1990er Jahren Nestbauaktivitäten und Brutversuche beobachtet.<ref name=":1">Elke Brüser: Mönchsittiche: beliebt und verhasst. In: https://fluegelschlag-birding.de/. 3. Februar 2026, abgerufen am 9. Februar 2026.</ref>
Äußere Merkmale
Der Mönchssittich ist vorwiegend grün und hat den typischen langen Papageienschwanz. Die Stirn ist bläulich-grau, der Rest des Kopfes und auch die Brust sind hellgrau. Der Schnabel ist hellbräunlich und die Iris dunkelbraun. Mönchssittiche haben einen grauen Augenring und graue Füße. Die Handschwingen sind blau und schwarz, die Unterflügel hellgrau und blassbläulich. Die Schwanzfedern zeigen oben eine blaue und grüne Zeichnung, die Unterseite ist hellgrün bis hellblau gesäumt. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt und äußerlich nicht zu unterscheiden. Zur sicheren Unterscheidung muss daher ein Gen- oder Bluttest herangezogen werden.
Es gibt mehrere Unterarten, die sich nur geringfügig z. B. in der Größe unterscheiden, sowie eine blaue Farbvariante. Die Vögel der Nominatform sind durchschnittlich 29 Zentimeter groß und haben ein Gewicht von etwa 100 bis 140 Gramm.<ref name=":0">Handbook of the Birds of the World: Sandgrouse to Cuckoos. In: Josep del Hoyo, Andrew Elliot, Jordi Sargatal (Hrsg.): Handbook of the Birds of the World. Band 4. Lynx Edicions, Barcelona 1997, ISBN 84-87334-22-9, S. 445.</ref> Ihre Flügelspannweite beträgt etwa 48 Zentimeter. Weibchen sind zwar in der Regel 10–20 % kleiner, aber auch für die Größe als Unterscheidungskriterium gilt, dass die Vögel nur durch DNA- oder Federtests zuverlässig geschlechtsspezifisch bestimmt werden können.
Verhalten und Ernährung
Mönchssittiche bauen in Bäumen, Palmen und selbst auf technischen Anlagen wie Strommasten große Gemeinschaftsnester aus Reisig.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Dies ist eine Besonderheit unter den Papageienvögeln, die in der Regel Höhlenbrüter sind. Die Nester sind in „Wohnungen“ unterteilt, die jeweils von einem Paar bewohnt werden. Jede „Wohnung“, besteht wiederum aus mehreren spezialisierten Kammern zum Schlafen, Brüten und Aufenthalt. Die Nester ausgeflogener Jungtiere werden in der Nähe der Altvögel gebaut. Mönchssittiche legen fünf bis sechs Eier, die sie 22 bis 23 Tage lang bebrüten. Die Jungen werden nach 42 bis 45 Tagen flügge und etwa zwei bis drei Wochen nach dem Ausfliegen selbständig.
Die Hauptnahrung des Mönchsittich besteht aus Sämereien, Blattknospen und Früchten. Teils ernähren sie sich von Insekten. Bevorzugt werden Distel- oder Grassamen von Korbblütler oder Süßgräser sowie Früchte von den Palmengewächsen.<ref>Mönchssittich - Myiopsitta monachus – Kurzsteckbrief des Mönchssittich. Deutsche Kanarien- und Vogelzüchterbund, abgerufen am 13. Dezember 2022.</ref> Außerdem bedienen sie sich bei Feldfrüchten wie Mais und Hirse, weshalb sie in diesen Anbaugebieten bekämpft wurden und werden.<ref name=":0" /><ref name=":2">Kurt Kolar: Papageien. In: Bernhard Grzimek, Joachim Steinbacher (Hrsg.): Grzimeks Tierleben. Band 8. Kindler, Zürich 1969, S. 337.</ref> Sie sind ausgeprägte Kulturfolger und ernähren sich auch in städtischen Gärten und Parkanlagen.<ref name=":2" />
Mönchssittiche verfügen wahrscheinlich über individuelle und unverwechselbare Stimmabdrücke, an denen sie sich – unabhängig vom jeweiligen Ruf – gegenseitig erkennen können.<ref>Simeon Q. Smeele, Juan Carlos Senar, Lucy M. Aplin, Mary Brooke McElreath: Evidence for vocal signatures and voice-prints in a wild parrot. In: Royal Society Open Science. Band 10, Nr. 10, Oktober 2023, ISSN 2054-5703, doi:10.1098/rsos.230835 (royalsocietypublishing.org [abgerufen am 5. Oktober 2023]).</ref>
Verwandtschaft und Unterarten
Ein naher Verwandter aus derselben Gattung (Myiopsitta) ist der südamerikanische Luchssittich.
Es sind drei Unterarten des Mönchssittichs bekannt:<ref>IOC World bird list Parrots, cockatoos</ref>
- Myiopsitta monachus cotorra (<templatestyles src="Person/styles.css" />Vieillot, 1818)<ref name="vieillot150">Louis Pierre Vieillot (1818), S. 361</ref> kommt im südlichen Bolivien, südlichen Brasilien, in Paraguay und dem nordwestlichen Argentinien vor.<ref name="laubmann183">Alfred Laubmann (1939), S. 183–184.</ref>
- Myiopsitta monachus monachus (<templatestyles src="Person/styles.css" />Boddaert, 1783)<ref name="boddaert48">Pieter Boddaert (1783), S. 48</ref> ist im südöstlichen Brasilien, in Uruguay und dem nordöstlichen Argentinien verbreitet
- Myiopsitta monachus calita (<templatestyles src="Person/styles.css" />Jardine & <templatestyles src="Person/styles.css" />Selby, 1830)<ref name="jardine150">William Jardine, 7. Baronet of Applegarth u. a. (1830), Abbildung 82 & Text</ref> ist im westlichen Argentinien verbreitet.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Mönchssittichs erfolgte 1783 durch Pieter Boddaert unter dem Namen Psittacus monachus. Unter der Nummer 768 gab er nur Referenzen zu anderen Publikationen, ohne ein Verbreitungsgebiet zu nennen.<ref name="boddaert48"/> 1854 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die für die Wissenschaft neue Gattung Myiopsitta ein.<ref name="bonaparte150">Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte (1854), S. 150</ref> Dieser Begriff leitet sich von dem altgriechischen Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Maus“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bzw. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) ab.<ref>Myiopsitta The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) lässt sich auch von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für Mönch, alleine, einzeln machen ableiten.<ref>monachus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> »Cotorra« ist ein spanischer Name für zahlreiche Papageien aus Argentinien.<ref>cotorra The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref> Ebenso ist »calita« ein lokaler argentinischer Name für die Art.<ref name="jardine150"/> Alfred Laubmann berichtet in seinem Werk Die Vögel von Paraguay von Populationen Concepción.<ref name="laubmann183"/>
Literatur
- Pieter Boddaert: Table des planches enluminéez d’histoire naturelle de M. D’Aubenton: avec les denominations de M.M. de Buffon, Brisson, Edwards, Linnaeus et Latham, precedé d’une notice des principaux ouvrages zoologiques enluminés. NA, Utrecht 1783 (biodiversitylibrary.org).
- Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte: Tableau des perroquets. In: Revue et Magasin de Zoologie Pure et Appliquée (= 2. Band 6). 1854, S. 145–158 (biodiversitylibrary.org).
- William Jardine, 7. Baronet of Applegarth, Prideaux John Selby: Illustrations of Ornithology. Band 2. Willizars, Edinburgh 1830 (biodiversitylibrary.org – Abbildung 82 & Text).
- Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 183–184 (google.de).
- Louis Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Band 25. Deterville, Paris 1818 (biodiversitylibrary.org).
Weblinks
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023.1. Eingestellt von: BirdLife International, 2018. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Mönchssittich (Myiopsitta monachus) bei Avibase
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Mönchssittich (Myiopsitta monachus)
- Monk Parakeet (Myiopsitta monachus) in der Encyclopedia of Life. (englisch).
- Javier Blasco-Zumeta, Gerd-Michael Heinze: Geschlechts- und Altersbestimmung (PDF-Datei, englisch)
- Federn des Mönchssittichs
Einzelnachweise
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