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Möbisburg-Rhoda

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Möbisburg-Rhoda
Landeshauptstadt Erfurt
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1085)&title=M%C3%B6bisburg-Rhoda 50° 56′ N, 11° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1085) 50° 55′ 40″ N, 10° 59′ 50″ O
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Höhe: 216–337 m ü. NN
Fläche: 8,04 km²<ref name="Erfurt-Daten-Fakten-2025" />
Einwohner: 1085 (31. Dez. 2024)<ref name="Erfurt-Daten-Fakten-2025">Erfurter Statistik, Daten und Fakten 2025. (PDF; 397 kB) Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung, abgerufen im Dezember 2025 (Bevölkerung der Stadtteile mit Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner/km²
Postleitzahl: 99094
Vorwahl: 0361
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Karte
Lage von Möbisburg-Rhoda in Erfurt
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Möbisburg-Rhoda ist ein Ortsteil von Erfurt mit etwa 1.100 Einwohnern. Er wurde gebildet aus den 1950 eingemeindeten Orten Möbisburg und Rhoda. Möbisburg-Rhoda hat eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung mit Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.

Geschichte

Anhand von Funden konnte nachgewiesen werden, dass der kleine Bergrücken über dem Tal der Gera in der Ost-Nord-Schleife des Flusses schon frühzeitlich besiedelt und durch eine Wallanlage geschützt war. Es wird davon ausgegangen, dass durch die Franken oder/und Ottonen eine erneute Befestigung des günstigen Bergrückens stattfand. Ruinen einer mittelalterlichen Burg waren bis in das 18. Jahrhundert erhalten. Erstmals urkundlich benannt wurde Möbisburg 1130. Das zeitige Heiligen der Burgstelle wird mit einer Kirche bis heute fortgesetzt.<ref>Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, S. 183, ISBN 3-910141-43-9.</ref>

Die Entstehung des Ortes ist durch viele Sagen festgehalten. Die wahrscheinlichste darunter besagt, dass unter dem thüringisch-fränkischen König Merwig oder Merowig (* um 329) eine Burg gebaut wurde, die Möbisburg.<ref>www.mittelhausen.de, abgerufen am 5. April 2012</ref> Von dieser sind heute nur noch geringe Teile im Bereich der Kirche erhalten. In den Sagen ist von vielen Schätzen die Rede, etwa von einer Kutsche aus purem Gold. Vier Schatzgräber machten sich auf die Suche nach der Kutsche und fanden sie auch. Laut der Sage befahl ihnen der Teufel, dass sie es niemanden sagen durften. Da sie es aber dennoch ihren Frauen erzählten, drehte ihnen der Teufel laut Sage den Kopf ab. Seitdem kann man an der Möbisburger Kirche vier Köpfe sehen, die die Köpfe der Schatzgräber darstellen sollen.

Über einen Teil des Ortes übten zeitweise die Grafen von Gleichen, von Käfernburg, von Hatzfeld und von Keller die Herrschaft aus.

Am Eingangsportal der Friedhofsmauer, das 1736 errichtet wurde, kann man das Mainzer Rad und die Mitra sehen. Beides zeigt, dass Möbisburg historisch bereits lange nach Erfurt und Kurmainz ausgerichtet war. Am 1. Juli 1950 wurde Möbisburg auch förmlich nach Erfurt eingemeindet. Rhoda gehörte hingegen ab 1435 zum Amt Wachsenburg, welches 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha kam.

Im Jahre 1813 waren König Friedrich Wilhelm III. und die Prinzen von Preußen während des antinapoleonischen Befreiungskrieges auf ihrem Weg nach Frankreich in Möbisburg untergebracht.<ref>www.arnobeier.de, abgerufen am 5. April 2012</ref>

In der damaligen Rothschen Mühle kann man heute eine Töpfermühle besuchen, die ihr Aussehen seit 1720 beibehalten hat. 1995 legte man in der Mühle bemalte Tafelbretter frei, die Jesus und die vier Evangelisten zeigen. Sie stammen aus dem Barock und sind sehr gut erhalten.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.moebisburger-toepfermuehle.deGeschichte der Möbisburger Töpfermühle (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2022. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Abgerufen am 12. Mai 2012</ref>

Einwohnerentwicklung

  • Im Jahre 1843 zählte insgesamt 572, in Möbisburg 464<ref>Handbuch der Provinz Sachsen. Magdeburg, 1843.</ref> und in Rhoda 108 Einwohner<ref>Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843.</ref>
  • Im Jahre 1910 waren es 1016 Einwohner, in Möbisburg 854 und in Rhoda 162 Einwohner<ref>Landkreis Erfurt. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2024; abgerufen am 15. Februar 2026 (Einwohner 1. Dezember 1910). Landratsamt Gotha. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Mai 2023; abgerufen am 3. März 2026.</ref>
  • Im Jahre 1939 waren es 1344, in Möbisburg 1092 und in Rhoda 252 Einwohner<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
Jahr 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohner 1083<ref>Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie: Umwelt regional.</ref> 1097 1062 1113 1095 1063<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadtteil - Möbisburg-Rhoda. (Memento vom 28. März 2016 im Internet Archive) Bevölkerung mit Hauptwohnsitz am 31. Dezember 2015. In: Stadtverwaltung Erfurt.</ref> 1041<ref name="Erfurt-Daten-Fakten-2021">Erfurter Statistik, Daten und Fakten 2021. (PDF; 607 kb) Landeshauptstadt Erfurt, Stadtverwaltung, 30. April 2021, abgerufen am 14. April 2023 (Bevölkerung der Stadtteile mit Stand 31. Dezember 2020).</ref>

Interessantes

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Weblinks

Commons: Möbisburg-Rhoda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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