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Mustafa Reşid Pascha

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Mustafa Reşid Pascha
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Mustafa Reşid Pascha, Lithographie von Rudolf Hoffmann nach Maxim David

Mustafa Reşid Pascha (Schreibweise auch Mustafa Reshid Pasha oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 13. März 1800 in Istanbul; † 17. Dezember 1858, andere Quellen: 7. Januar 1858) war ein osmanischer Staatsmann und Diplomat der Reformzeit.<ref name="enzy">Mustafa Reşid Paşa In: Enzyklopädie Britannica. Abgerufen am 9. Mai 2017.</ref>

Leben

Reşid trat früh dem öffentlichen Dienst bei, da er 1820 im Departement des Auswärtigen Ministeriums eine Anstellung als Berichterstatter erhielt. Nachdem er 1833 an den Verhandlungen zum Vertrag von Kütahya beteiligt war, wurde er 1834 erst Botschafter in Paris, 1836 dann in London und im November 1837 schließlich Außenminister.<ref name="enzy" /> Infolge der Gegenbestrebungen der alttürkischen Partei wurde er im Herbst 1838 plötzlich entlassen und ging als außerordentlicher Gesandter des Sultans nach London, Berlin und Paris, wo er die Interessen der Pforte dem Vizekönig von Ägypten gegenüber vertrat.<ref name="biogr">Mustafa Reşid Pascha im Biographischen Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Abgerufen am 9. Mai 2017.</ref>

Reşid war Mitglied einer Freimaurerloge in London und sprach selbst Französisch und Englisch.<ref>Orlando Figes: Krimkrieg, Berlin, 2014, S. 104</ref>

Nach Sultan Mahmuds II. Tod am 1. Juli 1839 wurde er von der Mutter des neuen Sultans Abdülmecid nach Konstantinopel zurückberufen und übernahm am 5. September abermals das Auswärtige Ministerium. Auf sein Betreiben hin wurde am 3. November 1839 der hatt-ı şerif von Gülhane erlassen.<ref name="enzy" /> Serailintrigen führten im März 1841 seinen Sturz herbei, worauf er im Juli wieder als Gesandter nach Paris ging. Im Januar 1843 von da abberufen, wurde er, vom Sultan als Verächter des Türkentums verdächtigt, als Statthalter nach Adrianopel verbannt, nahm die Stellung aber nicht an, sondern kehrte nach Paris zurück.<ref name="biogr" /><ref name="oesta"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Reschid Pascha (Reschid Mustapha Pascha) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oesta.gv.at bei oesta.gv.at</ref>

Nach dem Sturz Riza Paschas Ende 1845 wurde er zunächst wieder Minister des Auswärtigen Amts und 1846 schließlich Großwesir (Bedeutung ab 1922 und bis heute: Ministerpräsident), ein Amt, das er unter Abdülmecid bis 1857 sechs Mal innehatte.<ref name="biogr" /><ref name="oesta" />

Als Großwesir führte er diverse Reformen in den Bereichen Rechtssystem, Bildung und Administration durch:

  • Verbot von Folter und Sklaverei
  • Einführung gemischter Handelsgerichte im Jahr 1847
  • Übernahme eines Handelsgesetzbuchs aus Frankreich im Jahr 1850
  • die Reform von Verwaltungsvorschriften
  • Maßnahmen gegen Vetternwirtschaft<ref name="enzy" />
  • Einführung der Mittelschule {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / رشديه
  • Gründung der Gelehrtengesellschaft Encümen-i Daniş durch Erlass im Jahr 1851
  • Gründung des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) / خزينه اوراق, des heutigen Osmanischen Archivs durch Erlass im Jahr 1846<ref>Erik-Jan Zürcher Reshid Pasha, Mustafa in The Encyclopaedia of Islam. New Edition</ref>

Zwischenzeitlich amtierte Reşid Pascha ab Mai 1853 noch einmal als Außenminister und förderte in dieser Funktion die antirussische Politik des Osmanischen Reichs. Intrigen auf französischer Seite führten dazu, dass er am 31. Juli 1857 zum Rücktritt gezwungen wurde. Am 22. Oktober 1857 wurde er dann wiederum zum Großwesir ernannt.<ref name="oesta" /> Reşid Pascha war maßgeblich an der Einleitung einer grundlegenden Neuordnung der Verwaltung des Staates beteiligt, die als historischer Prozess Tanzimat mit der Osmanischen Verfassung 18 Jahre nach seinem Tod ihren Abschluss fand.<ref name="biogr" />

Mustafa Reşid Pascha starb 1858 im Alter von 58 Jahren durch einen Herzschlag.<ref name="biogr" />

Literatur

  • Hans-Jürgen Kornrumpf: Mustafa Reşid Pascha, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 3, München 1979, S. 280–282

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Mehmed Emin Rauf PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
31. Juli 1846–28. April 1848
İbrahim Sarim Pascha
İbrahim Sarim PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
13. August 1848–27. Januar 1852
Mehmed Emin Rauf Pascha
Mehmed Emin Rauf PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
7. März 1852–7. August 1852
Mehmed Emin Ali Pascha
Kıbrıslı Mehmed Emin PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
24. November 1854–4. Mai 1855
Mehmed Emin Ali Pascha
Mehmed Emin Ali PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
1. Dezember 1856–2. August 1857
Giritli Mustafa Naili Pascha
Giritli Mustafa Naili PaschaGroßwesir des Osmanischen Reiches
23. Oktober 1857–7. Januar 1858
Mehmed Emin Ali Pascha

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