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Monastir (Tunesien)

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(Weitergeleitet von Munastir)
Monastir
المنستير
Datei:Armoiries Monastir.svg
Datei:View of Monastir from the ribat tower.jpg
Verwaltung
Staat TunesienDatei:Flag of Tunisia.svg Tunesien
Gouvernement Monastir
Postleitzahl 5000–5079
Website www.commune-monastir.gov.tn/web/en/about
Demographie
Bevölkerung 93.306 Einw. (2014<ref>Institut National de la Statistique – Tunisie: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volkszählung 2004 (Memento vom 3. Februar 2016 im Internet Archive) (französisch).</ref>)
Geographie
Monastir (Tunesien)
Monastir (Tunesien)
Koordinaten 35° 46′ N, 10° 50′ OKoordinaten: 35° 46′ N, 10° 50′ O
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Monastir (arabisch المنستير, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) von altgriechisch: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) monastérion; vergleiche „Münster“) ist eine Küstenstadt in Tunesien mit 93.306 Einwohnern (Zensus 2014) und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements. Sie liegt im Süden des Golfs von Hammamet, 20 km östlich von Sousse und 162 km südlich von Tunis.

Geschichte

Datei:MonastirRibat.jpg
Die islamische Festung (Ribat) in Monastir

Der Siedlungskern der Stadt ist eine phoinikische Gründung, die spätestens um 539 v. Chr. im Karthagischen Reich aufging. Der ursprüngliche Name Ruspina ist eine Latinisierung von rspn, was Kap des Winkels bedeutet. Monastir (Ribāt) gehört neben Kairouan und Sousse zu den ersten in Ifrīqiya gegründeten arabischen Siedlungen und wurde auf Befehl des Abbasiden-Kalifen Hārūn ar-Raschīd im Jahr 796 als Schutz gegen Angriffe der byzantinischen Flotten am Mittelmeer errichtet und galt mit dem Ribat von Sousse als die bedeutendste Festung entlang der tunesischen Küste (Sahel). Lokalhistorischen Nachrichten aus dem frühen 10. Jahrhundert zufolge war der Aufenthalt in diesem Ribat – genannt als al-qaṣr al-kabīr = die Große Festung – besonders verdienstvoll: Ein dreitägiger Postendienst in Monastir garantierte jedem einen Platz im Paradies. Die Festung galt somit unter den Kämpfern und Asketen gleichermaßen als eine Art Wallfahrts- und Meditationsort zu religiösen Anlässen, wie dem Aschura-Fest und im Fastenmonat Ramadan.

Im Obergeschoss des südöstlichen Flügels war eine kleine Moschee mit einem Mihrāb untergebracht. Heute werden diese Räumlichkeiten als Museum mit Exponaten aus der Region und aus Kairouan genutzt.

Heute ist Monastir eine wichtige Universitätsstadt (Universität Monastir). Ein Fünftel ihrer Bevölkerung sind Studenten. Mit Sousse und Sfax entwickelte sich die Stadt mit ihrem Hafen zum Umschlagplatz des Olivenölhandels. Seit der Mitte der 1960er Jahre ist es eines der wichtigsten Zentren der Touristikbranche in Tunesien.

Söhne und Töchter der Stadt

Datei:Mosquée de Bourguiba, Monastir Tunisie mai 2013.jpg
Bourguiba-Moschee
Datei:Tunesien - Moschee.jpg
Portal des Habib Bourguiba-Mausoleums
Datei:Monastir au dessus du Ribat 1.JPG
Blick vom Ribāt entlang der Küste nach Südosten

Monastir ist die Geburtsstadt des ehemaligen tunesischen Präsidenten Habib Bourguiba (1903–2000), zu dessen Ehren eine Moschee (Dschâmi' Burqîba) und ein Mausoleum (Turbat Âl Burqîba) errichtet wurden, und dessen ehemaliger Palast sich an der Straße zum Flughafen Monastir befindet, welcher ebenfalls seinen Namen trägt.

Städtepartnerschaft

Unbelegte oder unvollendete

Verkehr

Monastir ist in das Streckennetz der staatlichen Eisenbahn SNCFT eingebunden. Mit der sogenannten Métro du Sahel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Société Nationale des Chemins de Fer Tunisiens (Memento vom 28. Dezember 2017 im Internet Archive).</ref> ist Monastir einerseits mit Mahdia und anderseits mit Sousse verbunden.

Der Flughafen Monastir befindet sich acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Bis 2011 der wichtigste touristische Flughafen Tunesiens, hat er nach der Eröffnung des Flughafens Enfidha stark an Bedeutung verloren.

Sport

Seit 2018 werden in Monastir jede Woche mindestens ein professionelles Damen- sowie ein professionelles Herrentennisturnier im Rahmen des ITF Pro Circuit ausgerichtet. Damit ist Monastir weltweit der einzige Ort, an dem man täglich professionelles Tennis besuchen kann. Die Turniere finden alle im Freien auf Hartplatz statt.

Drehort

Im Ribāt von Monastir wurde 1977 die Bibelverfilmung Jesus von Nazareth des italienischen Regisseurs Franco Zeffirelli sowie 1978 bis 1979 große Teile des Films Das Leben des Brian der britischen Komikergruppe Monty Python gedreht.

Literatur

  • Alexandre Lézine: Le ribat de Sousse, suivi de notes sur le ribat de Monastir. Tunis 1956.
  • Heinz Halm: Nachrichten zu Bauten der Aġlabiden und Fatimiden in Libyen und Tunesien. In: Die Welt des Orients 23 (1992) 129 ff.
  • The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. VII. S. 227–229. Leiden. Brill 1993. ISBN 90-04-09419-9.

Weblinks

Commons: Monastir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein