Sympathy for Mr. Vengeance
| Produktionsland | Südkorea |
|---|---|
| Originalsprache | Koreanisch |
| Erscheinungsjahr | 2002 |
| Länge | 121 Minuten |
| Altersfreigabe |
</ref> |
| Stab | |
| Regie | Park Chan-wook |
| Drehbuch |
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| Kamera | Kim Byeong-il |
| Schnitt | Kim Sang-beom |
| Besetzung | |
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Sympathy for Mr. Vengeance (korean.:복수는 나의 것; Boksuneun naui geot, dt.: „Mein ist die Rache“) ist ein Spielfilm des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook aus dem Jahr 2002. Es ist der erste Teil einer Filmtrilogie, die lose durch das gemeinsame Thema Rache verbunden wird und aus diesem Film, Oldboy (2003) und Lady Vengeance (2005) besteht.
Handlung
Der taubstumme Ryu braucht dringend eine neue Niere für seine schwerkranke ältere Schwester, allerdings kommen weder er, noch seine linksextremistische Freundin Yeong-mi für eine Transplantation in Frage, da sich die Blutgruppen unterscheiden. Zudem verliert er kurz darauf durch Stellenkürzungen seinen Job in einem Stahlwerk. Verzweifelt wendet Ryu sich an illegale Organhändler, in der Hoffnung so an eine Spenderniere zu kommen, wofür er das gesamte Geld aus seiner Abfindung ausgibt, sowie ihnen eine seiner eigenen Nieren zur Verfügung stellt. Nach der Operation wacht er jedoch auf und muss feststellen, dass er betrogen wurde, weshalb er nun ohne Geld und ohne Niere dasteht.
Kurz darauf findet sich jedoch wie durch ein Wunder ein Spender für seine Schwester, was Ryu nun allerdings nicht mehr bezahlen kann.
Yeong-mi will darum die Tochter eines Geschäftsmannes kidnappen. Erst sollte das Opfer Ryus Ex-Boss sein – der Plan ändert sich aber, und der Geschäftsmann Park Dong-jin wird ausgewählt, um von ihm das Geld zu erpressen. Sie entführen Dong-jins Tochter, die nicht weiß, dass es sich um eine Entführung handelt. Ryu erhält das Lösegeld, indem er Dong-jin am Übergabeort überwältigt und in einem Sack an einen Laternenpfahl bindet. Die Freude über das erbeutete Geld währt jedoch nicht lange, da Ryus Schwester dieses Opfer nicht annehmen will und Selbstmord begeht.
Ryu begräbt daraufhin seine Schwester am Fluss, an dem sie als Kinder immer gespielt haben. Als er das Mädchen hierbei kurz unbeaufsichtigt lässt, entrinkt es im See, was Ryu aufgrund seiner Taubheit nicht hört und daher erst merkt als es zu spät ist.
Die Polizei findet die Leiche des Mädchens. Dong-jin ist am Boden zerstört, war er doch auf die Forderungen der Kidnapper eingegangen und hat ihnen das verlangte Geld übergeben. Da seine Frau ihn schon lange verlassen hat und nun auch noch seine Tochter tot ist, schwört er Rache. Er ermittelt, wer seine Tochter getötet hat und foltert Yeong-mi mit Elektroschocks, um zu erfahren, wo er sich aufhält. Yeong-mi bittet Dong-jin, sie zu verschonen, und warnt ihn, dass sie einer linksterroristischen Gruppe angehört und diese ihren Tod rächen werde. Er foltert sie dennoch zu Tode, als sie ihm nicht sagt, wo sich Ryu versteckt. Ryu wiederum sucht die Organhändler, welche ihn betrogen haben, um sich an ihnen zu rächen. Er tötet die Organhändler schließlich, trägt aber eine Bauchverletzung davon. Als Ryu in sein Zuhause zurückkehrt, wird gerade die Leiche seiner Freundin von der Polizei und den Ärzten weggebracht.
Ryu wartet auf Dong-jin vor seinem Haus, doch Dong-jin befindet sich in Ryus Apartment. Als Ryu schließlich nach erfolglosem Warten aufgibt und nach Hause zurückkehrt, setzt ihn Dong-jin außer Gefecht. Er verschleppt ihn an den Fluss, in dem seine Tochter starb und tötet ihn schließlich, indem er dem im Wasser stehenden Ryu die Fersen aufschlitzt und wartet, bis dieser qualvoll im flachen Wasser ertrinkt.
Doch noch während er Ryus Leiche entsorgt, wird Dong-jin von vier Mitgliedern von Yeong-mis linksextremistischen Organisation aufgesucht, welche ihn als Rache für Yeong-mis Tod erstechen.
Kritiken
„Angesichts der nicht enden wollenden Schicksalsschläge bleibt, trotz des eindrücklichen Spiel[s] der Darsteller und des neorealistischen Inszenierungswillens des Regisseurs, ein berechnender Geschmack nach Kunstgewerbe, den man bei ‚Old Boy‘, dem zweiten Teil der ‚Trilogie‘, nicht mehr spürt.“
„Im ersten Film seiner Trilogie zum Thema Rache erzählt Regisseur Chan-wook Park in meisterlichen Bildern urbaner Trostlosigkeit die schicksalhafte Story einer fatalen Kindesentführung und der brutalen Vergeltung des traumatisierten Vaters. Fazit: Ein Meisterwerk!“
Auszeichnungen
- 2003: Best Asian Film beim Fant-Asia Film Festival
- 2003: Jury Award beim Philadelphia Film Festival
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Sympathy for Mr. Vengeance in der Korean Movie Database des Korean Film Archive (englisch/koreanisch)
- Sympathy for Mr. Vengeance auf HanCinema
- Sympathy for Mr. Vengeance bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Sympathy for Mr. Vengeance bei Metacritic (englisch)
- Sympathy for Mr. Vengeance in der Online-Filmdatenbank
- Sympathy for Mr. Vengeance in der Deutschen Synchronkartei
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang The Moon Is… The Sun’s Dream (1992) | Trio (1997) | Joint Security Area (2000) | Sympathy for Mr. Vengeance (2002) | Oldboy (2003) | Three… Extremes (Episode 2) (2004) | Lady Vengeance (2005) | I’m a Cyborg, But That’s OK (2006) | Durst (2009) | Stoker (2013) | Die Taschendiebin (2016) | Die Frau im Nebel (2022) | No Other Choice (2025) Vorlage:Klappleiste/Ende