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Mosche Katzav

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Mosche Katzav

Mosche Katzav ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />moˈʃe kaˈʦav], persisch موسی قصاب, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />muːˈsɔː ɢæˈsːɔːb]; * 5. Dezember 1945 in Yazd, Iran) ist ein ehemaliger israelischer Politiker (Likud). Er war von 2000 bis 2007 der achte israelische Staatspräsident.

Kindheit und Jugend

Noch als Kleinkind zog seine Familie mit ihm aus seiner iranischen Geburtsstadt Yazd nach Teheran. Im August 1951 emigrierte die Familie nach Israel. Er leistete seinen Wehrdienst als Korporal im Kommunikationskorps und diente als Reservist im Sechs-Tage- und im Jom-Kippur-Krieg. Katzav absolvierte ein Studium der Wirtschaftswissenschaft und Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, das er 1971 mit einem Bachelorgrad und Lehrerzertifikat abschloss.<ref name="Knesset">Moshe Katsav auf der Webseite der Knesset, abgerufen am 28. Januar 2025 (englisch).</ref>

Politischer Werdegang

Im Jahr 1969 wurde er als 24-Jähriger in der Stadt Kirjat Mal’achi zum damals jüngsten Bürgermeister Israels gewählt. Als Abgeordneter des rechten Likud-Bündnisses war er von 1977 bis zu seiner Wahl zum Staatspräsidenten 2000 Mitglied der Knesset. Von 1981 bis 1984 war er stellvertretender Minister für Bau- und Wohnungswesen, anschließend bis 1988 Minister für Arbeit und Soziales, dann bis 1992 Verkehrsminister. Im Kabinett Netanjahu I war Katzav von 1996 bis 1999 stellvertretender Ministerpräsident und zugleich Tourismusminister sowie Minister für die arabischen Israelis.<ref name="Knesset"/>

Am 31. Juli 2000 setzte sich Mosche Katzav in der Präsidentenwahl im zweiten Wahlgang mit 63 zu 57 Stimmen überraschend gegen Schimon Peres durch und wurde zum achten Präsidenten Israels gewählt. Für die orientalischen Juden war es von großer Bedeutung, dass erstmals einer der ihren in das höchste Staatsamt gewählt wurde.<ref>Donna Rosenthal: Die Israelis. Leben in einem außergewöhnlichen Land. C.H.Beck, München 2008, S. 144.</ref>

Strafverfahren

2006 gab es Vorwürfe gegen Katzav wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung in mehreren Fällen. Im Januar 2007 erklärte die Generalstaatsanwaltschaft, Anklage wegen sexueller Übergriffe gegenüber mindestens einer Angestellten zu erheben,<ref>Präsident Katzav wird wegen Vergewaltigung angeklagt. In: faz.net. 23. Januar 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Juni 2015; abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> worauf er am 29. Juni 2007 in einer Note an Parlamentspräsidentin Dalia Itzik seinen Rücktritt mitteilte.<ref>Dan Izenberg: Katsav hands in resignation letter to Knesset speaker. In: jpost.com. 29. Juni 2007, abgerufen am 31. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Israeli president Katsav resigns. In: BBC News Online. 29. Juni 2007, abgerufen am 1. Juli 2007 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 19. März 2009 klagte die Staatsanwaltschaft Katzav vor einem Gericht in Tel Aviv wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe gegenüber drei Frauen an. Er stritt die Vorwürfe weiterhin ab.<ref>Ex-Israeli leader Katsav indicted for rape. In: upi.com. 19. März 2009, abgerufen am 31. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 30. Dezember 2010 wurde er wegen Vergewaltigung einer Angestellten in zwei Fällen, sexueller Belästigung in weiteren Fällen sowie der Behinderung der Justiz schuldig gesprochen. Am 22. März 2011 legten die Richter das Strafmaß auf sieben Jahre Haft sowie zwei Jahre Bewährungsstrafe fest.<ref>Vergewaltigung: Sieben Jahre Haft für Israels Ex-Präsident. In: heute.de. 22. März 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 31. Juli 2025.@1@2Vorlage:Toter Link/www.heute.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Zudem sollte er umgerechnet 20.000 Euro Entschädigung zahlen. Gegen dieses Urteil legte Katzav Berufung ein. Am 10. November 2011 bestätigte jedoch das Oberste Gericht unter Vorsitz des Richters George Karra<ref>Ulrich W. Sahm: Katsav und sein Richter: Ein außergewöhnliches Urteil. In: n-tv.de. 30. Dezember 2010, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> die Entscheidung der Vorinstanz,<ref>Israels Ex-Präsident muss für 7 Jahre hinter Gitter. In: tagesschau.sf.tv. 10. November 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Januar 2012; abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> worauf er seine Haftstrafe am 7. Dezember desselben Jahres antrat.<ref>Katsav im Gefängnis. In: faz.net. 7. Dezember 2011, abgerufen am 31. Juli 2025.</ref> Er teilte eine Gefängniszelle mit dem ehemaligen Minister Schlomo Benizri.<ref>Daniel Gordis: Israel, a concise History of a Nation reborn. 2. Auflage. Ecco (Harper Collins Publishers), New York 2017, ISBN 978-0-06-236875-1, S. 388 f.</ref> Am 21. Dezember 2016 kam Moshe Katzav vorzeitig aus der Haft frei.<ref>Ex-Präsident Katzav vorzeitig aus Gefängnis entlassen. In: deutschlandfunk.de. 21. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Dezember 2016; abgerufen am 31. Juli 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Mosche Katzav – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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