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Tamjanika Crna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Moscato Rosa)
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Zuchtnummer

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Art vinifera | Edle Weinrebe = Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)| labrusca | Fuchsrebe | Fuchs-Rebe = Vitis labrusca| riparia | Uferrebe | Ufer-Rebe = Ufer-Rebe (Vitis riparia)| rupestris | Felsrebe | Fels-Rebe = Vitis rupestris| berlandieri | Kalkrebe | Kalk-Rebe = Vitis berlandieri| IC = Interspezifische Kreuzung| #default = vinifera}}

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Züchtungsjahr

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Datei:VIVC8057 TAMJANIKA CRNA Full plant 3438.jpg
Rosenmuskateller – Tamjanika Crna
Datei:13 Rosenmuskateller Anteiterhof (1).JPG
Verrieselte Traube der Sorte Rosenmuskateller

Tamjanika Crna, bekannt unter dem Synonym Rosenmuskateller, ist eine sehr seltene Rotweinsorte. Sie gehört zur großen Gruppe der Muskatellersorten. In Südtirol wird die Sorte fast ausschließlich als Dessertwein ausgebaut und hat sich damit als Besonderheit einen Namen gemacht.<ref name="Südtirol">Paul Hafner, Barbara Raifer, Josef Terleth: Sorten, Klone, Unterlagen – Anleitungen zur standortgerechten Sortenwahl im Südtiroler Weinbau, Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau, Lana, Südtirol, Italien, Ausgabe 2012</ref> Heute ist der vollmundige, aromatische und komplexe Süßwein mit intensivem Rosenduft eine seltene und gefragte Spezialität. Sie ist eine sehr anspruchsvolle Rebsorte und bringt nur geringe Erträge. Trocken ausgebaute Weine sind meist bitter und von mäßiger Struktur und Qualität.

Herkunft, Abstammung

Die Sorte hat ihren Ursprung im Balkan.

Gentechnische Untersuchungen ergeben keine eindeutigen Ergebnisse. Einer im Jahre 2001 erfolgten DNA-Analyse nach ist sie ein direkter Nachkomme vom Gelben Muskateller, der zweite Elternteil ist noch unbekannt. Es gibt aber auch ein Untersuchungsergebnis, welches andere Schlüsse zulässt. Dabei ist aber nicht sicher, ob bei den Untersuchungen der gleiche Rosenmuskateller untersucht wurde. Es gibt daher keine einheitliche Meinung dazu.<ref>Ferdinand Regner: mündliche Mitteilung</ref> Bereits 1999 stellte sich heraus, dass die kroatische Muskat Ruza Porecki identisch ist.

Ampelographische Sortenmerkmale

  • Das Triebwachstum ist stark und aufrecht.
  • Die Blüte ist weiblich und kann sich deswegen selbst nicht befruchten. Die Blüten sind daher sehr empfindlich. Aus diesem Grund bringt die Sorte nur geringe Erträge.<ref name="Ambrosi">Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten, 3. Auflage, Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4, S. 177.</ref>
  • Das Stielgerüst der Trauben ist mittel bis groß, viele Beeren bleiben samenlos (Jungfernbeeren). Das Traubengewicht schwankt aufgrund der uneinheitlichen Befruchtung sehr stark. Die Beerenschale ist dünner als beim ‘Gelber Muskateller’.<ref name="Südtirol" /> Rosenmuskatellertrauben müssen sehr lange am Stock hängenbleiben, bis die Beeren schrumpfen. Nur dann wird erst durch Schrumpfen der Beeren ein hoher Zuckergehalt erreicht, welcher für die Erzeugung eines hochwertigen Dessertweine notwendig ist.

Reife: spät

Ertrag

Der Ertrag ist sehr gering und unsicher.<ref name="Südtirol" />

In Südtirol liegen die Ertragserwartung zwischen 20 und 50 dt/ha. Es gibt auch fruchtbarere Klone und Selektionen, die Weinqualität wird mit diesen allerdings bei weitem nicht erreicht.<ref name="Südtirol" />

Ansprüche

Lage
Rosenmuskateller kann bis in mittelhohe Lagen auf ca. 500 m ü. d. M. in Südtirol gepflanzt werden. Die Sorte braucht luftige, warme Lagen. In hohen Lagen ist die Fruchtbarkeit der Sorte häufig zu gering. Lagen mit verstärkter Taubildung (erhöhter Botrytisbefall) sind für die Sorte zu meiden.

Boden
Die Sorte sollte auf leichten, sandigen Böden ausgepflanzt werden. Tiefgründige, fruchtbare und dadurch wüchsige Standorte sind für die Sorte nicht geeignet.<ref name="Südtirol" />

Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

  • Hat eine hohe Anfälligkeit gegen Stiellähme, Botrytis (dünne Beerenschale) und Essigfäule.
  • Die Sorte benötigt einen langen Streckerschnitt (Flachbogen) und soll nicht zu kurz angeschnitten werden.
  • Blüte ist weiblich; Selbstbestäubung daher nicht möglich – hohe Blüteempfindlichkeit.
  • Bringt nur geringe, unsichere und unregelmäßige Erträge.
  • Bei der Weinlagerung verlieren die Weine ihre Duftigkeit.
  • Nur für Dessertweinerzeugung geeignet.
  • Trocken ausgebaute Weine sind meist bitter und besitzen nur eine mäßige Struktur und Qualität.

Verbreitung

In Italien, speziell in Südtirol und der Region Friaul-Julisch Venetien, ist die Sorte nur auf kleinen Flächen zu finden (ca. 58 Hektar, Stand 1998). Weiteres in Frankreich (Elsass, ca. 30 Hektar) und in Österreich (Burgenland, ca. 15 Hektar).<ref name="Ambrosi" />

Wein

Nur gut ausgereifte Trauben bringen sehr intensive, fruchtige, aromatische zwiebelschalenfarbige Rotweine. Das Aroma geht stark in Richtung Rosenduft und Gewürze. Die Südtiroler Rosenmuskateller werden meistens edelsüß ausgebaut und sind in ihrer Jugend sehr blumig. Bei der Lagerung verliert der Wein jedoch seine Duftigkeit. Reichtragende Klone und Selektionen bringen eine deutlich geringere Weinqualität mit mehr Bitterstoffen. Trocken ausgebaute Weine sind meist bitter und von mäßiger Struktur.<ref name="Südtirol" />

Synonyme

Synonyme 21: Isonzo, Krajinska Tamjanika Crna, Moscata Rossa, Moscato delle Rose Nero, Moscato Rosa, Moscato Rosa del Trentino, Moscato Rosa Di Madera, Moscato Rosato, Moscato Rosso, Moscita Rosa, Muscadel of Roses Black, Muscat des Roses Noir, Muscat Rose, Muskat Crveni, Muskat Ruza, Muskat Ruza Crni, Muskat Ruza Omiski, Muskat Ruza Porecki, Rosenmuskateller, Rosenmuskateller Blauer, Uva Rosa.<ref>Vorlage:VIVC Juni 2020</ref>

Literatur

  • Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  • Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8.
  • Paul Hafner, Barbara Raifer, Josef Terleth: Sorten, Klone, Unterlagen. Anleitungen zur standortgerechten Sortenwahl im Südtiroler Weinbau. Südtiroler Beratungsring für Obst- und Weinbau, Lana 2012

Einzelnachweise

<references />