Morcín
Morcin ist eine Gemeinde (concejo in Asturien, entspricht municipio im übrigen Spanien) im Süden der autonomen Region Asturien in Spanien.
Die Gemeinde mit ihren {{#property:P1082}} Einwohnern (Stand: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) hat eine Grundfläche von 50,05 km². Der Hauptort und Sitz der Gemeindeverwaltung ist Santa Eulalia de Morcín.
Geschichte
Namensherkunft
Es gibt verschiedene Theorien über den Ursprung des Wortes Morcín, die wahrscheinlichste ist wohl, die Herkunft aus dem römischen Mortecinio (stirbt von selbst) zu sehen, da der Rio Morcin so träge fließt, dass er beinahe stirbt.
Vor- und Frühgeschichte
Aus dieser Zeit der Gemeinde liegen nur wenige Aufzeichnungen vor. Die archäologischen Arbeiten begannen erst Ende des 19. Jahrhunderts und liegen zu großen Teilen noch unter Verschluss, um Raubgräbern nicht die Tore zu öffnen. Bekannt sind Funde in den Höhlen von Sidrán, Tisones und Bostriz, wo Äxte, Messer, Faustkeile und Keulen aus der Steinzeit gefunden werden konnten. Die meisten dieser Funde deuten auf eine Besiedelung aus der Altsteinzeit und dem Magdalénien.
Der große Reichtum an Bodenschätzen hat auch die Etrusker, Griechen und Phönizier an die Ufer Asturiens getragen, wobei für die Anwesenheit der Phönizier nur wenige Belege sprechen.
Die Bodenschätze der Region waren auch Ziel der Römer, die trotz heftigstem Widerstand der Etrusker das Gebiet 40 v. Chr. eroberten und kolonisierten. Zahlreiche Gräber aus dieser Zeit belegen den heftigen Widerstand.
Christianisierung und Mittelalter
Funde von christlichen Gräbern aus dem 1. Jahrhundert, belegen die Ausbreitung des „neuen Glaubens“ bereits in dieser frühen Zeit. Die Hauptarbeit leistete hier der Legende nach der Apostel Jakobus der Ältere, was auch in späteren Jahrhunderten zu den berühmten Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela auf dem heute wieder verstärkt angenommenen Jakobsweg führte. Die Arbeit des Apostels wurde durch einen rührigen Priester aus San Segundo fortgeführt und führte letztendlich zum noch heute tief verwurzelten Glauben der asturischen Bevölkerung. Im 19. Jahrhundert wurde der wohl wichtigste Fund aus dieser Zeit durch den deutschen Epigraphiker Emil Hübner in einem Palast an den Hängen des Monsacro gemacht: ein 4 m hohes christlich-römisches Epitaph, das heute in der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu sehen ist.
Mittelalter bis heute
Aus diesem Zeitalter gibt es nichts Herausragendes, was sich aus der Geschichte Asturiens hervorheben würde. Allerdings spielte die Gemeinde eine wichtige Rolle in den letzten Kämpfen der Westgoten gegen die anstürmenden Mauren. Der Legende nach kam in den letzten Jahren der westgotischen Herrschaft der Edle Gunderich Argolida mit seiner Familie nach Santa Eulalia. Als sie von der Invasion der Mauren hörten, beschloss man, ein starkes Kontingent an Kämpfern zur Verteidigung des Landes und des Glaubens zu entsenden. Zu den wenigen Überlebenden der Schlacht am Río Guadalete gehörten unter anderen Pelayo und Bischof Urban von Oviedo. Zu Ehren der Gefallenen wurde eine Kirche in Santa Eulalia errichtet.
Geographie und Klima
Der Verwaltungsbezirk Morcin ist eingerahmt von Bergzügen entlang des Flusses Rio Caudal. Als höchster Berg sticht hier der Pico Gamonal, mit 1712 msnm hervor. Entlang dieser Bergzüge arbeiten nach wie vor Minen, in denen Eisen und Steinkohle abgebaut wird, einige dieser Minen wurden bereits in der Antike ausgebeutet.
Gewässer
Die Flüsse Rio Caudal, Rio Riosa und Rio Morcin durchqueren den Verwaltungsbezirk, der Stausee „Embalse de los Alfilorios“, der durch den Río Pinera gespeist wird, wurde in den 60er Jahren fertiggestellt und ist mit seinen 517.000 m2 das größte stehende Gewässer der Gemeinde.
Flora und Fauna
Die ausgedehnten Wälder entlang den Berghängen sind geprägt von Eichen, Rotbuchen, Eschen, Eiben und Kastanien, in den Flussniederungen finden sich vor allem Weiden, Birken und große Apfelhaine. Die Tierwelt ist reich an Wildschweinen, Wölfen, Füchsen, der seltenen Ginsterkatze, Steinmardern, eingewanderten Skunks, Dachsen und Riesenhörnchen.
Politik
Die 2011 auf elf reduzierten Sitze im Gemeinderat verteilen sich wie folgt:
| Historische Entwicklung der Sitzverteilung im Gemeinderat von Mieres | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | 1979 | 1983 | 1987 | 1991 | 1995 | 1999 | 2003 | 2007 | 2011<ref>Wahl 2011 Spanisches Innenministerium</ref> | 2015<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wahl 2015 Spanisches Innenministerium ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Juni 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> |
| PCE / IU / IU-BA / IU-Los Verdes | 9 | 7 | 7 | 6 | 9 | 7 | 6 | 5 | 2 | 4 |
| PSOE | 10 | 14 | 10 | 11 | 9 | 11 | 8 | 9 | 5 | 4 |
| CD / AP / PP | 1 | 4 | 4 | 5 | 7 | 7 | 7 | 7 | 1 | 1 |
| FAC | 2 | |||||||||
| MCE / MCA | 1 | |||||||||
| UCD / CDS | 4 | 4 | 2 | |||||||
| DDM | 1 | |||||||||
| Somos Morcín | 1 | |||||||||
| AMI | 1 | 1 | ||||||||
| Total | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 | 21 | 21 | 11 | 11 |
Wirtschaft
| Beschäftigte | Anteil in Prozent | |
|---|---|---|
| TOTAL | 785 | 100 |
| Ackerbau, Viehzucht und Fischerei | 48 | 6,11 |
| Industrie | 343 | 43,69 |
| Bauwirtschaft | 136 | 17,32 |
| Dienstleistungsbetriebe | 258 | 32,87 |
Regionale Produkte
Die Gemeinde ist international bekannt für den Käse (Queso)
Afuega’l pitu, der hier produziert wird.
Einwohnerentwicklung
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</timeline> Quelle: INE Grafische Aufarbeitung für Wikipedia
Parroquias
Morcin ist in sieben Parroquias gegliedert:
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Museo Etnográfico de la Lechería, das 1922 gegründete Milch- und Käsemuseum<ref name="Infoseite des Museums (es)"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infoseite des Museums (es) ( des Vorlage:IconExternal vom 2. September 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> in La Foz.
- Capillas medievales del Monsacro Einsiedelei auf dem Berg Monsacro
- Wachturm Torre de Peñerudes<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Torre de Peñerudes ( des Vorlage:IconExternal vom 13. April 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Regelmäßige Veranstaltungen (Fiestas)
Zahlreiche Veranstaltungen, die man auf der Website der Stadt unter<ref name="Veranstaltungskalender"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Veranstaltungskalender ( des Vorlage:IconExternal vom 10. Januar 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> aktualisiert nachlesen kann.
Partnerstädte
- Datei:Flag of Cuba.svg Kuba Arroyo Naranjo
- Datei:Flag of the Sahrawi Arab Democratic Republic.svg Westsahara Bir Enzaran
- Datei:Flag of France.svg Frankreich Lécousse
Weblinks
Quellen
- Bevölkerungszahlen siehe INE
- Postleitzahlen siehe ingeniuz.com
- Koordinaten und Höhen- und Entfernungsangaben siehe Google Maps, Rathaus der Gemeinde
Einzelnachweise
<references />
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