Zum Inhalt springen

Montserrat Caballé

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Montserrat Caballé 1971.jpg
Montserrat Caballé (1971)

María de Montserrat Bibiana Concepción Caballé i Folch <phonos file="LL-Q2941602-Brunnaiz-Montserrat Caballé i Folch.wav">anhören</phonos>/? [<templatestyles src="IPA/styles.css" />monsəˈrat kabaˈʎe] (* 12. April 1933 in Barcelona; † 6. Oktober 2018 ebenda) war eine spanische Opernsängerin (Sopran). Sie gilt mit über 4000 Auftritten als die letzte große Operndiva.

Werdegang

Caballé wurde 1933 in der katalanischen Hauptstadt Barcelona geboren. Sie studierte später dort und in Mailand Gesang und debütierte 1956 am Theater Basel als Mimi in Puccinis La Bohème.<ref>HER BRILLIANT CAREER. Abgerufen am 12. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zudem sang sie am Theater in Saarbrücken. Von 1959 bis 1962 war sie am Theater der Freien Hansestadt Bremen engagiert. 1965 sprang sie für Marilyn Horne in einer konzertanten Aufführung von Donizettis Oper Lucrezia Borgia in der Carnegie Hall ein und begeisterte das Publikum. Im selben Jahr debütierte sie an der Metropolitan Opera in New York als Margarethe in Gounods Faust, wodurch sie international bekannt wurde. Caballé war häufig als Gast bei Festspielen (u. a. in Glyndebourne), seit 1971 trat sie auch regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoper auf. Zudem trat sie häufig als Konzertsängerin auf.<ref>OPERISSIMO. 27. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. März 2012; abgerufen am 12. April 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hosting.operissimo.com</ref>

Schwerpunkte ihres umfangreichen Repertoires bildeten vor allem die Opern von Rossini, Donizetti und Bellini, aber auch von Verdi und Puccini. Merkmale ihrer lyrischen Stimme waren sinnliche Schönheit und ein außerordentliches Piano.<ref>Roger Pines: Montserrat Caballé: A Voice Of Passionate Grandeur. In: NPR. 8. März 2011 (npr.org [abgerufen am 12. April 2022]).</ref>

1997 produzierte Mike Moran ihr Album Friends for Life, das Duette mit Caballé und verschiedenen Sängern enthält, u. a. Bruce Dickinson, Johnny Hallyday, Johnny Logan, Gino Vannelli und Helmut Lotti. 1998 wurde Caballé bei der Bambi-Verleihung 1998 mit einem Bambi im Bereich Klassik ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Musikpreis ECHO Klassik für ihr Lebenswerk.<ref>Nordwest-Zeitung: ECHO KLASSIK: Sopranistin Caballé für Lebenswerk geehrt. Abgerufen am 12. April 2022.</ref> Es war ihr dritter Echo nach einem Sonderpreis im Jahre 2000<ref>ZDF-Pressemitteilung / Preisträger "Echo Klassik 2000" bekannt gegeben / ZDF überträgt Gala "Echo der Stars" am 22. Oktober live aus Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. Abgerufen am 12. April 2022.</ref> und einem Echo im Jahre 1996 als Sängerin des Jahres für Hijo de la luna.<ref>Preisträger | ECHO KLASSIK. Abgerufen am 12. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 1. April 2007 betrat Montserrat Caballé nach 18 Jahren erstmals wieder die Bühne der Wiener Staatsoper.<ref>Montserrat Caballe in der Staatsoper. ORF, 28. April 2007, abgerufen am 12. April 2022.</ref> An der Seite von Natalie Dessay, Juan Diego Flórez und Janina Baechle gab sie die Partie der Duchesse de Crakentorp in Donizettis La fille du régiment (Die Regimentstochter) in einer Koproduktion der Wiener Staatsoper, des Royal Opera House Covent Garden sowie der Metropolitan Opera New York.<ref>Montserrat Caballé als „Duchesse de Crakentorp“ in „La Fille du régiment / Die Regimentstochter“ | Spielplanarchiv der Wiener Staatsoper. Abgerufen am 12. April 2022.</ref> Trotz ihres hohen Alters trat sie noch im Juni 2018 in Kiew auf.<ref>Thomas Lindemann: Die Schmerzen fühlen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Oktober 2018, abgerufen am 6. Oktober 2018.</ref> Caballé hatte den Tenor José Carreras entdeckt und gefördert.

Barcelona mit Freddie Mercury 1992

Einem breiten Publikum ist Caballé durch den Song Barcelona zu den Olympischen Spielen von Barcelona 1992 bekannt geworden. Es ist ein Duett aus dem gleichnamigen Album, das 1987 gemeinsam mit Freddie Mercury aufgenommen wurde. Das Album entstand auf Initiative Mercurys, der einer ihrer Bewunderer war. Auf ihr Bitten schrieb er ein Stück über ihre Heimatstadt Barcelona, das erstmals am 29. Mai 1987 auf Ibiza aufgeführt wurde.

Privates

Caballé heiratete 1964 den Tenor Bernabé Martí (1928–2022), die Ehe hatte bis zu ihrem Tod Bestand. Die gemeinsame Tochter, Montserrat Martí Caballé (bekannt als „Montsita“), ist ebenfalls Sopranistin. Caballé bekam auch einen Sohn.<ref>Die letzte große Operndiva ist tot, FAZ, 6. Oktober 2018</ref><ref>When the ample Catalan sings: Callas is no more; Kiri Te Kanawa is making television commercials, but Montserrat Caballe, the 61-year-old soprano with the old-fashioned style, is still the people's diva of choice, independent.co.uk, 22. Mai 1994</ref>

2014 wurde Caballé wegen Steuerhinterziehung zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 240.000 Euro verurteilt.<ref>Montserrat Caballe akzeptiert Strafe in Steuerverfahren, orf.at, 23. Dezember 2014</ref><ref>Caballé pacta con la Fiscalía medio año de cárcel por defraudar a Hacienda, efe.com, 23. Dezember 2014</ref><ref>Jens Voskamp: Nachruf: Die erstaunliche Operndiva Montserrat Caballé. In: nordbayern.de. Nürnberger Nachrichten, 6. Oktober 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2018; abgerufen am 24. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cdn.nordbayern.de</ref> Sie starb am 6. Oktober 2018 im Alter von 85 Jahren und wurde in der Familiengruft auf dem Cementerio von Sant Andreu in Barcelona beigesetzt.<ref>Montserrat Caballé in Barcelona beigesetzt. In: br.de. Bayerischer Rundfunk, 8. Oktober 2018, abgerufen am 24. Juli 2019.</ref><ref>Das Grab von Montserrat Caballé. In: knerger.de. Klaus Nerger, abgerufen am 24. Juli 2019.</ref>

Repertoire

Datei:Lavirgen Caballé Turandot.jpg
Pedro Lavirgen und Caballé in Turandot (1980)
Datei:M. caballe.JPG
Konservatorium Montserrat Caballé in Arganda del Rey

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Hörbeispiele

Diskografie

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Ehrungen

Weblinks

Commons: Montserrat Caballé – Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Montserrat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein