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Bromdichlormethan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Monobromdichlormethan)
Strukturformel
Struktur von Bromdichlormethan
Allgemeines
Name Bromdichlormethan
Andere Namen
  • Monobromdichlormethan
  • BDCM
Summenformel CHBrCl2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 200-856-7
ECHA-InfoCard 100.000.779
PubChem 6359
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 163,83 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,98 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

−57 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

90 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

67 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

schwer in Wasser (4,5 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,4964 (20 °C)<ref name="CRC90_3_60">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-60.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​318​‐​335​‐​351
P: 201​‐​280​‐​301+312+330​‐​302+352​‐​305+351+338+310​‐​308+313<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Bromdichlormethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen, gesättigten Halogenkohlenwasserstoffe (genauer Trihalogenmethane).

Vorkommen

Bromdichlormethan kommt als Folgeprodukt der Chlorung von Wasser vor.<ref>Wasserqualität der Schwimm- und Badebecken. Umweltbundesamt, 10. August 2013, abgerufen am 10. Juni 2017.</ref> Industriell wird Bromdichlormethan nicht verwendet.<ref>Trihalogenmethane. Stadtwerke Herne, 10. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. März 2016; abgerufen am 10. Juni 2017.</ref>

Eigenschaften und Verwendung

Beim Erhitzen von Bromdichlormethan in Anwesenheit von Sauerstoff oder Reduktionsmitteln und Metallen als Katalysator erfolgt langsame Zersetzung unter Bildung saurer Gase (HCl, HBr). Diese Reaktion lässt sich zur Herstellung langlebiger Halogenlampen nutzen.<ref>Patent DE3603141: Verfahren zur Herstellung einer Halogenglühlampe. Veröffentlicht am 6. August 1987, Erfinder: Siegfrid Garbe, Erwin Schnedler.</ref><ref>Patent DE69328732: Verfahren zum Zersetzen von organischen halogenierten flüchtigen Verbindungen in Wasser. Veröffentlicht am 5. Oktober 2000, Erfinder: Kanji Miyabe, Nobuhiro Orita, Makoto Iwasaki, Yohka Tsurumaru, Toshitsugu Nakahara.</ref>

Sicherheitshinweise

Bromdichlormethan ist als Krebserzeugend Kategorie 2 und Keimzellmutagen Kategorie 3B eingestuft.<ref name="GESTIS" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />