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Mondfinsternis (Dürrenmatt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mondfinsternis ist eine Erzählung von Friedrich Dürrenmatt, die zu Anfang der 1950er Jahre entstand und 1978 umgearbeitet wurde.

Inhalt

Tief im Winter fährt Walt Locher, der in Kanada zu enormem Reichtum kam, mit seinem Cadillac in sein kleines Geburtsdorf Flötigen. Unterwegs bleibt er im Schnee stecken, doch geht er zu Fuß weiter und lässt den Wagen von den Bauern des Dorfes abschleppen. In einem Koffer führt er vierzehn Millionen in Banknoten mit. Jede Familie im Dorf soll eine Million erhalten, wenn die Dorfgemeinschaft Mani umbringt. Mani hat ihm damals seine von ihm schwangere Freundin abspenstig gemacht, und Wauti, wie Walt damals genannt wurde, hatte Rache geschworen, bevor er auswanderte. Bei Vollmond soll der Mord geschehen, so fordert es der steinreiche Heimkehrer. Die Flötiger machen sich bereit fürs Morden. Demokratisch wird abgestimmt – es herrscht Einstimmigkeit bei einer Enthaltung: Mani soll erschlagen werden, das Dorf braucht die Millionen. Beinahe jeder berauscht sich an der Vorstellung der bevorstehenden Million. Selbst Mani ist einverstanden, sein Leben als Kleinbauer ist ihm ohnehin zu beschwerlich geworden und mit der Million können die Söhne seinen heruntergekommenen Hof sanieren. In der Nacht der Hinrichtung aber beginnt der Mond sich zu verfinstern. Zweifel beschleichen die Männer, die zur Hinrichtung angetreten sind – aber nur, bis der Mond wieder in seiner vollen Pracht hervortritt.

Entstehung und Bearbeitungen

Literatur

  • Sophie Männel: Zu Dürrenmatts "Mondfinsternis" und "Der Besuch der alten Dame" – Entstehungshintergründe und eine vergleichende Gegenüberstellung, GRIN, München 2008, ISBN 978-3-640-23000-6.

Einzelnachweise

<references />

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Romane

Der Richter und sein Henker | Der Verdacht | Grieche sucht Griechin | Das Versprechen | Justiz | Durcheinandertal | Der Pensionierte

Kurzgeschichten und Erzählungen

Der Hund | Der Tunnel | Mondfinsternis | Die Panne | Der Sturz | Der Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter

Theaterstücke

Es steht geschrieben | Der Blinde | Romulus der Große | Die Ehe des Herrn Mississippi | Ein Engel kommt nach Babylon | Der Besuch der alten Dame | Frank der Fünfte | Die Physiker | Herkules und der Stall des Augias | Der Meteor | Die Wiedertäufer | Play Strindberg | Porträt eines Planeten | Der Mitmacher | Die Frist | Die Panne | Dichterdämmerung | Achterloo | Rollenspiele | Achterloo IV

Hörspiele

Der Prozeß um des Esels Schatten | Herkules und der Stall des Augias | Das Unternehmen der Wega | Die Panne | Abendstunde im Spätherbst

Drehbücher

Die Panne | Es geschah am hellichten Tag | Der Besuch der alten Dame | Der Richter und sein Henker

Zeichnungen

Die Heimat im Plakat | Das Nashorn schreibt der Tigerin

Essays

Sätze aus Amerika | Zusammenhänge | Nachgedanken

Sonstige Schriften

Mister X macht Ferien | Labyrinth | Minotaurus | Turmbau | Der Schachspieler | Midas oder Die schwarze Leinwand

Gedichte (Auswahl)

Gott und Péguy | An Europa | Wenn ich durch die Städte Deutschlands gehe | Schweizerpsalm (I-III) | Wer die Erde wohnbar machen will | Wie Helden von Shakespeare | Ich habe ausgezeichnet gegessen | O Welt der Männer und der Morde | Midas | Für Willy Birgel | Dramaturgischer Rat | An Varlin | Gedichtband bei einer Mittagszigarre | Vor uns hintastend, Liebes | Kronenhalle | Was soll an diesem Nachmittag | Vater mein, ein Riese steht im Wald | Meere | Spielregeln | Blick durchs Fenster | Antares | Mond | Siriusbegleiter | Elektronische Hirne | Ein Psalm Salomons, den Weltraumfahrern zu singen | Lied | Das Unvermeidliche wartet | Nur das Nichtige hat Bestand | Ergreife die Feder müde | Der Menschen Ketten lozuketten

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