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Feilenfische

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Monacanthidae)

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Feilenfische
Datei:Cantherhines macrocerus juvenil.jpg

Weißflecken-Feilenfisch (Cantherhines macrocerus)

Systematik
Unterkohorte: Neoteleostei
Acanthomorphata
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Kugelfischartige (Tetraodontiformes)
Familie: Feilenfische
Wissenschaftlicher Name
Monacanthidae
Bonaparte, 1846

Die Feilenfische (Monacanthidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes) und umfassen über 100 Arten in etwa 26 Gattungen.

Die meisten Arten bewohnen vorwiegend Korallenriffe der tropischen Meere. Andere Arten, wie solche der Gattungen Paramonacanthus, Thamnaconus und Stephanolepis, leben in Seegraswiesen und Felsriffen. Einige Arten leben auch in subtropischen und gemäßigten Meeren.

Merkmale

Feilenfische haben wie die Drückerfische, mit denen sie nahe verwandt sind, einen Rückenstachel-Mechanismus (der den ersten Stachel durch den zweiten kürzeren aufrecht fixiert) „geerbt“ – aber meist ist der zweite schon zu schwach oder er fehlt ganz, und mit dem Ventralstachel verhält es sich ähnlich: Die Fische verspreizen sich nicht in Spalten u. ä. Auch ihre Zähne (im Oberkiefer vorne je drei statt vier) sind nicht so kräftig gebaut wie bei den Drückerfischen. Durch ihre Körperfarbe und das Muster können sie sich der Umgebung anpassen und entgehen dadurch den Blicken ihrer Feinde<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>. Der Mimikry-Feilenfisch (Paraluteres prionurus) ahmt Körperfarbe und Körperform des giftigen Sattel-Spitzkopfkugelfisches (Canthigaster valentini) nach.

Der kleinste Vertreter ist Rudarius minutus mit bis zu fünf Zentimetern Länge, der größte der Schrift-Feilenfisch (Aluterus scriptus) mit einer Länge von bis zu 1,10 Metern.

Alle haben ein kleines endständiges Maul und fressen Krebse, Würmer, kleine Fische und Algen. Die beiden Arten der Gattung Oxymonacanthus fressen ausschließlich Polypen von Steinkorallen der Gattung Acropora.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung wurde bisher erst bei wenigen Feilenfischarten beobachtet. Die meisten Arten laichen auf den Boden ab. Der Laich wird in vielen Fällen von einem oder beiden Geschlechtern bewacht. Beim Seegras-Feilenfisch, dessen Nachzucht 2007 erstmals im Aquarium gelang, bewacht nur das Weibchen das Gelege und verjagt auch das Männchen.<ref>Iris Böning: Erstmals gezüchtet: Der Seegrasfeilenfisch. In Der MeerwasserAquarianer, Fachmagazin für Meerwasseraquaristik, 2/2008, Rüdiger Latka Verlag, ISSN 1432-1505</ref> Die monogamen Palettenstachler (Oxymonacanthus) laichen in Algenbüschel und kümmern sich dann nicht mehr um das Gelege.<ref>Ellen Thaler: Lebenslange Treue, ganz ohne Seitensprünge: Oxymonacanthus-Arten. In KORALLE, Meerwasseraquaristik-Fachmagazin, Nr. 19 Februar/März 2003, Natur und Tier Verlag Münster, ISSN 1439-779X</ref>

Phylogenetische Systematik der Feilenfische nach McCord & Westneat 2015:<ref name="McCord & Westneat"/>
  Feilenfische  


 Aluterus


   

 Oxymonacanthus


   

 Oxymonacanthus


   

 Monacanthus


   

 Stephanolepis


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 Brachaluteres


   

 Paraluteres


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 Pervagor


   

 Chaetodermis


   

 Acreichthys


   

 Monacanthus


   

 Paramonacanthus


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 Pseudomonacanthus


   

 Amanses


   

 Cantherhines


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 Thamnaconus I


   


 Eubalichthys


   

 Thamnaconus II


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 Meuschenia trachylepis


   

 Nelusetta


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 Scobinichthys


   

 Acanthaluteres


   

 Meuschenia


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Systematik

Feilenfische gehören zu den Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes) und bilden zusammen mit ihrer Schwestergruppe, den Drückerfischen (Balistidae), die Unterordnung Balistoidei. In älteren Publikationen werden sie oft noch als Unterfamilie Monacanthinae zu den Drückerfischen gestellt.

Es gibt etwa 26 Gattungen und über 100 Arten. Damit sind die Feilenfische nach den Kugelfischen die zweitartenreichste Familie der Kugelfischverwandten.

Datei:Acreichthys tomentosus.jpg
Seegras-Feilenfisch (Acreichthys tomentosus)
Datei:Aluterus monoceros.jpg
Einhorn-Feilenfisch
(Aluterus monoceros)
Datei:Aluterus scriptus 211204.jpg
Schrift-Feilenfisch (Aluterus scriptus).
Datei:Brachaluteres jacksonianus.jpg
Brachaluteres jacksonianus
Datei:Cantherhines dumerili.jpg
Gelbschwanz-Feilenfisch (Cantherhines dumerili)
Datei:Chaetodermis penicilligerus.405 - Aquarium Finisterrae.jpg
Schmuckfeilenfisch (Chaetodermis penicilligerus)
Datei:Meuschenia trachylepis.jpg
Meuschenia trachylepis
Datei:Monacanthus chinensis.jpg
Chinesischer Fächerbauch (Monacanthus chinensis)
Datei:Oxymonacanthus longirostris 2.jpg
Palettenfeilenfisch (Oxymonacanthus longirostris)
Datei:Paraluteres prionurus.JPG
Mimikry-Feilenfisch (Paraluteres prionurus)
Datei:Pervagor.JPG
Höhlen-Feilenfisch (Pervagor janthinosoma)
Datei:Pseudomonacanthus peroni.jpg
Perons Feilenfisch (Pseudomonacanthus peroni)
Datei:Rudarius minutus.jpg
Kleiner Feilenfisch (Rudarius minutus)
Datei:Stephanolepis hispidus.jpg
Stephanolepis hispidus
Datei:Thamnaconus modestus.jpg
Thamnaconus modestus

Aquarienhaltung

In der Meerwasseraquaristik gilt die Haltung von Feilenfischen als risikoreich, da sie eine Vielzahl von wirbellosen Tieren fressen. Einige kleine Feilenfischarten, vor allem der als Vertilger der ungeliebten Glasrosen und Feueranemonen begehrte Seegras-Feilenfisch und einige Pervagor-Arten sind aber im Korallenriffaquarium haltbar. Voraussetzung ist eine Beckenmindestgröße von 300 bis 500 Litern.<ref>Ellen Thaler: Empfehlenswerte Feilenfische für das Riffaquarium. In KORALLE, Meerwasseraquaristik-Fachmagazin, Nr. 19</ref> Angriffe auf Korallen kommen nur vor, wenn die Tiere zu wenig oder falsch gefüttert werden. Alle für das Meerwasseraquarium angebotenen Feilenfische sind Wildfänge.

Literatur

  • Joseph S. Nelson, Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Robert A. Patzner/Horst Moosleitner: Mergus Meerwasser-Atlas Band 6 Non-Perciformes (Nicht-Barschartige), Mergus-Verlag, Melle, ISBN 3-88244-116-X
  • Rudie H. Kuiter/Helmut Debelius: Atlas der Meeresfische, Kosmos-Verlag, 2006, ISBN 3-440-09562-2

Weblinks

Commons: Feilenfische – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="McCord & Westneat"> Charlene L. McCord, Mark W. Westneat: Phylogenetic relationships and the evolution of BMP4 in triggerfishes and filefishes (Balistoidea). Molecular Phylogenetics and Evolution, September 2015, doi:10.1016/j.ympev.2015.09.014 </ref> </references>