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Kokushi

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Kokushi oder Kuni no tsukasa (sinojapanische bzw. japanische Lesung von jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnete im frühen Japan während des Ritsuryō-Verwaltungssystems die höchsten Beamten, die die zivile Regierung der einzelnen Provinzen Japans (kuni) bildeten. Häufig wird mit diesem Begriff auch nur der höchste Beamte (Provinzgouverneur) bezeichnet. Ab dem 14./15. Jahrhundert war mit den Posten keine tatsächliche Macht mehr verbunden, er wurde aber weiterhin als Auszeichnung verliehen.

Geschichte

Die Kokushi entstanden im Zuge der Taika-Reformen und lösten die früheren Kuni no miyatsuko und Agatanushi ab. Eine frühe Bezeichnung war Kuni no mikotomochi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Ihr Amtssitz war das Kokuchō in der Provinzverwaltung (Kokuga).<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 11. Juni 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Da mit der Ernennung zum Kokushi auch ein entsprechendes Gehalt einherging, geschah eine Ernennung auch als Belohnung an Beamte des Kaiserhofs, die nach ihrer Ernennung am Hof blieben.<ref>Cornelius J. Kiley: Provincial administration and land tenure in Heian Japan. In: Donald H. Shively, William H. McCullough (Hrsg.): The Cambridge History of Japan. Volume 2: Heian Japan. Cambridge University Press, 1999, ISBN 0-521-22353-9, S. 271 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Ein solches Amt wurde Yōnin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „entferntes Amt“) oder Yōju ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „entfernte Bewilligung“) genannt und die Amtsinhaber entsandten an ihrer statt einen Mokudai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), „Augenersatz“) als Stellvertreter.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 5. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Um eine persönliche Bereicherung zu unterbinden, verlangte der Kaiserhof ursprünglich eine detaillierte Berichterstattung besonders über die Steuereinnahmen, die mit allen Zwischenberichten abgeglichen wurde, sowie Inspektionen. Fehlbeträge mussten entweder aus dem persönlichen Vermögen beglichen werden oder resultierten in einem Karrierestopp bzw. -ende. Da dies eine aufwändige Verwaltung benötigte, wurde 731 ein neues System eingeführt, bei der ein Amtsnachfolger seinen Vorgänger auditieren musste und der Vorgänger erst nach Empfang ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), zuryō) eines Ablöseschreibens ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), geyujō) vom Nachfolger seinen nächsten Posten antreten konnte, während im Gegenzug der Nachfolger für nicht entdeckte Verfehlungen persönlich belangt werden konnte.<ref>Cornelius J. Kiley: Provincial administration and land tenure in Heian Japan. In: Donald H. Shively, William H. McCullough (Hrsg.): The Cambridge History of Japan. Volume 2: Heian Japan. Cambridge University Press, 1999, ISBN 0-521-22353-9, S. 264–265 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Im Laufe der Zeit bezeichnete Zuryō dann denjenigen Beamten, der vor Ort die höchste Gewalt innehatte,<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 5. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> d. h. den effektiven anstatt des nominellen Provinzgouverneurs.

Im 1336 beginnenden Muromachi-Shogunat und der weiteren Schwächung des Kaiserhofs erhielt der militärische Posten des Shugo, aus dem später die Daimyō hervorgingen, immer mehr Befugnisse der Kokushi. Die Provinzen wurden schließlich von diesen Militärgouverneuren beherrscht. Ab diesem Zeitpunkt waren die Kokushi-Ämter nur noch zeremonieller Natur bzw. reine Titularämter ohne Funktion und es war daher üblich, dass die Kokushi nicht mehr in ihrer jeweiligen Provinz weilten.

Abgeschafft wurden die Kokushi mit der Wiederherstellung der kaiserlichen Herrschaft und Modernisierung des Landes in der Meiji-Restauration Ende des 19. Jahrhunderts.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 3. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ränge

Das Ritsuryō-System sah ein vierstufiges Beamtensystem (Shitōkan) vor:

  • Kami ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet den Amtsleiter, der hier die Funktion eines Provinzgouverneurs innehat,
  • Suke ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) als Provinzvizegouverneur,
  • ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) als Provinzsekretär und
  • Sakan ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) als Provinzkonzipist.<ref>Hans A. Dettmer: Der Yōrō-Kodex. Die Gebote. Einleitung und Übersetzung des Ryō no gige. Buch 1. Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05940-4, S. 147–148 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Von der Einstufung der Provinz als Großprovinz (taikoku), Oberprovinz (jōkoku), Mittelprovinz (chūgoku) oder Unterprovinz (gekoku) hing ab, an wie viele Personen der jeweilige Posten vergeben wurde, sowie welchen Hofrang der Amtsinhaber besitzen musste:<ref>Cornelius J. Kiley: Provincial administration and land tenure in Heian Japan. In: Donald H. Shively, William H. McCullough (Hrsg.): The Cambridge History of Japan. Volume 2: Heian Japan. Cambridge University Press, 1999, ISBN 0-521-22353-9, S. 256 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Großprovinz Oberprovinz Mittelprovinz Unterprovinz
Gouverneur Folgender Oberer 5. Folgender Unterer 5. Wirklicher Unterer 6. Folgender Unterer 6.
Vizegouverneur Wirklicher Unterer 6. Folgender Oberer 6. keiner keiner
Sekretär Obersekretär ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Daijō): Wirklicher Unterer 7.
Untersekretär ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shōjō): Folgender Oberer 7.
Folgender Oberer 7. Wirklicher Oberer 8. keiner
Konzipist Oberkonzipist ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Daisakan): Folgender Oberer 8.
Unterkonzipist ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Shōsakan): Folgender Unterer 8.
Folgender Unterer 8. Wirklicher Unterer 9. Folgender Oberer 9.

Einzelnachweise

<references />