Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Miłocice (Jelcz-Laskowice) – Wikipedia Zum Inhalt springen

Miłocice (Jelcz-Laskowice)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Mittel-Mühlatschütz)
Miłocice
Mühlatschütz
Vorlage:Platzhalterbild
Miłocice Mühlatschütz (Polen)
Miłocice
Mühlatschütz (Polen)
Miłocice
Mühlatschütz
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Oława
Gmina: Jelcz-Laskowice
Geographische Lage: 51° 3′ N, 17° 29′ OKoordinaten: 51° 2′ 45″ N, 17° 28′ 55″ O
 {{#coordinates:51,045833333333|17,481944444444|primary
dim=10000 globe= name= region=PL-02 type=city
  }}
Einwohner: 650
Postleitzahl: 55-207
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DOA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Miłocice (deutsch Mühlatschütz) ist ein Ort im Powiat Oławski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es gehört zur Stadt- und Landgemeinde Jelcz-Laskowice.

Lage

Das Straßendorf Miłocice liegt 14 Kilometer von Jelcz-Laskowice (Jeltsch-Laskowitz), etwa 20 Kilometer nordöstlich von Oława (Ohlau) und 40 Kilometer südöstlich von Breslau in der Schlesischen Tiefebene. Umgeben ist der Ort von weitläufigen Waldgebieten.

Nachbarorte von Miłocice Małe sind im Nordwesten Radzieszyn (Ziegelhof) und im Südwesten Miłocice Małe (Klein Mühlatschütz).

Geschichte

Datei:Stara remiza strażacka. Miłocice k. Oławy1.jpg
Alte Feuerwache in Miłocice
Datei:Stary cmentarz żydowski w Bierutowie - Kirkut w Miłocicach.jpg
Alter jüdischer Friedhof

„Milatschuz“ wurde erstmals im Jahre 1266 urkundlich erwähnt. Für das Jahr 1382 ist es in der Schreibweise Miloschicz belegt. 1484 erhielten die Brüder Georg und Gindrzich von Siegroth einen Teil von Mühlaschütz.<ref>Nachrichten von adelichen Wapen mit einer Vorr. Professoris Gebhardi. Reuß, 1786, S. 563.</ref> Die 1479 gegründete Allerheiligen gewidmete evangelische Pfarrkirche war vormals mit der Pfarrkirche von Postelwitz verbunden. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Mühlatschütz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen und wurde dem Landkreis Oels eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 war das Dorf in mehrere Teile gegliedert:<ref>Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topograph. Übersicht der Dörfer, Flecken, ... der königl. Preußischen Provinz Schlesien (etc.) 2., verm. Aufl. Graß, 1845, S. 421.</ref>

  1. Mittel-Mühlatschütz, Ludwig August Gottlieb Karl, Graf von Kospott gehörig, ein herrschaftliches Vorwerk, 38 Häuser, 290 Einwohner (zehn katholisch und der Rest evangelisch), ein Kretscham, drei Handwerker, fünf Händler und 110 Merinoschafe.
  2. Ober- und Nieder-Milatschütz, dem königlichen Kammerherren Johann Moritz Graf von Saurma-Jeltsch gehörig, ein herrschaftliches Schloss, ein Vorwerk innerhalb und ein Vorwerk außerhalb, 56 Häuser, 447 Einwohner (elf katholisch und der Rest katholisch), eine 1479 gegründete evangelische Pfarrkirche mit Widum, eingepfarrt: Groß- und Klein-Mühlatschütz, katholische Kirche zu Minken, eine evangelische Schule, zwei Windmühlen, eine ruhende Brauerei, ein Wirtshaus, elf Handwerker, fünf Händler und 1184 Merinoschafe.
  3. Klein-Mühlatschütz, dem königlichen Kammerherren Johann Moritz Graf von Saurma-Jeltsch gehörig, ein herrschaftliches Vorwerk, 35 Häuser, 206 Einwohner (13 katholisch und der Rest evangelisch), evangelische Kirche zu Groß-Mühlatschütz, katholische Kirche zu Minken, eine Windmühle, ein Wirtshaus, ein Schmied und fünf Händler.

In dem Ort leben 1867 260 Einwohner, im Jahr 1871 259 Einwohner in 36 Wohngebäuden und 56 Haushaltungen sowie 1905 236 Einwohner (davon 234 evangelisch und 2 katholisch).<ref>Mühlatschütz. Abgerufen am 4. März 2022.</ref> Auf dem nahe liegenden Rittergut Mittel-Mühlatschütz lebten 1867 67 Einwohner, 1871 75 Einwohner und 1905 71 Einwohner (davon waren 70 evangelisch und einer katholisch). Die Fläche des Ritterguts betrug 531 ha; davon waren 222 ha Acker, 89 ha Wiesen, 11 ha Weide und 194 ha Wald sowie 15 ha Hof. An Vieh wurden schwarzbunte Ostfriesen gehalten, außerdem wurde Schweine- und Pferdezucht betrieben. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Mühlatschütz nach Kriegsende mit fast ganz Schlesien 1945 an Polen. Nachfolgend erfolgte die Umbenennung in Miłocice. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, 1945/46 weitgehend vertrieben.

Sehenswürdigkeiten

Vereine

  • Fußballverein Piast Miłocice
  • Freiwillige Feuerwehr OSP Miłocice

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gemeinde Jelcz-Laskowice